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Ernährung

12 Lebensmittel, die Katzen vermeiden sollten

EIne Katze steckt den Kopf in eine Kaffeetasse
Kaffee, Tee und Kakao gehören zu den Lebensmitteln, die Katzen nicht zu sich nehmen solltenFoto: Getty Images

Beliebte Lebensmittel, die fast jeder Tierbesitzer zu Hause hat, können zu einer tödlichen Gefahr für Katzen werden. Um sie effektiv vor einer Vergiftung durch Schokolade, Kaffee und Co. zu schützen, listet PETBOOK die gefährlichsten Lebensmittel auf.

Für Tierärzte gehören Vergiftungen von Haustieren zum Praxisalltag. Wer selbst stolzer Besitzer einer Katze ist, weiß, dass die Tiere problemlos auf die Arbeitsplatte oder den Küchentisch springen können. Daher sollten potenziell riskante Lebensmittel unbedingt gut verschlossen außer Reichweite von Katze und Kater aufbewahrt werden. Das Problem: Leider ist vielen Haltern gar nicht bekannt, dass Avocado, Weintrauben und Co. giftig für die Tiere sind.

Platz 1: Alkohol

Während Tierbesitzer erst nach ein paar starken Drinks ins Schwanken geraten, reagieren Katzen deutlicher empfindlicher auf Alkohol. Bereits kleinste Mengen können die Tiere aus dem Gleichgewicht bringen.

Gelangt die rosa Zunge ungefragt ein paar Mal ins Cocktailglas, drohen Nebenwirkungen, weil Katzen Alkohol nur sehr langsam abbauen. Daher sollten Katzen bei einer feuchtfröhlichen Party nicht aus den Augen gelassen werden.

Vergiftungssymptome

Zu den typischen Nebenwirkungen bei einer „betrunkenen“ Katze gehören Koordinationsstörungen, Übelkeit und Erbrechen. Ist die Dosis zu hoch, kommen lebensbedrohliche Symptome wie Atemnot, Koma und Herzstillstand dazu. Schaut die Katze sogar öfter zu tief ins Glas, können die beim Alkoholabbau entstehenden Zellgifte zu chronischen Organschäden führen.

Platz 2: Milchprodukte

Ein weitverbreiteter Irrglaube, der sich jedoch hartnäckig hält, ist der, dass Milch für Katzen eine Leckerei ist. Aufgrund des hohen Fettanteils übt Milch einen unwiderstehlichen Reiz auf sie aus, ist jedoch eher weniger für das Wohl des Tieres geeignet. Sobald Katzenwelpen nicht mehr bei ihrer Mutter Milch trinken, beginnt das Enzym, welches sie Laktose (Milchzucker) verdauen lässt, zu verschwinden.

Erwachsene Katzen sind laktoseintolerant, sodass Milch, Frischkäse oder Quark für sie Tabu ist. Lediglich lange gereifte Käsesorten könnten ihnen bekömmlich sein, da sich bei diesen im Laufe des Reifeprozesses die enthaltene Laktose zersetzt.

Platz 3: Kakao

Kakaobohnen enthalten die Substanz Theobromin. Dieses Alkaloid kommt auch in Kaffee, Grünem Tee und Schwarztee vor. Während sich dieser problematische Inhaltsstoff für Tierbesitzer sogar positiv auf die Gesundheit auswirkt, können Kakao und Schokolade für Katzen zu einer Gefahr werden: Ihr Nervensystem reagiert deutlich empfindlicher auf die stimulierende Wirkung von Theobromin.

Aufgrund des höheren Kakao-Anteils sind insbesondere Bitterschokolade und Zartbitterschokolade für die Katze giftig. Da Milchschokolade weniger Theobromin enthält, ist das Risiko zwar geringer, allerdings drohen dennoch toxische Nebenwirkungen.

