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Sauberkeit im Käfig

So vermeiden Sie Stallgeruch bei Kleintieren in der Wohnung

Meerschweinchen sitzen in einer Wohnung in ihrem Käfig in einem Häuschen.
Meerschweinchen können auch ganzjährig in der Wohnung gehalten werden – können dabei aber für unangenehme Gerüche sorgen Foto: picture alliance / dpa Themendienst | Andrea Warnecke
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Porträtbild Marike Stucke
Freie Autorin

11. Juli 2026, 12:30 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Viele Menschen glauben, dass die Wohnung von Kaninchen-, Meerschweinchen- oder anderen Kleintierhaltern zwangsläufig nach Stall riecht. Tatsächlich ist das aber meist vermeidbar. Mit der richtigen Haltung, einer passenden Gehegepflege und einigen einfachen Maßnahmen lassen sich unangenehme Gerüche deutlich reduzieren – zum Wohl der Tiere und ihrer Halter. PETBOOK verrät, worauf es dabei ankommt.

Sauberkeit gegen Stallgeruch bei Kleintieren ist das A und O

Die Sauberkeit eines Kleintierkäfigs spielt natürlich eine entscheidende Rolle, um unangenehme Gerüche in den Griff zu bekommen. Käfig oder Gehege sollte man regelmäßig reinigen. Dazu gehört auch die Grundreinigung, die spätestens alle ein bis zwei Wochen erfolgt:

  • Hierbei die gesamte Einrichtung des Käfigs und die Einstreu aus dem Gehege entfernen.
  • Die Einstreu fachgerecht entsorgen, die Käfigeinrichtung je nach Material entweder abwaschen (Keramik oder Metall) oder gründlich abbürsten (Holz und Weidengeflecht zum Beispiel).
  • Der Stall selbst wird erst ausgefegt und anschließend mit einem keimhemmenden, aber natürlichen Reinigungsmittel gereinigt. Das kann zum Beispiel verdünnter Essigreiniger sein (allerdings ohne zugesetzte Duftstoffe wie Apfel etc.).
  • Nach der Reinigung sollten Stall und Einrichtung gründlich trocknen, bevor man neues Streu und Stroh einbringt.

Bei größeren Kleintieren wie Kaninchen oder auch Meerschweinchen lohnt sich außerdem das tägliche Entfernen von Kot und Urinstellen. Kaninchen suchen sich in der Regel sogar eine „Toilettenecke“ im Stall, was die tägliche Reinigung um ein Vielfaches leichter macht.

Geruchsbindende Streu gegen Stallgeruch bei Kleintieren

Die Wahl der richtigen Einstreu ist ebenfalls entscheidend, um Stallgeruch zu reduzieren. Besonders Heu und Einstreu auf Holzbasis haben sich bewährt, da sie Feuchtigkeit und Gerüche gut binden. Damit dieser Effekt erhalten bleibt, sollten verschmutzte Bereiche regelmäßig entfernt und die Einstreu in regelmäßigen Abständen vollständig erneuert werden.1

Auch eine gute Luftzirkulation hilft, unangenehme Gerüche zu vermeiden. Lüften Sie den Raum mit dem Gehege regelmäßig, achten Sie aber darauf, dass die Tiere keiner Zugluft ausgesetzt sind – gerade Meerschweinchen reagieren darauf empfindlich. Gleichzeitig sollte das Gehege nicht in einer schlecht belüfteten Ecke der Wohnung stehen, in der sich die Luft staut.

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Bewegung und Fütterung machen den Unterschied

Eine weitere Möglichkeit, den Stallgeruch zu reduzieren, besteht darin, den Tieren regelmäßig Freilauf in der Wohnung zu ermöglichen. Viele Kleintiere wie Kaninchen oder Meerschweinchen sind auf die zusätzliche Bewegung sogar angewiesen. Abgesehen davon landen so auch ein paar Köttel auf dem Boden und können ganz einfach aufgesammelt werden. Hierfür bietet sich eher Fliesen- oder Holzboden als Teppich an. Letzterer wird zudem gern angenagt.

Die Auswahl der richtigen Nahrungsmittel kann ebenfalls dazu beitragen, den Stallgeruch zu minimieren. Einige Lebensmittel können einen starken Geruch verursachen, der sich auf den Stall überträgt. Dazu gehören zum Beispiel viele Kohlsorten. Aber auch vergammeltes Obst und Gemüse können vor allem im Sommer unangenehme Gerüche im Käfig entwickeln. Auch Frischfutter sollte man deshalb nach einem Tag aus dem Gehege entfernen.

Nicht immer ist das Gehege schuld

Ein weiterer Tipp sind natürliche Geruchsabsorber im Raum, in dem das Gehege steht. Dafür eignen sich beispielsweise Aktivkohle oder Sedimentgestein. Auf künstliche Duftspender sollte dagegen verzichtet werden, da sie die empfindlichen Atemwege der Tiere reizen können.

Auch ein regelmäßiger Besuch beim Tierarzt kann helfen, unangenehme Gerüche zu vermeiden. Krankheiten, Durchfall oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten können dazu führen, dass Urin oder Kot deutlich stärker riechen als gewöhnlich. Solche Ursachen sollten tierärztlich abgeklärt werden.

Fazit: Der wichtigste Faktor gegen Stallgeruch in der Wohnung bleibt eine gute Gehegehygiene. Mit der richtigen Einstreu, ausreichender Belüftung und regelmäßigen Gesundheitskontrollen lassen sich unangenehme Gerüche jedoch oft deutlich reduzieren – zum Wohl der Tiere und ihrer Halter.

Quellen

  1. Homedica.de, „Tiergeruch im Haus neutralisieren“ (aufgerufen am 11.07.2026) ↩︎

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