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PETBOOK-Ranking

Das sind die 8 gruseligsten Tiefseefische

Hochflossen-Eidechsenfisch
Dieser Hochflossen-Eidechsenfisch wurde im Ozean vor Australien entdeckt. Seine scharfen Zähne und die blasse Haut machen ihn zu einem der gruseligsten Tiefseefische Foto: Ben Healley / Museums Victoria
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Ninja Sinke Autorin

2. Juni 2026, 6:10 Uhr | Lesezeit: 7 Minuten

Es gibt sie in allen vorstellbaren Formen und Größen. Lichtorgane oder Köder und vor allem spitze Zähne in großer Menge dürfen bei ihnen nicht fehlen: Tiefseefische. Werden diese Fische aus den Tiefen der Ozeane hinaufgebracht, offenbaren sie ihr oft schauriges Aussehen. PETBOOK zeigt eine Übersicht der gruseligsten Tiefseebewohner.

Tiefseefische, die uns zum Schaudern bringen

Tiefseefische leben im Ozean in bis zu 5000 Metern unterhalb der Wasseroberfläche. Ihr Lebensraum ist dunkel, kalt und es herrscht hoher Druck. An diese extremen Bedingungen haben sich die Fische jedoch perfekt angepasst. Dies hat auch ihr vergleichsweise ungewohntes Aussehen zur Folge. In der Tiefsee ist eine gewaltige Artenvielfalt zu finden, wenn man sich dorthin wagt. Werden diese Fische angestrahlt oder an die Meeresoberfläche gebracht, gruselt es die eine oder andere Person jedoch gewaltig.

Selbst heute ist die Tiefsee weitaus weniger erforscht, als viele Menschen es vermuten würden. Denn 80 Prozent des Ozeans bleiben unerforscht, das schreiben auch die „Museums Victoria“. Es ist daher nicht verwunderlich, dass eine Expedition vor der Weihnachtsinsel und den Kokosinseln (Keelinginseln) im Indischen Ozean dieses Jahr bisher nicht bekannte Arten zum Vorschein gebracht hat. PETBOOK stellt eine Auswahl der gruseligsten Tiefseefische vor – sowohl bekannte als auch bisher unbekannte Arten.

1. Fangzähner

Der Fangzähner Tiefseefisch
Der Fangzähner hat wahrhaftig gruselige, lange Zähne. Glücklicherweise wird der Fisch nur um die 15 Zentimeter lang Foto: picture-alliance / OKAPIA KG, Germany | David Wrobel

Einer der gruseligsten Tiefseefische ist der Fangzähner (Anoplogaster cornuta fangtooth), auch Fangzahnfisch genannt. Der Fisch hat nicht nur einen großen Kopf, sondern auch ein gewaltiges Maul. Darin befinden sich bis zu 17 Zentimeter lange Zähne, mit denen der Fisch seine Beute schnappen kann. Diese Fangzähne sind die längsten des Ozeans, erklärt die „BBC“ in einem YouTube-Video. Schließt dieser Tiefseefisch sein Maul, versteckt er seine vier Fangzähne in zwei Hohltaschen neben seinem Gehirn. Der Lebensraum des Fangzähners befindet sich in Tiefen von 500 bis 2000 Metern. Einige Exemplare wurden jedoch auch in bis zu 5000 Metern Tiefe entdeckt, erklärt das „Australische Museum“.

2. Koboldhai

Koboldhai Nasenhai gruselige Tiefseebewohner
Der Koboldhai ist mit seiner vorspringenden Stirn einer der gruseligsten Tiefseefische. Es kommt vor, dass sich die Haie in Fischereinetzen verfangen und sterben, wenn sie nach oben gezogen werden (Dieses Bild zeigt den Kadaver eines Koboldhais) Foto: iStock/ George Melin

Ein weiterer Tiefseebewohner ist der Koboldhai (Mitsukurina owstoni). Er wird aufgrund seiner auffällig vorspringenden Stirn, die an eine Nase erinnert, auch als Nasenhai bezeichnet. Das Schaurige an diesem Tiefseefisch: Er kann seine Kiefer vorstülpen und mithilfe seiner nadelförmigen Zähnen blitzschnell Beute verschlingen. Diese Haiart soll bis zu sechs Meter lang werden können und in mehr als 1000 Metern Tiefe leben, beschreibt das Online-Lexikon „Spektrum“. Damit ist der Hai im Vergleich zu anderen Tiefseefischen riesig. Über seine Verbreitung ist wenig bekannt, jedoch sollen Exemplare des Koboldhais in allen drei Weltmeeren gefangen worden sein.