Toxische Dosis

Bei jungen und kleineren Katzen können bereits wenige Schokoladenstücke zum Tod führen. Ab einer Menge von 200 mg Theobromin pro Kilogramm Körpergewicht entfaltet das Alkaloid seine toxische Wirkung.

Vergiftungssymptome

Nascht die Katze unbeobachtet an Schokolade, Pralinen und Co., kommt es häufig zu Verdauungsstörungen und Krämpfen. Durch Erbrechen können sich die Vergiftungssymptome auf Muskelzittern beschränken: Da der unerwünschte Stoff ausgeschieden wird, sinkt das Risiko lebensbedrohlicher Nebenwirkungen. Gelangen hingegen größere Mengen an Theobromin in die Leber, werden vermehrt Stresshormone wie Adrenalin ausgeschüttet. Die unerwünschte Folge: Es kann es zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen und Herzversagen kommen.

Platz 4: Rohes oder geräuchertes Schweinefleisch

Da das Fleisch von Schweinen und Wildschweinen von speziellen Herpesviren befallen sein kann, ist es für alle Katzen in roher oder geräucherter Form absolut tabu. Die daraus resultierende Infektionskrankheit Pseudowut (Aujeszkysche Krankheit) ist höchst riskant.

Toxische Dosis

Es reichen bereits kleine Mengen an rohem, infektiösem Schweinefleisch aus, um die Katze zu vergiften. Geräuchertes Schweinefleisch gehört ebenfalls nicht in einen Katzennapf, da die niedrige Temperatur während der Reifung nicht ausreicht, die Viren abzutöten.

Vergiftungssymptome

Im Gegensatz zu Schweinen, für die eine Virus-Infektion weniger problematisch ist, entzünden sich das Gehirn und Rückenmark der Katze, was im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.

Auch interessant: Ist das Barfen der Katze artgerecht – oder birgt es auch Risiken?

Platz 5: Zitrusfrüchte

Zitrusfrüchte sind für Katzen sehr gefährlich. Sie enthaltenen ätherische Öle, die für den Menschen angenehm riechen und den Appetit anregen, die für Katzen jedoch absolut tabu sind. Die meisten Zitrusfrüchte enthalten zusätzlich sehr viel Säure, die den Magen der Vierbeiner reizen, und zu Verdauungsproblemen wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall führen kann.

Vergiftungssymptome

Gelangen die ätherischen Öle der Zitrusschale in den Verdauungstrakt einer Katze, kann dies nicht nur zu Reizungen der Schleimhäute führen, sondern im schlimmsten Fall auch zu Schädigungen des zentralen Nervensystems. Zum Glück reagieren die meisten Katzen sehr stark auf die Gerüche von Zitrusfrüchten und übergeben sich meist schon, wenn sie diese erschnuppern.

Vorsicht ist jedoch immer geboten und sollte die Katze doch mal an einer Mandarine knabbern, lässt sich ein Tierarztbesuch nicht umgehen.

Platz 6: Avocado – Fruchtfleisch und Kern sind tabu!

Während das an Omega-3-Fettsäuren reiche Fruchtfleisch von Avocados für Tierbesitzer ohne Frage ein gesunder, nährstoffreicher Snack ist, sollten Katzen nicht von Guacamole und Co. naschen. Nehmen die Tiere größere Mengen des vor allem in der Schale und dem Kern enthaltenen Inhaltsstoffs Persin auf, drohen toxische Effekte. In der Folge kann es zu Verdauungsstörungen und einer sogenannten Myokarddegeneration (Herzmuskelzerstörung) kommen. Gleiches gilt für eine Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse).

Vom Avocadokern geht ein zusätzliches Risiko aus. Sollte der Kern oder Teile davon verschluckt werden, besteht das Risiko eines tödlich endenden Darmverschlusses und anderer Stoffwechselstörungen.

Platz 7: Koffein aus Kaffee, Tee und Co.

