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Warum man sich zu Weihnachten kein Haustier anschaffen sollte

Gefahren, Stress, Hektik

Darum sollte man sich gerade an Weihnachten kein Haustier holen

Katze sitzt im Weihnachtsbaum
Kätzchen müssen sich im neuen Zuhause erst einmal einleben. Weihnachten ist dafür kein günstiger Zeitpunkt, da die Feiertage für Haustiere sehr stressig sein können und viele Gefahren mit sich bringen.Foto: Getty Images

Die Zeit vor Weihnachten ist oft sehr emotional und kann den Wunsch nach einem tierischen Familienmitglied beflügeln. Schließlich hat man ja auch zwischen den Feiertagen frei und Zeit für das neue Haustier. Zudem kann es gleich die ganze Familie kennenlernen. Doch das ist ein fataler Trugschluss! PETBOOK erklärt, warum man sich gerade zu Weihnachten kein Haustier anschaffen sollte.

Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Familie. Da erscheint der Gedanke schön, einem Tier aus dem Tierheim oder Tierschutz zu Weihnachten ein neues Zuhause zu schenken. Viele haben zwischen den Feiertagen Urlaub und somit wäre dies theoretisch eine gute Gelegenheit für die Eingewöhnung. Doch die Zeit zwischen den Jahren ist einer der ungünstigsten Zeitpunkte, um sich ein neues Haustier anzuschaffen. PETBOOK zeigt vier Gründe, warum Weihnachten kein guter Zeitpunkt ist, sich ein neues Haustier anzuschaffen. Dass Tiere nicht als Weihnachtsgeschenk unter den Baum gehören, versteht sich von selbst.

Zu Weihnachten lauern viele Gefahren auf Haustiere

Zu den Festtagen gibt es Süßigkeiten, Braten und andere Leckereien, die für unsere Haustiere jedoch giftig seien können. Gerade bei Tieren, die erst vor Kurzem angekommen sind und bei denen die Hausregeln noch nicht sitzen, ist die Gefahr groß, dass sie sich an Essensresten bedienen. Das kann schnell böse enden. Schokolade etwa ist durch das im Kakao enthaltene Theobromin für Katzen und Hunde sehr gefährlich und kann sogar zum Tod führen. Zudem sind Rosinen und Macadamianüsse, die oft in Plätzchen enthalten sind, für Hunde pures Gift.

Weihnachtssterne, die gerne als Mitbringsel verschenkt werden, führt bei fast allen Haustieren zu Hautreizungen und Vergiftungserscheinungen wie Zittern, Erbrechen und Taumeln. Auch viele andere zur Adventszeit beliebte Pflanzen wie der Christdorn, die Lilie oder die Wüstenrose sind für Hunde und Katzen giftig. Vor allem Welpen und Kätzchen sind anfangs sehr neugierig und erkunden gerne fremde Gegenstände. Da übt der Weihnachtsbaum meist eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus. Dieser wird jedoch zur tödlichen Gefahr, wenn im Baumwasser Frostschutzmittel Ethylenglykol enthalten ist. Dieses ist hochgiftig, besonders für Katzen, aber auch für Hunde!

Baumschmuck, Geschenkbänder und andere Dekorationen im Haus stellen für viele Tiere tolle Spielzeuge dar. Dabei besteht jedoch die Gefahr, dass Teile verschluckt werden. Vor allem Geschenkbänder und Lametta können sich im Darm der Tiere festsetzen und zu einem lebensgefährlichen Darmverschluss führen.

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Weihnachten herrscht viel Stress und Hektik

Die Verwandten kommen zu Besuch, es wird gefeiert und laut Musik gehört. Jeder will natürlich das neue Haustier sehen. Doch für Tiere, die in einem neuen Zuhause ankommen, ist vor allem eines wichtig: Ruhe. So sollten sich Hunde beim Einzug in ein neues Heim zuerst einmal an ihre Bezugsperson gewöhnen. Nur die Personen, die regelmäßig Umgang mit dem Tier haben, sollten in den ersten Tagen Zeit mit ihm verbringen. Das ist zu Weihnachten schwierig umzusetzen.

