25. August 2026, 13:19 Uhr | Lesezeit: 8 Minuten
Vielen Katzenrassen werden Eigenschaften wie „familienfreundlich“, „intelligent“ oder „unabhängig“ zugeschrieben. Doch welche Katzen kuscheln besonders gern mit ihren Menschen? Als Katzensitterin habe ich über viele Jahre hinweg die unterschiedlichsten Katzenpersönlichkeiten und Rassen kennengelernt. Dabei fiel mir immer wieder auf, dass manche Katzen aktiv die Nähe zum Menschen suchen, während andere eher auf Distanz bleiben. Aus diesen Erfahrungen habe ich elf Katzenrassen zusammengestellt, die meiner Einschätzung nach besonders verschmust sind.
11. Deutsch Langhaar
Die Deutsch Langhaar ist eine seltene Katzenrasse, die nach dem Zweiten Weltkrieg fast in Vergessenheit geriet. Mittlerweile findet sie jedoch wieder mehr Liebhaber, und auch mir sind beim Katzensitting schon einige Vertreter begegnet. Neben ihrem prächtigen Fell zeichnen sich diese Katzen durch ihre Verspieltheit aus, suchen aber auch gern die Nähe ihrer Menschen und kuscheln ausgesprochen gern.
10. Burma
Auch die Burma mit ihrem seidenweichen Fell zählt für mich zu den besonders verschmusten Katzenrassen. Mehr als einmal habe ich beim Katzensitting erlebt, dass sich eine Burma einfach auf meinem Schoß zusammengerollt und Streicheleinheiten eingefordert hat. Manchmal genügte dafür ein kurzes Miauen, manchmal wurden sogar die Pfoten erhoben und erst wieder abgelegt, sobald ich mit dem Streicheln weitermachte.
9. American Curl
In Deutschland noch relativ selten vertreten, aber wirklich sehr liebebedürftig ist die American Curl. Diese Katzenrasse hat, im Gegensatz zur Scottish Fold, nach außen gerollte Ohren, die sie noch immer gut benutzen kann. Alle American Curls, auf die ich aufgepasst habe, haben mich bereits an der Wohnungstür begrüßt und wollten eine ausgiebige Kuscheleinheit, nachdem ich sie gefüttert hatte.
8. Britisch Kurzhaar
Die Britisch Kurzhaar gilt als besonders ausgeglichen und ruhig. Allerdings ist bei manchen Linien der Kopf so kurz gezüchtet, dass gesundheitliche Probleme wie Atembeschwerden auftreten können. Als Katzensitterin habe ich leider schon Britisch Kurzhaar erlebt, die zwar sehr gern kuschelten, aber kaum belastbar waren und ständig schnarchten oder außer Atem gerieten. Gleichzeitig gibt es viele gesunde Vertreter der Rasse, die ausgesprochen verschmust sind. Wer sich für eine Britisch Kurzhaar entscheidet, sollte deshalb auf einen seriösen Züchter achten. Wie eine nicht überzüchtete Britisch Kurzhaar aussehen kann, zeigt das untere Bild.
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7. Ragdoll
Die Ragdoll gehört zweifelsohne zu den Katzenrassen, die besonders gern kuscheln. Meist sind sie sehr menschengebunden und begrüßen Katzensitter auch schon beim ersten Kennenlernen mit Aufgeschlossenheit. Besonders bei Familien mit Kindern sind sie beliebt, da sie auch sonst eher ruhig und gelassen sind. Allerdings benötigen sie auch viel Beschäftigung und leben nicht einfach so neben dem hektischen Familienalltag her. Bekommt eine Ragdoll nicht ausreichend Aufmerksamkeit, kann sie in ihrem Kuschelbedürfnis regelrecht aufdringlich werden.
6. Birma
Die Birma-Katze, manchmal auch heilige Birma genannt, ist eine Katzenrasse mit Point-Zeichnung im Gesicht, die wegen ihrer Optik bei vielen Haltern beliebt ist. Die Katzenrasse gilt auch als ruhig, entspannt und als besonders menschengebunden sowie zum Kuscheln aufgelegt. Das stimmt auch, besonders, wenn sie gut sozialisiert sind. Wenn man als Katzensitter auf eine Heilige Birma aufpasst, sollte man allerdings eine Fusselrolle parat haben, damit man nach der ausgiebigen Streicheleinheit, die die Tiere einfordern, die losen Haare wieder aus der Kleidung bekommt.
5. Europäisch Kurzhaar
Die Britisch Kurzhaar gilt als besonders ausgeglichen und ruhig. Allerdings wurden bei manchen Linien kürzere Köpfe und flachere Gesichter gezüchtet, was gesundheitliche Probleme wie Atembeschwerden begünstigen kann. Als Katzensitterin habe ich leider schon Britisch Kurzhaar erlebt, die zwar sehr gern kuschelten, aber ständig schnarchten oder schnell außer Atem gerieten. Gleichzeitig gibt es viele gesunde Vertreter der Rasse, die ausgesprochen verschmust sind. Wer sich für eine Britisch Kurzhaar entscheidet, sollte deshalb auf einen seriösen Züchter achten. Wie eine nicht überzüchtete Britisch Kurzhaar aussehen kann, zeigt das untere Bild.