3. Tiefsee-Anglerfisch

Anglerfisch
Bei Anglerfischen sind die Männchen sehr viel kleiner als die Weibchen. Dieses Anglerfischmännchen ist nur 50 Millimeter groß. Foto: picture alliance / dpa | Theodore W. Pietsch

Von einem großen Tiefseebewohner zum deutlich kleineren Tiefsee-Anglerfisch (Ceratioidei). Die Tiefseeangler kommen in allen Ozeanen der Erde vor. Ihr Lebensraum beginnt in 300 Meter Tiefe und reicht bis zu 4000 Meter herab. Von diesen für Fische untypisch geformten Tieren gibt es über 100 Arten, sie haben einen verhältnismäßig großen Kopf und spitze Zähnen. Der Körper der Tiefseeangler ist plump und schuppenlos. Ihr Aussehen reicht aus, um sie zu den gruseligsten Tiefseefischen zu zählen, bizarr ist jedoch auch ihr Paarungsverhalten.

4. Hochflossen-Eidechsenfisch

Hochflossen-Eidechsenfisch
Der Hochflossen-Eidechsenfisch sieht mit seiner weißen Haut aus wie ein Gespenst Foto: Ben Healley / Museums Victoria

Der Hochflossen-Eidechsenfisch (Bathysaurus mollis) fällt mit seinem Maul voller spitzer Zähne auf. Sein Körper ist weiß und zum Teil fast durchscheinend. In der Mitteilung zu der dieses Jahr stattgefundenen Expedition im Meeresgebiet der Weihnachtsinsel und der Kokosinseln (Keelinginseln) wird beschrieben, dieser Fisch sei ein besonders gefräßiger Tiefseeräuber.

Ebenfalls interessant: Hochflossen-Eidechsenfische sollen zu einer Gruppe von Fischen gehören, die sowohl männliches als auch weibliches Fortpflanzungsgewebe besitzen. Sie werden daher auch als Simultanzwitter bezeichnet. Der Lebensraum dieser Tiefseefische befindet sich meist in Tiefen von mindestens 2000 Metern im Westen und Süden des australischen Kontinents, beschreibt der „Atlas of Living Australia“.

5. Viperfisch

Barten-Drachenfisch gruseligste Tiefseefische
Diese Nahaufnahme zeigt einen Viperfisch. Der Fisch gehört mit seinen Fangzähnen definitiv zu den gruseligsten Tiefseefischen Foto: Robert French / Museums Victoria

Ein Beutegreifer der Tiefsee ist der Viperfisch (Chauliodus), der zur Gattung der Barten-Drachenfische gehört. Die Bezeichnung Chauliodus bedeutet so viel wie „Hauzähner“ und geht auf seine langen, spitzen Fangzähne zurück. Seine silbernen Augen sind verhältnismäßig groß für seinen Kopf und schauen durch seine Zähne hindurch. Mit seinen Augen, die an die extreme Dunkelheit der Tiefe gewöhnt sind, nimmt der Fisch seine Beutetiere wahr, bevor er – einer der gruseligsten Tiefseebewohner – zuschlägt.

Viperfisch
Der Viperfisch, hier eine Gesamtansicht eines Sloane Viperfischs (Chauliodus sloani), lockt mit seinen Leuchtorganen an Körper und Flosse Beute an Foto: Ben Healley / Museums Victoria

Beschrieben werden diese Fische meist als leuchtende Raubtiere der Tiefsee. Grund dafür ist der lang gestreckte Körper dieser Fische, der mit Leuchtorganen besetzt ist, wie auch das „Australian Museum“ schreibt. Manche Arten dieser Fische sollen bis zu 1500 Leuchtorgane im Körper tragen. Bei Berührung eines lebendigen Viperfischs soll sein ganzer Körper in einem pulsierenden Licht erstrahlen.