Katzen, die von Natur aus anfangs weniger Vertrauen und Zugang zu ihnen unbekannte Menschen haben, brauchen Zeit, bis sie Vertrauen aufgebaut haben und ihre Scheu ablegen. Daher sollte man sich in der Zeit der Eingewöhnung langsam bewegen, nicht durch die Wohnung trampeln und in ruhiger Stimmlage sprechen. Zu den Feiertagen ist aber oft das Gegenteil der Fall, was eine Katze sehr verunsichern und zu Verhaltensauffälligkeiten wie Unsauberkeit führen kann.

Aber nicht nur für Hund und Katze bedeuten Feiertage Stress. Meerschweinchen und Kaninchen haben ein sehr gutes Gehör und reagieren deshalb besonders ängstlich auf Lärm wie Türknallen oder laute Musik. Auf Kleintiere, die sich im neuen Heim noch zurechtfinden müssen, verursacht die ungewohnte Lärmbelastung besonders viel Stress.

Alltag stellt sich für Haustiere an Weihnachten nicht ein

In den ersten Tagen im neuen Heim ist jedes Tier erst einmal verunsichert. Jetzt ist ein geregelter Tagesablauf wichtig. Damit gibt man dem Tag Struktur und die Abläufe werden für Hund, Katze und Kaninchen vorhersehbar. Das gibt ihnen Sicherheit. Dabei sollte der Tag von Anfang an so ablaufen, wie der Alltag auch später funktionieren wird. Aber zu Weihnachten und den Feiertagen herrscht alles andere als Alltag. Man schläft aus, geht nicht zur Arbeit und hat auch sonst einen anderen Tagesrhythmus. Wenn im neuen Jahr dann der echte Alltag beginnt, kann das den Hund oder die Katze verunsichern, wenn der Mensch plötzlich acht Stunden am Tag wegbleibt.

Welpen erfordern zudem gerade in den ersten Tagen und Wochen viel Aufmerksamkeit und Training, um sie an regelmäßige Gassizeiten zu gewöhnen. So hat man in den Feiertagen zwar in der Regel mehr Zeit, um nachts alle zwei Stunden mit dem Kleinen vor die Tür zu gehen, aber durch Feiern und Besuche ist diese Regelmäßigkeit nicht immer leicht umzusetzen.

Nach Weihnachten steht auch noch Silvester an

Nicht nur die Feiertage sind turbulent. Am Ende des Jahres steht Silvester vor der Tür. In vielen Städten geht die Knallerei auch schon vor dem 31.12. los. Lärm, Lichtblitze und Gestank sind schon für bestehende Haustiere ein großer Stressfaktor. Sind die Tiere aber gerade erst angekommen und noch nicht sicher in der neuen Umgebung, kann der Silvesterabend zum traumatischen Erlebnis werden. Vor allem Hunde profitieren in solchen Stresssituationen von der Anwesenheit ihrer Halter. Dafür muss jedoch zuvor eine stabile Bindung zum Tier aufgebaut sein – und das passiert nicht innerhalb von ein paar Tagen.

So passiert es leider vielfach, dass vor allem Hunde und Katzen, die gerade erst vor ein paar Wochen aus dem Tierschutz geholt wurde, am Silvesterabend als vermisst gemeldet werden. Hunde reißen sich oft vor Schreck los und rennen weg, anstatt sich am Besitzer zu orientieren, weil das Vertrauen zwischen beiden noch nicht stark genug ist. Katzen, die an Silvester vor Angst Reißaus nehmen, finden eventuell nicht mehr zurück, weil nicht genügend Zeit war, um die Umgebung ausreichend zu erkunden. Dann fällt es ihnen schwer, sich zu orientieren und den Weg zurück ins neue Zuhause zu finden.

Wer sich jedoch sehnlichst ein Tier wünscht, sollte daher warten, bis die turbulenten Festtage und der Jahreswechsel vorbei sind. Um sich auf das neue Familienmitglied mental einzustimmen, kann man sich zu Weihnachten ja schon mal alles nötige wünschen, was man für das neue Haustier benötigt. Die freie Zeit kann man nutzen, um in Literatur zu schmökern und so bestens vorbereitet für den Einzug von Hund, Katze und Co. zu sein.

Quellen

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