3. September 2025, 15:17 Uhr | Lesezeit: 6 Minuten
Endlich ist es soweit – einer der beliebtesten Podcasts ist aus der Sommerpause zurück. Der „Gemischtes Hack“-Podcast besteht aus dem Duo Comedian Felix Lobrecht und dem (noch nicht) Buchautor, Moderator und Comedy-Autor Tommi Schmitt. Meistens sind die Gespräche eine Wundertüte aus ausführlichen Diskussionen, großen Fragen, manchmal auch Kontroversen und amüsanten Beobachtungen oder Erlebnissen. In der ersten Folge nach der Sommerpause berichtet Tommi von einem etwas merkwürdigen Sommerhighlight – dem Tauben-Drama.
Von Taube heimgesucht und Vater geworden
Direkt in der ersten Folge nach der Pause, mit dem aufschlussreichen Namen „I-Pünktelchen“, dreht das Männer-Duo vom Podcast „Gemischtes Hack“ wieder voll auf. Auf die Frage, wie Tommis Sommer gewesen sei, berichtet dieser über den Einzug eines ungewöhnlichen Mitbewohners – eines Taubenweibchens: Ende Mai legte sich Tommi eine neue Balkonpflanze zu. Um welche Art Pflanze es sich handelte, hat er nicht verraten – die wichtige Information war: Nadelpflanze mit breitem und flachem Wuchs. Das neue Gewächs kam unerwarteterweise bei den Berliner Tauben gut an. „Ja, nicht schlecht, so flach hier, gefällt mir“, scherzte Tommi über die Vögel.
Zwei „granatenhässliche“ Taubenbabys
Erfreut über den gefiederten Besuch in der Hauptstadtwohnung, bewies Tommi Gastfreundschaft und stellte den Vögeln Körner und Wasser bereit. Lachend unterbrach Felix ihn an der Stelle: „Kann jetzt schon sagen, wie die Geschichte ausgeht.“ Und mit dieser Vorahnung sollte er Recht behalten, denn eine Taube nahm das Angebot besonders gut an.
Nichtsahnend war Tommi für ein bis zwei Wochen andernorts beschäftigt. Als er wieder da war, erblickte er: „ein Taubenhaus … nach allen Regeln der Kunst“ auf seiner Pflanze. Aus dem Nest starrt ihn die Taube an mit einer Attitüde von: „Was willst du denn hier? Ich wohne hier!“, erzählt der Comedy-Autor.
So brütete also eine Taube auf dem Balkon des Podcast-Stars. Tommi stellte sich dabei zurecht die Frage: „Was mach’ ich jetzt?“. Nach einer kleinen Recherche kam er zu zwei Erkenntnissen: Das ist eine Wildtaube, die darf man nicht entfernen, „sonst kommt die Taubenpolizei, so ’ne Taube mit ’nem kleinen Blaulicht auf dem Kopf“, scherzten die beiden Podcaster. Weiter berichtet Tommi, er sei wenig später in den Urlaub geflogen. Als er wieder heimkehrte, wurde er mit „granatenhässlichen Babytauben“ überrascht. Nach einiger Zeit verließen sie ihr Nest. Für Tommi fühlte es sich fast so an, als hätte er die Tauben aufgezogen.
„Geh nicht an meine Eier“
Das ist bei Weitem nicht die erste ulkige Tiergeschichte in dem Podcast. Tommis Tauben-Spektakel ist damit Teil einer ganzen Serie an verrückten Vogelbegegnungen. Denn nicht nur die Taubenbabys sorgten für Aufsehen, sondern auch das Verhalten des Taubenweibchens. So erzählt Tommi, er habe einen Moment abgepasst, als sie das Nest verlassen hatte, um seine Pflanze zu gießen. Vorsichtig tastete er sich an das Nadelgewächs mit dem Nest heran. Zu dem Zeitpunkt wusste er noch nichts von dem Glück der Taube und staunte nicht schlecht, als er zwei kleine Taubeneier im Nest eingebettet sah. Als er daraufhin seinen Blick über die Baumkronen schweifen ließ, stellte er fest, dass er ununterbrochen von der werdenden Taubenmutter angestarrt wurde. Ganz nach dem Motto: „Geh nicht an meine Eier!“
Vogelinvasion bei Felix Lobrecht
Auch Felix hat einige Vogel-Erlebnisse auf Lager. Zweimal hatten ihn schon Vögel besucht: einmal in seiner Wohnung in Berlin und ein weiteres Mal in einer WG in Marburg. An die Geschichte aus Marburg kann er sich gut erinnern. Damals ist er von wildem Geflatter wach geworden und hat schnell schalten können. Warum da jetzt ein Vogel sich in sein Zimmer verirrt hatte, hinterfragte er nicht – dafür war keine Zeit. Er ging zu seinem menschlichen Mitbewohner Johnny, der sich ohne weitere Nachfragen um das Tier kümmerte und mit den Worten „Alles klar, der Vogel ist wieder raus“ befreite.