6. Blinder Aal

Neue Art des Blinden Aals entdeckt gruselige Tiefseefische
Diese von australischen Forschern neu entdeckte Art eines blinden Aals hat eine gallertartige Haut Foto: Ben Healley / Museums Victoria

Aale sind schlangenförmige Knochenfische. Diese Art eines blinden Aals (Sciadonus) soll der Wissenschaft bisher unbekannt gewesen sein. Die Augen dieses Tiefseefischs sind schlecht entwickelt und sein Körper fällt aufgrund seiner lockeren, transparenten und gallertartigen Haut besonders ins Auge. Dieses Exemplar wurde im Rahmen der dieses Jahr im Indischen Ozean stattgefundenen Expedition in einer Wassertiefe von 5000 Metern gefunden. Ein weiterer ungewöhnlicher Fakt über diesen blinden Aal: die Weibchen sollen lebende Jungen zur Welt bringen, was für Fische ungewöhnlich ist.

Auch interessant: Rekord-Mondfisch wiegt so viel wie ein Nashorn

7. Meeraal

Meeraal Tiefseefische gruselig
Einer der gruseligsten Tiefseefische: diese neu entdeckte Art eines Meeraals Foto: Ben Healley / Museums Victoria

Beim ersten Blick auf dieses Tier fallen dem Betrachter unweigerlich die scharfen, sehr spitzen Zähne und die rot-bläuliche Färbung auf. Als einer der gruseligsten Tiefseefische soll dieser Meeraal (Congridae) ebenfalls eine bisher unbekannte Art sein. Er soll im Rahmen der diesjährigen Expedition im Indischen Ozean vor Westaustralien entdeckt worden sein.

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8. Pelikanaal

Es bleibt aalig. Der nächste gruselige Tiefseefisch mag im Gegensatz zu den anderen Tieren der Tiefsee weniger gruselig wirken. Der Pelikanaal (Eurypharynx pelecanoides) hat aber eine Besonderheit, die mehr als nur einzigartig ist. Schließlich kommt der Namensbezug zu dem Vogel mit dem großen Schnabel und dem Kehlsack nicht von ungefähr.

Der Pelikanaal wohnt in allen gemäßigten und tropischen Weltmeeren. Bis jetzt wurden nur 250 gefangene Tiere dokumentiert. Kein Wunder – denn dieser Aal lebt in Tiefen zwischen 500 und 7500 Metern. 1

Pelikanaal
Der Pelikanaal wird seinem Namensvetter mit seinem großen Maul ziemlich gerecht. Wenn es ganz aufgeklappt ist, ist es ein Viertel so groß, wie seine eigene Körperlänge. Foto: Getty Images / Dan Wright

Ein kleines Extra: Die Riesen-Oktopusse

Nicht nur Fische und Haie gehörten zu den furchteinflößendsten Jägern der Ozeane. Vor rund 72 bis 100 Millionen Jahren durchstreiften gigantische Oktopusse die Meere der Kreidezeit. Fossile Kieferfunde aus Japan und Kanada zeigen, dass Arten wie Nanaimoteuthis haggarti und Nanaimoteuthis jeletzkyi vermutlich bis zu 18,6 Meter lang werden konnten – und damit sogar einige der größten Meeressaurier übertrafen.2

Ihre kräftigen, aus Chitin bestehenden Kiefer waren in der Lage, harte Schalen und sogar Knochen zu zerbrechen. Abnutzungsspuren an den Fossilien deuten darauf hin, dass die Riesenkraken aktive Fleischfresser waren, die regelmäßig gepanzerte Beutetiere jagten und an der Spitze der Nahrungskette standen.

Zwar waren diese Giganten keine Bewohner der heutigen Tiefsee, doch mit einer Länge von bis zu 18,6 Metern und ihrer Stellung an der Spitze des marinen Nahrungsnetzes gehören sie zu den faszinierendsten und furchteinflößendsten Räubern der Erdgeschichte.

Quellen

  1. animalia.bio, „Pelikanaal“ (aufgerufen am 02.06.2026) ↩︎
  2. scinexx.de, „Riesen-Oktopusse beherrschten die Kreidezeitmeere“ (aufgerufen am 02.06.2026) ↩︎

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