Auch koffeinhaltige Getränke stellen ein gesundheitliches Risiko für Katzen dar. Während ein heiß aufgebrühter Kaffee die Katze vermutlich eher abschreckt, kann ein abgekühlter Tee oder kalter Kaffee zur Gefahr für ein durstiges Tier werden.

Toxische Dosis

Als tödlich gilt eine Dosis von circa 80 mg Koffein pro Kilogramm Körpergewicht. Bei geringeren Mengen sollte jedoch auch ein Tierarzt aufgesucht werden, um auf Nummer sicher zu gehen.

Vergiftungssymptome

Hat die Katze heimlich aus der Kaffeetasse getrunken, treten vor allem Anzeichen von Unruhe wie Nervosität, Muskelzittern und Herzrasen auf. Bei größeren Dosen kann es zu Herzrhythmusstörungen und zum Tod durch Herzversagen kommen.

Platz 8: Hefeteig – vor allem roh gefährlich

Vermutlich kann sich noch so mancher Katzenbesitzer an die Bauchschmerzen erinnern, nachdem er in seiner Kindheit großzügig vom rohen Hefeteig genascht hat. Doch während diese Erfahrung für uns Tierliebhaber zwar unangenehm, aber nicht gefährlich ist, kann frischer Hefeteig für Katzen schnell riskant werden.

Erreicht der gärende Teig den Magen, sorgt das feuchtwarme Milieu dort dafür, dass sich die Hefepilze optimal vermehren können. Dabei wird reichlich Kohlendioxid freigesetzt, was dem Teig guttut, dem geliebten Kater allerdings nicht.

In leichteren Fällen leiden Katzen nach dem Futtern von Hefeteig unter vorübergehenden Magenschmerzen. Die sich ausdehnende Teigmasse kann jedoch dazu führen, dass die Magenwand überdehnt wird. Der Versuch der Katze, sich zu übergeben, ist für das Tier sehr anstrengend: Der zähe Nahrungsbrei lässt sich nur durch starke Kontraktion und Würgen in Richtung Maul transportieren.

Je nach Menge des Teiges und der Größe der Katze ergibt sich ein weiteres Gesundheitsrisiko: Der sich weiter ausdehnende Hefeteig drückt auf das Zwerchfell und kann die Atmung erheblich erschweren.

Platz 9: Weintrauben & Rosinen

Weintrauben und Rosinen stellen ebenfalls eine potenzielle Gefahr für Katzen dar. Der Grund für die toxische Wirkung, die auch bei Hunden beobachtet wird, ist noch unklar. Vermutlich handelt es sich um eine spezielle Veranlagung, die nicht jede Katze betrifft.

Vergiftungssymptome

Nascht die Katze ein paar Rosinen, kommt es im Laufe der nächsten Stunden zu Verdauungsstörungen, die sich in Form von Erbrechen und Durchfall oder auch Appetitlosigkeit zeigen. Höhere Dosen können sogar zu einem tödlichen Ausgang in Folge von Nierenversagen führen.

Auch interessant: Nass- oder Trockenfutter für Katzen – was ist besser?

Platz 10: Zwiebeln und Knoblauch

Neben Zwiebeln gehören auch Knoblauch, Porree, Schnittlauch und Lauchzwiebeln zu den Lebensmitteln, die nichts im Napf einer Katze zu suchen haben. Die Inhaltsstoffe sorgen für eine sogenannte Hämolyse: Es kommt zur Auflösung der roten Blutkörperchen.

Toxische Dosis

Bereits 5 Gramm Zwiebeln pro Kilogramm „Katzengewicht“ können Vergiftungserscheinungen auslösen.

Vergiftungssymptome

Zunächst sorgen die in Zwiebelgewächsen enthaltenen Sulfide für Verdauungsstörungen wie Durchfall und Erbrechen. Bei höheren Dosen können Appetitlosigkeit, blutiges Urinieren und eine allgemeine Schwächung dazukommen. Im weiteren Verlauf sind eine beschleunigte Atem- und Herzfrequenz typisch.

