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Überblick

Diese Temperaturen brauchen Haustiere in der Wohnung

Getigerte Katze liegt auf Heizung
Im Winter brauchen Hunde und Katzen bestimmte Temperaturen. Diese Katze hat es sich auf der wärmenden Heizung bequem gemacht. Foto: Getty Images
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Porträt Manuela Bauer
Freie Autorin

19. Januar 2026, 11:35 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Wenn draußen eisige Temperaturen herrschen, wird nicht nur uns Menschen schnell kalt – auch unsere Haustiere spüren den Unterschied. Doch ab wann frieren Hund, Katze, Meerschweinchen oder Wellensittich eigentlich? Und wie warm sollte es in den eigenen vier Wänden sein, damit sich die tierischen Mitbewohner wirklich wohlfühlen? Die Antwort hängt stark von Art, Rasse, Fellbeschaffenheit und Gesundheitszustand ab – und überrascht mitunter.

Mit Bedacht heizen – und dabei die Bedürfnisse der Tiere im Blick behalten

In Zeiten steigender Energiepreise denken viele Menschen darüber nach, weniger zu heizen. Die Faustregel lautet: Jedes Grad weniger senkt die Heizkosten um rund sechs Prozent. Doch während Küche oder Schlafzimmer bei Menschen auch mit kühleren Temperaturen auskommen, sollten Haustierbesitzer genau hinschauen: Nicht jedes Tier verträgt Kälte gleich gut – besonders kranke oder ältere Tiere benötigen oft mehr Wärme. PETBOOK gibt einen Überblick, welche Temperaturen für verschiedene Haustierarten optimal sind.

Mehr Tipps rund um das Thema Heizen finden Sie auch bei myHOMEBOOK.

Wohlfühl-Temperaturen für Hunde: Diese Faktoren sind zu beachten

Die normale Körpertemperatur eines Hundes bewegt sich zwischen 38,3 und 39,2 Grad Celsius. Bei welchen Temperaturen er anfängt zu frieren, hängt von einigen Faktoren ab, weshalb man keine Pauschalempfehlung für die perfekte Raumtemperatur abgeben kann.1

Kleinere Rassen wie der Pinscher mit kurzem Fell und wenig Körperfett frieren in der Regel schneller. Je größer die Rasse, desto kältefester ist sie. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen. Dünne Rassen wie Galgos oder Windhunde frieren wesentlich schneller. Als grobe Orientierung gilt:2

  • Kurzes Fell: 18 bis 25 Grad Celsius
  • Langes Fell: 14 bis 23 Grad Celsius

Neben der Größe und der Rasse wirkt sich auch das Alter auf das Kälteempfinden aus. Welpen und Senioren frieren schneller. Ihnen kann man eine zusätzliche Decke ins Körbchen oder Hundebett legen.

Auch der Gesundheitszustand spielt eine Rolle, ob der Vierbeiner schnell friert. Hunde mit gesundheitlichen Beschwerden wie Herzproblemen, Arthritis und Gelenkbeschwerden sollten ihren Platz deshalb in der Nähe der Heizung haben.

So erkennen Sie, dass der Hund friert:

Hunde zeigen Kälte meist über ihre Körpersprache und ihr Verhalten. Achten Sie dabei auf folgende Signale:

  • verkrampfte, angespannte Haltung
  • Zittern
  • Unruhe
  • Winseln
  • Tiere wirken schläfrig oder antriebslos

Die ideale Raum-Temperatur für Katzen

Wie viel Kälte Katzen vertragen, ist wie beim Hund individuell: Die ideale Raumtemperatur für Kurzhaarkatzen bewegt sich zwischen 20 und 25 Grad Celsius. Bei Langhaarkatzen darf es etwas kühler sein, so fühlen sich diese zwischen 18 und 23 Grad Celsius am wohlsten. Ein Freigänger, der im Winter ein dichteres Fell hat und gesund ist, verträgt auch Werte von bis zu minus 20 Grad Celsius. Die meisten Katzen bevorzugen dann aber das kuschelige Plätzchen am Kachelofen.3

So erkennen Sie, dass die Katze friert:

  • Zusammenrollen
  • Fell aufplustern
  • Suche nach Wärme
  • Weniger Aktivität
  • Unruhe/Miauen

Ab wann wird es Kleintieren zu kalt?

Die Temperatur soll nicht nur für Hunde und Katzen stimmen, auch Kleintiere sollten nicht frieren. Nager haben zwar ein kuscheliges Fell, das sie vor Kälte schützt, doch auf bei ihnen gibt es Wohlfühlwerte.

