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Dekoration, Lebensmittel, Weihnachtsbaum

Oft unterschätzt! Diese Gefahren lauern zu Weihnachten auf Katzen

Katze sitzt vor Weihnachtsbaum mit zerbrochener Glaskugel auf dem Boden
Dekorationen zu Weihnachten üben auf Katzen eine besondere Anziehung aus. Das kann gefährlich werden. Foto: Getty Images
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Porträt-aufnahme von PETBOOK-Redakteurin Natalie Dekcer mit Katze auf Arm
Freie Autorin

14. Dezember 2025, 15:36 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Funkelnde Kugeln, duftende Zweige, flackernde Kerzen: In der Weihnachtszeit verwandeln sich viele Wohnzimmer in wahre Winterwunderwelten. Doch was für uns stimmungsvoll ist, kann für Katzen zur ernsten Gefahr werden. Denn neugierige Katzen entdecken die weihnachtliche Deko oft als neues Spielzeug – mit potenziell dramatischen Folgen. PETBOOK erklärt, worauf Halter unbedingt achten sollten, um ihre Katze gut durch die Feiertage zu bringen, erfahren Sie hier.

Tannenbäume können für Katzen giftig sein

Die grünen Nadeln des Christbaums sind für Katzen unverdaulich. Die Tiere sollten daher nicht am Baum knabbern dürfen. Auf dem Boden liegende Tannennadeln sollten zusammengekehrt und entsorgt werden. Und auch das Wasser im Christbaumständer stellt eine Gefahr für neugierige Katzen zu Weihnachten dar. Denn der Nadelbaum kann Giftstoffe ans Wasser abgeben, weshalb die Tiere dieses nicht trinken dürfen.

Da manche Katzen den Tannenbaum kurzerhand zum Kratz- und Kletterbaum umfunktionieren, muss dieser stabil stehen. Empfehlenswert ist hierfür ein schwerer Christbaumständer. Idealerweise wird der Baum zusätzlich an der Wand befestigt. Der weihnachtliche Baumschmuck ist ebenfalls eine Gefahr für Katzen. Besonders problematisch ist bleihaltiges Lametta. Dieser traditionelle Christbaumschmuck ist nicht nur giftig, sondern kann auch einen lebensgefährlichen Darmverschluss hervorrufen, wenn er verschluckt wird. Glaskugeln können herunterfallen und zerbrechen, die Scherben können zarte Katzenpfoten schwer verletzen. 1

Noch mehr Tipps dazu finden Sie in diesem PETBOOK-Artikel: Wie man Katzen effektiv vom Weihnachtsbaum fernhält

Weitere Weihnachtspflanzen, die für Katzen gefährlich sind

Daher verzichten viele Halter schon aus Prinzip auf die klassische Tanne zu Weihnachten. Allerdings gibt es noch viele weitere weihnachtliche Pflanzen, die Katzen gefährlich sein und Vergiftungen auslösen können.

  • Weihnachtsstern
  • Rose von Jericho
  • Weihnachtskaktus
  • Amaryllis
  • Stechpalme
  • Mistel
  • Barbarazweige
  • Christrose
  • Azalee
  • und viele weitere

Viele dieser saisonalen Pflanzen werden aus Fensterbänken aufgestellt oder landen unter dem Tannenbaum. Dort sind sie potenziell interessant für Katzen, allerdings sind sie auch giftig. Weihnachtskakteen enthalten zwar nur ein eher schwaches Toxin, allerdings sind sie durch die bunten Blüten besonders interessant zur Weihnachtszeit.

Eine Vergiftung bei der Katze, die an Weihnachtspflanzen geknabbert hat, erkennt man an folgenden Symptomen: Starkes Speicheln, Erbrechen, Durchfall, apathisches Verhalten und Zittern. Zeigt das Tier eines oder mehrere dieser Anzeichen, sollte man sich zum Tierarzt begeben und am besten die angeknabberte Pflanze mitnehmen, damit schnell das richtige Gegengift verabreicht werden kann. 2

Auch interessant: 11 Weihnachtsgeschenke für Katzen und Katzenliebhaber

Gefährliche Adventsdekorationen

Kerzen

Brennende Kerzen, ob am Tannenbaum oder auf dem Adventskranz, sind eine weitere Gefahr für Katzen zu Weihnachten. Wenn die Katze eine Kerze umstößt, kann sie sich schwere Verbrennungen zuziehen und schlimmstenfalls einen gefährlichen Zimmerbrand auslösen. Katzenbesitzer sollten daher auf elektrische Lichterketten und LED-Kerzen umstellen.