Achtung: Frisst die Katze regelmäßig größere Mengen an Zwiebeln und Co., kann es sogar zum Tod kommen. Eine akute Vergiftung kann ebenfalls tödlich enden.

Platz 11: Leber

Kleinere Mengen an Leber sind in der Regel für Katzen unproblematisch. Dennoch stellt der Verzehr von Innereien sowohl für Menschen als auch für Katzen eine potenzielle Gefahr für die Gesundheit dar. Die Leber kann als zentrales Stoffwechselorgan mit Schadstoffen belastet sein. Insbesondere bei Produkten aus der Massentierhaltung ist daher Vorsicht geboten. Echte Tierfreunde, die auch über den „Napfrand“ ihrer Katze schauen, sollten ihrer Katze Leber allenfalls selten in geringer Menge in Bio-Qualität anbieten.

Bezüglich der Verträglichkeit von Leber gibt es ein weiteres Problem, da sie reich an Vitamin A ist. Das eigentlich gesunde Antioxidans ist fettlöslich und kann sich bei häufiger Fütterung in zu hoher Dosierung im Körper der Katze anreichern und zu einer Vitamin-A-Vergiftung führen.

Vergiftungssymptome

Wird Leber über einen längeren Zeitraum in größeren Mengen verfüttert, zeigt sich eine Vitamin-A-Vergiftung meist, wenn die Katze beginnt zu lahmen. Das Knochensystem von Kater und Co. ist vor allem von der Vergiftung betroffen, weshalb es auch zu bleibenden Fehlbildungen an der Wirbelsäule oder übermäßigem Wachstum anderer Knochen kommen kann.

Platz 12: Thunfisch

Dass Thunfisch es noch auf Platz 12 dieser Liste geschafft hat, kommt nicht von ungefähr. Für die meisten Katzen ist der leckere Fisch ein Grund, vor Freude auszuflippen, sobald er in ihrem Napf landet. Da dieser Raubfisch allerdings häufig mit Quecksilber belastet ist, sollten Tierbesitzer jedoch zurückhaltend beim Füttern sein. Als giftig gilt bereits eine Menge von ca. 100 Gramm mit Quecksilber belastetem Fisch.

Des Weiteren sollte in Öl eingelegter Thunfisch nicht verfüttert werden, jedoch kann Dosen-Thunfisch im eigenen Saft hin und wieder zum aromatischen Aufpeppen des konventionellen Katzenfutters verwendet werden. Vor allem Katzen, die alters- oder krankheitsbedingt kaum Appetit haben, können so zum Futtern motiviert werden.

Tipp: Um die Aufnahme größerer Mengen an Salz zu verhindern, kann man die Flüssigkeit abgießen, den Fisch mit klarem Wasser nachspülen und den Thunfisch unter das Nassfutter rühren. Mit einem großen Schuss Wasser wird die „Bouillabaisse“ zu einem gelegentlichen Festtagsschmaus.

Weitere für Katzen ungeeignete Lebensmittel

Es gibt noch zahlreiche andere Lebensmittel, die der Gesundheit von Katzen schaden können und über die auch Freigänger in der Natur stolpern könnten. Nicht alle der genannten Nahrungsmittel sind toxisch, sollten Katzen aber dennoch nicht angeboten werden.

  • Spinat & Rhabarber
  • Rüben
  • Birkenzucker (Xylit)
  • Brot
  • grüne Tomaten
  • rohe Gartenbohnen
  • grüne & keimende Kartoffeln
  • größere Salzmengen
  • Kerne von Kernobst (z. B. Aprikosen, Kirschen oder Pflaumen)

Hinweis: Diese Übersicht nennt zahlreiche ungeeignete Lebensmittel für Katzen, hat jedoch keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Informieren Sie sich bei Unsicherheit beim Tierarzt Ihres Vertrauens.

Quellen

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