28. April 2026, 16:50 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
In Deutschland lebt beinahe in jedem zweiten Haushalt ein Tier. Insgesamt bereicherten 2025 rund 33,4 Millionen Hunde, Katzen, Kleintiere, Vögel und Co. das Leben. Auf Platz 1 sind nach wie vor unangefochten die Katzen. Der Heimtierreport 2025 belegt, dass die schnurrenden Vierbeiner wie schon im Vorjahr zu den beliebtesten Heimtieren zählen.
Die beliebtesten Heimtiere in Deutschland
Besonders verbreitet sind Haustiere in Familien, zeigt der Heimtierreport 2025 des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) und Industrieverbands Heimtierbedarf (IVH). In zwei von drei Haushalten mit Kindern lebt mindestens ein Tier. Doch auch viele Singles bleiben nicht allein. Durchschnittlich hält jeder Vierte von ihnen ein Haustier.
An der Spitze stehen weiterhin die Katzen. 2025 lebten rund 15,7 Millionen Stubentiger in deutschen Haushalten, oft sogar mehrere gleichzeitig. Auf Platz zwei folgen Hunde mit etwa 10 Millionen Tieren. Hinzu kommen rund 4,4 Millionen Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster sowie etwa 3,3 Millionen Ziervögel. Auch Aquarien und Terrarien sind weiterhin weitverbreitet.
Die Zahlen machen deutlich: Heimtiere sind längst kein Randthema mehr. Für Millionen Menschen gehören sie zum Leben dazu. Genau das spiegelt sich auch darin wider, wie viel Aufmerksamkeit und vor allem Geld ihnen gewidmet wird.
Viele Halter setzen auf mehrere Haustiere
Der Heimtierreport 2025 zeigt: Ein Haustier kommt in Deutschland selten allein. In 13 Prozent der Haushalte leben gleich mehrere Tierarten zusammen – häufig ein Hund und eine Katze oder zusätzliche Kleintiere. Gerade bei Katzenhaltern ist dieser Trend ausgeprägt. 43 Prozent von ihnen besitzen zwei oder mehr Tiere.
Bei einem Blick auf die Halter wird deutlich, dass Heimtiere kein Thema für eine bestimmte Altersgruppe sind. Besonders verbreitet sind Katzen, Hunde und Co. bei Menschen im mittleren Alter. Rund 19 Prozent sind zwischen 30 und 39, 18 Prozent zwischen 40 und 49 und 21 Prozent zwischen 50 und 59 Jahre alt.
Wo Haustierhalter laut Heimtierreport 2025 zuerst sparen
Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten blieb der Heimtiermarkt 2025 insgesamt stabil. Mit knapp 7 Milliarden Euro bewegte sich der Gesamtumsatz nahezu auf Vorjahresniveau. Doch ein genauer Blick zeigt, dass die Menschen ihr Geld anders ausgeben.
Besonders deutlich wird die Zurückhaltung beim Zubehör. Hier gingen die Umsätze im stationären Handel um rund 4,6 Prozent zurück. Vor allem größere Anschaffungen wie Hundezubehör, Gehege oder Volieren wurden häufiger verschoben.
In anderen Bereichen, wie Zubehör für Hunde, Katzen, Kleintiere oder Vögel, zeigt sich ein ähnliches Bild. Fast überall wurde weniger ausgegeben als im Jahr zuvor. Diese Zahlen legen nahe, dass viele Halter aktuell stärker abwägen, wofür sie Geld ausgeben und worauf sie eher verzichten können.
Katze weiterhin beliebtestes Haustier in Deutschland – doch auch Wachteln liegen im Trend
So viele Tiere lebten 2023 in Deutschlands Haushalten
Beim Futter hört die Sparsamkeit auf
Ganz anders sieht es bei der täglichen Versorgung aus. Während bei Extras gespart wird, blieb der Umsatz mit Heimtier-Fertignahrung 2025 nämlich nahezu stabil und konnte sogar ein leichtes Plus verzeichnen.
Die großen Gewinner: Katzen. Das Futter der schnurrenden Lieblinge lief weiter gut und bleibt der größte Bereich. Doch auch Hundesnacks konnten zulegen, während klassische Futterarten für die Vierbeiner eine Einbuße zeigten.
Warum vor allem Katzen 2025 profitierten
Die großen Gewinner waren laut dem Heimtierreport 2025 die Katzen. Kein Wunder, sind sie weiterhin das beliebteste Haustier. Dementsprechend bleibt auch der Markt für das Futter der schnurrenden Lieblinge weiterhin der größte Bereich. Allein im stationären Handel wurden damit gut 2,3 Milliarden Euro umgesetzt, was ein Plus von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Bei den Hunden zeigt sich hingegen ein gemischtes Bild. Während Hundesnacks um 2,1 Prozent auf 768 Millionen Euro zulegten, gingen die Umsätze bei klassischem Feucht- und Trockenfutter leicht zurück. Verluste mussten die Umsätze für Futter von Kleintieren, Ziervögeln oder Zierfischen sowie Wildvögeln verzeichnen.