Auch Duftkerzen und Duftöle sollten aus Haushalten mit Haustieren vorsichtshalber verbannt werden. Denn die Düfte können nicht nur die empfindlichen Nasen der Vierbeiner reizen. Viele Inhaltsstoffe der Öle sind zudem giftig und können zu Krämpfen, Kreislaufproblemen und Atemnot bis hin zum Tod führen, wenn die Katze die duftende Flüssigkeit trinkt. 3

Kunstschnee

Schneespray an Fensterscheiben und Tannenbäumen kann von den Tieren abgeleckt werden und ebenfalls gefährliche Vergiftungserscheinungen auslösen.

Lichterketten

Auch wenn man auf den Weihnachtsbaum verzichtet, hängen viele gern zur Adventszeit Lichterketten in der Wohnung auf, um für festliche Stimmung zu sorgen. Manche Katzen sehen dies aber als Einladung, mit den leuchtenden Schnüren zu spielen oder diese abzukauen. Daher sollten Lichterketten am besten außer Reichweite der Tiere angebracht werden, um der Gefahr der Strangulation, elektrischer Schocks oder Erstickung vorzubeugen.

Geschenkverpackung

Auch Verpackungsmaterial birgt Risiken: Nach der Bescherung sollten Geschenkbänder und Schleifen am besten sofort weggeräumt werden, da sie auf viele Katzen eine magische Anziehungskraft ausüben, aber leider auch die Gefahr des Strangulierens mit sich bringen. Besonders gefährlich ist es, wenn die Katzen das Band verschlucken. Das kann im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss führen. 4

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Zu Weihnachten beliebt – für Katzen tödlich

Zwischen Plätzchenteller, Adventskaffee und festlichem Braten lauern auch abseits der Dekoration Gefahren für Katzen – und zwar in Form von Lebensmitteln, die für die Tiere giftig sein können. Was für Menschen nach Weihnachten schmeckt, kann für Katzen tödlich enden. Besonders gefährlich sind:

  • Schokolade,
  • Rosinen,
  • Zwiebeln,
  • Knoblauch,
  • Alkohol und koffeinhaltige Getränke.

Doch auch weniger bekannte Risikolebensmittel wie rohe Hefeteige, Avocado, Zitrusfrüchte oder Weintrauben bergen ein hohes Vergiftungspotenzial.

Schon kleinste Mengen können Symptome wie Erbrechen, Durchfall, Muskelzittern, Atemnot oder im schlimmsten Fall Nierenversagen oder Herzstillstand hervorrufen. Daher sollten Katzenbesitzer gerade in der Adventszeit alle Lebensmittel sicher verstauen – denn neugierige Tiere springen mühelos auf Arbeitsflächen und naschen unbemerkt mit.

Reste vom Weihnachtsessen sind tabu für Katzen

Zu Weihnachten wird viel gegessen und viele Tierbesitzer wollen auch Katzen eine kulinarische Freude machen. Doch die Überreste des Festtagsbratens stellen ebenfalls ein Risiko für die Tiere dar. So können Geflügelknochen splittern und im Darm der Katze schwere Verletzungen hervorrufen. Ebenso wie Fischgräten, die den Tieren auch buchstäblich im Halse steckenbleiben könnten.

Haustierhalter sollten die Reste auf Tellern und Tafel daher direkt nach dem Weihnachtsessen entsorgen. Füttern vom Tisch ist Tabu – denn fettes, stark gewürztes Fleisch bekommt der Katze nicht. Auch klassische Irrtümer wie das Verfüttern von Milch oder Leber können der Katze gesundheitlich schaden. Wer seiner Katze eine Freude machen will, sollte lieber auf spezielles Katzensnack-Spielzeug oder tiergerechte Leckerbissen aus dem Fachhandel zurückgreifen – und im Verdachtsfall sofort den Tierarzt kontaktieren.

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Noch ein letzter Tipp: Wer zu Weihnachten Besuch erwartet, sollte seiner Katze ausreichend Rückzugsmöglichkeiten bieten. Denn nicht alle Tiere sind begeistert, wenn lautes Stimmengewirr und Musik Unruhe in ihr Revier bringen.

Quellen

  1. Peta.de, „Weihnachtsbaum für Katzen und Hunde sicher machen: 6 Tipps“ (aufgerufen am 14.11.2024) ↩︎
  2. Tierschutzbund.de, „Weihnachten“ (aufgerufen am 14.11.2024) ↩︎
  3. Tasso.net, „Weihnachten mit Katze“ (aufgerufen am 14.11.2024) ↩︎
  4. Vier-Pfoten.de, „Weihnachten mit Haustieren“ (aufgerufen am 14.11.2024) ↩︎

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