Übrigens: Was zu tun ist, wenn sich ein Wildvogel in die Wohnung verirrt, erklären Ihnen die Kollegen von MyHOMEBOOK in diesem Artikel.
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Wie erkennt man verschiedene Taubenarten?
„Die Ratten der Lüfte“ nennt man sie. Tauben gelten als dreckig, man unterstellt ihnen, voller Krankheitserreger zu sein. Dass da gar nicht so viel Substanz hintersteckt, erklärt PETBOOK in diesem Artikel: Vom tierfreundlichen Umgang mit Stadttauben. Sie sind ziemlich intelligente und vielfältige Tiere. Insgesamt gibt es auf der Welt rund 300 verschiedene Taubenarten. In den Städten leben weltweit rund 500 Millionen Tauben – es lohnt sich also, einige von ihnen unterscheiden zu können.
Die geläufigste Taubenart in Deutschland ist die Straßentaube, auch bekannt als Haus- oder Stadttaube. Ihre Federn gibt es in zahlreichen Farben, meistens sind sie allerdings grau. Klassisch für eine Stadttaube ist der in Grün-, Lila- und Rosatönen schimmernde Hals.
Fast so populär wie die Stadttaube ist die Ringeltaube. Erkennbar ist diese an ihrem namengebenden weißen Halsringel. Ansonsten ist sie der Stadttaube optisch ziemlich ähnlich. Eine weitere im Bunde ist die Hohltaube. Eigentlich trifft man sie vermehrt in den Wäldern an – mittlerweile aber auch in Ortschaften. Im Gegensatz zu ihren Artgenossen hat sie ein einheitlicheres graues Federgewand mit grün schimmerndem Nackenfleck und tief dunklen Augen. Es gibt noch eine Menge an anderen Taubenarten, diese leben aber vermehrt in Wäldern. 1, 2, 3
Darf man Taubennester entfernen?
Im Sommer kann es vermehrt zu Nestbauvorfällen, wie bei Tommi kommen. Falls Sie auch mal einen unerwarteten Mitbewohner bekommen, gibt es einige Dinge zu beachten, bevor Sie handeln. Wichtig: Alle Tauben unterliegen den von der EU erhobenen Vogelschutzrichtlinien. Das heißt, dass sowohl ihre Nester, als auch ihre Eier und Küken unter Schutz stehen. Man sollte also keine Nester oder Küken entfernen – selbst schädlingsbekämpfende Maßnahmen dürfen nur mit amtlicher Zustimmung durch professionelle Firmen ergriffen werden.
Wenn Sie ein Nest auf dem Balkon haben, sollten Sie zunächst die Art der Taube bestimmen. Bei Wildtauben wie der Ringeltaube gilt: Die Tauben, Nester, Eier und Küken bloß in Ruhe lassen. Wer dennoch Eier entfernt oder das Nest beschädigt, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.
Bei Stadttauben sieht es anders aus: Im Rahmen ihrer Zucht wurde ihnen ein Fortpflanzungsdrang angezüchtet. Da es in der Stadt allerdings keine artgerechten Lebensräume dafür gibt, ist eine sogenannte tierschutzgerechte Fortpflanzungsregulation möglich. Hierfür können Taubeneier gegen Gipseier ausgetauscht werden.4
