Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für alle Tierbesitzer und -liebhaber
Fische Alle Themen
In Kalifornien

Gruselkreatur aus der Tiefsee am Strand angespült

Ein Tiefseefisch auf dem Strand
Passanten in Kalifornien staunten nicht schlecht, als sie auf diesen normalerweise in der Tiefsee lebenden Fisch stießen Foto: © California State Parks
Louisa Stoeffler
Redakteurin

18. Juni 2026, 15:35 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Im Oktober 2023 wurde an einem Strand in Kalifornien ein tiefschwarzer Fisch mit riesigem Maul und spitzen Zähnen gefunden. Was wie eine Szene aus einem Horrorfilm wirkte, war ein seltener Fund aus der Tiefsee. Normalerweise leben diese Tiere in mehreren Hundert Metern Tiefe, doch dieses Exemplar wurde bis an die Küste gespült. Fachleute nahmen den ungewöhnlichen Strandfund anschließend genauer unter die Lupe.

Gruselkreatur aus der Tiefsee hat keinen deutschen Namen

Was bereits am Anfang – ausgerechnet am Freitag, dem 13. Oktober 2023 – klar wurde, war, dass das Tier zu den Anglerfischen gehört. Der Fisch wurde am Strand des Nationalparks „Crystal Cove State Park“ in der Nähe von Laguna Beach im US-amerikanischen Bundesstaat Kalifornien angeschwemmt. Komischerweise ist das zu den Peitschenanglerfischen gehörende Tier nicht das erste Exemplar, das dort gesichtet wurde.

Die normalerweise in einer Meerestiefe zwischen 600 und 1000 Metern lebenden Fische wurden bereits 2021 das erste Mal dort beschrieben. Die spezielle Art Himantolophus sagamius, zu der die Gruselkreatur gehört, hat auf Deutsch keinen eigenen Namen. Aus dem Englischen übersetzt würde er jedoch „Pazifischer Football Fisch“ heißen, da seine Körperform ein wenig an das Aussehen eines American Footballs erinnert.

Auch interessant: Fischer holt unheimliche Kreatur aus der Tiefe – ist es eine unbekannte, neue Hai-Art?

Facebook Platzhalter
An dieser Stelle findest du Inhalte von Drittanbietern
Um mit Inhalten von Drittanbietern zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Football-Fisch ist auf vielfältige Arten gruselig

Doch nicht nur das Aussehen dieser Gruselkreatur ist furchteinflößend, auch ihre Jagdmethoden und Paarung klingen sehr nach einem Horrorfilm. Bereits nach dem ersten Fund 2021 berichteten Experten des Nationalparks auf Facebook über die Spezies. Die Wissenschaftler erkannten an dem Stängel, der zwischen ihren Augen aufragt, dass es sich in beiden Fällen um Weibchen handelte. Mithilfe der leuchtenden Spitze erzeugen ausschließlich diese nämlich Biolumineszenz – heißt: sie leuchten quasi im Dunkeln – um Beute in die Falle zu locken. Anschließend verschlingen die Tiere mit ihrem riesigen Maul und ihren scharfen, durchscheinenden Zähnen alles, was ihre eigene Körpergröße nicht überschreitet.

Allerdings schließt dies auch paarungswillige Exemplare ihrer eigenen Spezies ein. Denn die Weibchen sind 24-Mal größer als die Männchen, die bei dieser Art nur einen einzigen Zweck haben. Sie docken sich mit den Zähnen als „Fortpflanzungs-Parasit“ an die Weibchen an und werden von ihnen aufgezehrt, bis nur noch ihre Hoden für die Reproduktion übrig geblieben sind.

Warum die Tiefseefische wiederholt an diesem Strand angespült wurden, blieb unklar. Das kalifornische Amt für Fische und Wildtiere untersuchte das 2023 gefundene Exemplar und übergab es anschließend dem Naturkundemuseum von Los Angeles. Dort bleibt der seltene Fund erhalten und steht für weitere wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.