4. Siam und Thai-Katze
Immer wieder findet sich auch die Siam-Katze auf der Liste der Katzenrassen, die am liebsten kuscheln. Das kann ich tatsächlich auch bestätigen. Aber auch ihre nahe Verwandte, die Thai-Katze, die etwas ursprünglicher aussieht als die Siam (und auch nicht so viele vererbbare Krankheit bekommen kann) ist ähnlich verschmust.
Allerdings haben die Thai und die Siam auch ihren ganz eigenen Kopf. Gerade saß man noch mit ihnen auf dem Sofa, schon öffnen sie eine Schublade und fischen Mützen und Schals heraus, um es sich darin bequem zu machen. Diese Katzenrassen haben definitiv ihren ganz eigenen Kopf.
3. Norwegische Waldkatze
Nach meiner Erfahrung ist die Norwegische Waldkatze eine der kuscheligsten Katzenrassen überhaupt. Aufgrund der auffällig dicken und flauschigen Fellstruktur der Tiere reicht ihnen zudem ein leichtes Streicheln über den Kopf nicht aus, sondern sie wünschen sich eine regelrechte Massage. Ein Kater, auf den ich über mehrere Jahre immer wieder aufgepasst habe, stellte sich sogar auf die Hinterbeine und paddelte mit den Vorderpfoten so lange durch die Luft, bis er noch weiter gestreichelt wurde.
2. Maine Coon
Ein ganz besonderer Fall sind Maine-Coon-Katzen. Ausnahmslos alle, die ich in meiner ganzen Zeit als Katzensitterin erlebt habe, wollten sehr viel und ausgiebig kuscheln. Wenn ich mit Haltern einer Maine Coon einen Sitting-Job vereinbare, weiß ich genau, dass ich für jeden Besuch mindestens eine Stunde Kuscheleinheit einplane.
Dabei kommt es außerdem nicht darauf an, ob es sich um eine reinrassige Maine Coon oder einen Mix handelt. Die großen, meist sehr sanftmütigen Katzen lieben es, auf dem Schoß zu sitzen und ganz ausgiebig gestreichelt zu werden. Sind sie daran gewöhnt, gebürstet zu werden, steigert sich das Bedürfnis noch mehr. Manche fordern sogar aktiv Fellpflege ein, wenn man als Sitter zu Besuch kommt.
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7 Katzenrassen, die besonders groß sind
1. Hauskatze
Platz 1 meiner kuscheligsten Katzenrassen geht allerdings an die ganz normale Hauskatze. Denn auch Katzen ohne Stammbaum suchen Nähe, Aufmerksamkeit und Zuneigung. Gleichzeitig zeigt meine Erfahrung als Katzensitterin, dass keine Rasse automatisch verschmust ist. Selbst als besonders anhänglich geltende Rassen wie Maine Coon oder Norwegische Waldkatze brauchen ausreichend Beschäftigung und eine enge Bindung zu ihren Menschen, um ihre kuschelige Seite zu zeigen.
Manche Rassen, etwa Sphynx oder Peterbald, gelten ebenfalls als sehr anhänglich. Da bei ihnen jedoch häufiger gesundheitliche Probleme oder Merkmale von Qualzuchten auftreten können, habe ich sie bewusst nicht in dieses Ranking aufgenommen. Am Ende entscheidet nämlich weniger die Rasse als die Beziehung zwischen Mensch und Katze darüber, wie gern ein Tier kuschelt.
Wie Sie die Bindung zu Ihrer Katze stärken können
Ruhig bleiben und laute Geräusche vermeiden
Viele Katzen mögen keine Hektik und keine lauten Geräusche. Für eine gute Bindung ist es deshalb wichtig, das Tier selbst auf einen zukommen zu lassen. Als Katzensitterin knie ich mich meist hin und halte der Katze die Hand zum Beschnuppern hin. Oft reichen schon wenige Minuten, bis die ersten Kontaktversuche kommen.
Körpersprache der Tiere verstehen
Hat eine Katze gerade keine Lust auf Nähe, sollte man das respektieren. Wer sie beim Schlafen, Fressen oder Putzen ständig stört, riskiert eher Ablehnung als Zuneigung. Katzen entscheiden gern selbst, wann sie kuscheln möchten.
Für Routinen sorgen und Bindungen aufbauen
Katzen lieben feste Abläufe. Deshalb hilft es, Fütterung, Spiel- und Kuschelzeiten möglichst regelmäßig zu gestalten. Wiederkehrende positive Erfahrungen stärken das Vertrauen und fördern eine enge Bindung.
Geduldig sein
Manche Katzen brauchen mehr Zeit als andere, um Nähe zuzulassen. Auch mein Kater Remo wollte anfangs kaum kuscheln. Mit viel Geduld und Vertrauen hat sich das jedoch geändert. Wer einer Katze Zeit gibt und ihre Bedürfnisse respektiert, wird oft mit deutlich mehr Nähe belohnt.
