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Nicht nur im Sommer

Starkes Hecheln beim Hund kann ein Warnsignal sein

Nahaufnahme eines Hundes, der hechelt
Wenn ein Hund viel hechelt, ist ihm wahrscheinlich einfach sehr warm. Es können aber auch ernste dahinterstecken. Halter sollten das Verhalten einordnen können Foto: Getty Images
Porträt Manuela Bauer
Freie Autorin

18. August 2026, 5:59 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Wenn Hunde im Sommer stark hecheln, ist das oft völlig normal. Doch nicht jedes Hecheln ist harmlos. Wird die Atmung sehr schnell, wirkt der Hund apathisch oder kommen Sabbern, Erbrechen oder Taumeln hinzu, kann ein Hitzschlag oder eine ernste Erkrankung dahinterstecken. PETBOOK erklärt, woran Halter den Unterschied erkennen.

Warum Hunde so viel hecheln

Hunde schwitzen im Gegensatz zu Menschen nicht über die Haut. Ihre Schweißdrüsen befinden sich nur an den Pfoten, weshalb sie nicht im klassischen Sinne schwitzen können. Deshalb verschafft sich der Hund anderweitig Abkühlung, indem er hechelt. Viele denken, dass die Kühlung hauptsächlich über das geöffnete Maul und die Zunge passiert, aber genau betrachtet ist auch die Nase mit ihren Nasenmuscheln für die Kühlung zuständig. Über diese atmet der Hund ein, und hier sitzen spezielle Drüsen, die eine Flüssigkeit produzieren, die beim Einatmen Verdunstungskälte produziert.

Beim Hecheln wird dem Hund also keine kalte Luft zugeführt, es entzieht dem Körper durch den stetigen, schnellen Luftzug Flüssigkeit, die verdunstet. Daher kommt es auch zu starkem Durst nach dem Hecheln. Bei starker körperlicher Anstrengung oder großer Hitze ist es normal, wenn der Hund viel hechelt. Doch es gibt auch Situationen, in denen man als Halter alarmiert sein sollte.1

Welche Ursachen gibt es dafür, dass ein Hund viel hechelt? 

Neben hoher Körpertemperatur kann es auch andere Gründe für vermehrtes Hecheln geben. Als Halter sollte man immer die Gesamtverfassung des Hundes und die Situation im Auge behalten, um die Gründe für das Hecheln richtig einschätzen zu können.2

  • Starke körperliche Anstrengung bei ausgiebigen Ballspielen oder Fahrradtouren erhöhen die Körpertemperatur und die Atemfrequenz.
  • Reizüberflutung und Stress können beim Hund zu Angst oder Nervosität führen. Er versucht, dies mit Hecheln zu kompensieren.
  • Überforderung und Erschöpfung können hecheln in Kombination mit ständigem Gähnen auslösen. Zusätzlich können Unruhe und starkes Sabbern auftreten. 
  • Übergewicht bedeutet, dass jede Bewegung für ihn zur Anstrengung wird, die ihm wiederum das Atmen erschwert. 
  • Atemnot kommt oft bei kurzköpfigen Rassen wie Französischer Bulldogge, Mops, Pekinese oder Boxer, Boston Terrier oder Malteser vor. Brachyzephale Rassen leiden unter erschwerter Atmung im Sommer ganz besonders. Ihre Atemnot kann sogar zur Ohnmacht führen.  
  • Schmerzen und Krankheiten können ebenfalls starkes Hecheln hervorrufen. Dahinter kann etwa eine Vergiftung oder eine Magendrehung stecken. Auch Herz- und Lungenerkrankungen können die Ursache sein. 
  • Gelenkschmerzen können ebenfalls Auslöser gerade bei alten Hunden sein.
  • Hechelt der Hund auch stark in der Nacht im Schlaf, sollten sie dies beobachten. Manchmal ist es nur ein Traum, der ihn beschäftigt. Hält das Hecheln nächtelang an, sollte man einen Tierarzt aufsuchen und den Hund durchchecken lassen.  

Auch interessant: 13 Gründe, warum Hunde stark sabbern und was dagegen hilft

Was Sie gegen hitzebedingtes Hecheln tun können

Tierärzte raten, Hunde bereits bei 25 Grad Celsius aus der Sonne zu nehmen. Doch auch im Auto wird es rasch richtig gefährlich. Lassen Sie den Hund niemals, auch nicht bei leicht geöffnetem Fenster, im Auto zurück. Verzichten Sie im Sommer zudem auf anstrengenden Hundesport und längere Fahrradtouren. Gehen Sie nicht in der Mittagshitze, sondern morgens oder nachts Gassi. 

Auch interessant: Hitzschlag beim Hund im Auto – die unterschätzte Gefahr

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Wann wird Hitze für Hunde gefährlich? 

Wenn die Körpertemperatur auf 40 Grad Celsius ansteigt, kämpft der Hund bereits mit Kreislaufbeschwerden. Die Atemfrequenz verzehnfacht sich und es kommt zu 300 bis 440 Atemzügen pro Minute. Bei 43 Grad Celsius kollabiert das Tier dann und kann sterben. 

An folgenden Symptomen erkennen Sie, dass ein Hund kurz vor einem Hitzschlag steht: 

Was kann man tun, wenn der Hund viel hechelt? 

Oft helfen einem Hund, der viel hechelt, schon kleine Dinge: 

Helfen diese Maßnahmen zur Abkühlung des Hundes nicht, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen. In seltenen Fällen steckt doch eine Krankheit dahinter, wenn ein Hund viel hechelt. In diesem Fall sollte die Behandlung erfolgen.

Quellen

  1. Welpenerziehung-hundeerziehung.de, „Mein Hund hechelt stark, ist das normal?“ (aufgerufen am 18.08.2026) ↩︎
  2. Lieblingstierarzt.de, „Röcheln & Schnaufen – Brachyzephale Hunderassen im Sommer“ (aufgerufen am 18.08.2026) ↩︎

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