Kaninchen

Kaninchen fühlen sich bei einer Temperatur von 15 bis 20 Grad Celsius am wohlsten. Handelt es sich um langhaarige Rassen, wie Löwenköpfchen und Rex-Kaninchen, sind sie etwas empfindlicher, da sie nicht so eine dichte Deckhaarschicht besitzen. Generell vertragen Kaninchen Kälte besser als Hitze.4

Meerschweinchen

Die Nager aus Südamerika fühlen sich bei 15 bis 20 Grad Celsius wohl. Falls sie im Freigehege leben, sollte die Temperatur nachts nicht unter 12 Grad Celsius liegen. Größere Probleme haben sie mit hohen Temperaturen. Ab 25 Grad Celsius fühlen sie sich unwohl und bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius droht ihnen ein Hitzschlag.5

Hamster

Hamster sind nachtaktiv und können nicht schwitzen, aber sie können frieren. In Europa heimische Goldhamster frieren bereits bei Temperaturen unter 18 Grad Celsius. Bei Zwerghamstern ist die Grenze bei 15 Grad Celsius erreicht. Diese Temperaturen sollten auch nicht unterschritten werden, sonst könnte der domestizierte Hamster in den Winterschlaf fallen. Am besten bietet man ihm zusätzliche Einstreu und anderes Material zum Auspolstern seines Schlafhäuschens an.6,7

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Allgemein gilt: Plustert Ihr Vogel sich auf, könnte das ein Signal sein, dass es ihm zu kalt ist.

Wellensittiche

Wellensittiche fühlen sich bei einer Temperatur zwischen 10 und 26 Grad Celsius am wohlsten und sind dann auch am aktivsten. Sie mögen keine starken Temperaturschwankungen und können sich bei zu langem Lüften im Winter auch erkälten. Deshalb sollte ihr Käfig an einem geschützten Platz stehen.8

Kanarienvögel

Kanarienvögel stammen aus wärmeren Gefilden. Dennoch kommen sie mit Kälte gut klar. Sie halten sogar Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius aus und können im Winter in einer Außenvoliere gehalten werden. Ihr dichtes Gefieder hält sie auch bei Minusgraden warm. Nur Zugluft sollten sie keine bekommen.

Nymphensittiche

Nymphensittiche mögen einen zugluftfreien Standort, wobei die optimale Wohlfühltemperatur zwischen 18 und 25 Grad Celsius liegt. Für die dunklere Jahreszeit gibt es übrigens UV-Vogellampen für ausreichend Tageslicht. Wie viel Strom diese zusätzlich benötigen, sollte man vorher abklären. 9,10

Fazit

Die meisten unserer Haustiere werden bei tieferen Temperaturen von ihrem kuscheligen Fell oder dem dichten Gefieder geschützt. Manche haben dichte Unterwolle, einige langes zotteliges Fell, andere brauchen wegen ihres kurzen Fells und dem geringen Körperfettanteil sogar ein schützendes Mäntelchen. Wie wir Menschen sind unsere Tiere Individuen mit unterschiedlichen Bedürfnissen – und das gilt auch für die optimale Raumtemperatur.

Quellen

  1. Haustier-news.de, „Hitze in der Wohnung: soviel verträgt der Hund“ (aufgerufen 19.01.2026) ↩︎
  2. Look-tierschutzverein.de, „Wann ist es zu kalt für deinen Hund?“ (aufgerufen 19.01.2026) ↩︎
  3. tractive.com, „Kältegrenzen für Katzen: Ab wann friert meine Katze?“ (aufgerufen 19.01.2026) ↩︎
  4. Einfachtierisch.de, „Kaninchen im Winter draußen halten: Wichtige Tipps“ (aufgerufen 19.01.2026) ↩︎
  5. Diebrain.de, „Außenhaltung von Meerschweinchen“ (aufgerufen 19.01.2026) ↩︎
  6. Haustierlino.de, „Können Hamster frieren? Diese 10 Dinge sind jetzt wichtig!“ (aufgerufen 19.01.2026) ↩︎
  7. Hamsterliebe.de, „Hamsterhaltung im Sommer und Winter“ (aufgerufen 19.01.2026) ↩︎
  8. Wellensittich-infoportal.de, „Welche Temperaturen halten Wellensittiche aus?“ (aufgerufen 19.01.2026) ↩︎
  9. Tierwelt.ch, „So kommen tropische Vögel durch den Winter“ (aufgerufen 19.01.2026) ↩︎
  10. Drta-archiv.de, „Nymphensittich“ (aufgerufen 19.01.2026) ↩︎

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