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Ungewöhnliche Behaarung

Warum haben manche Pferde einen Schnurrbart?

Pferd mit Bart
Manche Pferde haben einen regelrechten Bart – doch was steckt dahinter? Foto: picture alliance | Rolf Poetsch
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Volontärin

13. Juni 2026, 12:17 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Dass sich Pferde in Bezug auf ihre Mähne oder Fellzeichnung deutlich unterscheiden können, ist bekannt. Doch manche Tiere fallen noch durch ein weiteres Merkmal auf: einen auffälligen „Schnurrbart“. Während eine üppige Mähne und ein voller Schweif bei vielen Pferderassen selbstverständlich sind, neigen bestimmte Rassen besonders dazu, zusätzlich diese markante Gesichtsbehaarung auszubilden. PETBOOK erklärt, warum manche Pferde einen Schnurrbart tragen.

Darum tragen manche Pferde einen Schnurrbart

Ein Schnurrbart bei Pferden ist kein gewöhnlicher Anblick. Denn während die meisten Rassen selbstverständlich ihre Tasthaare rund um die Nüstern tragen, kommt bei einigen noch eine ganze Menge Haare dazu.

Ob an der Unterlippe, rund um die Nüstern oder sogar unterhalb des Kinns: Besonders im Winter zeigt sich die Behaarung bzw. der Schnurrbart bei einigen Pferden durch das dichte Winterfell noch stärker. Dabei erfüllen sie, anders als vermutet, keine wichtige Funktion, da es sich hier nur um zusätzliches Haar handelt, keine Tasthaare.

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Diese Pferderassen neigen zu üppiger Gesichtsbehaarung

Besonders ausgeprägt ist die Behaarung bei bestimmten Pferderassen wie Tinkern (Irish Cob/ Gypsy Cob), Shire Horse, Friesen oder Norikern. Der Grund dahinter ist aber tatsächlich simpel. Der Bartwuchs ist genetisch bedingt und tritt vor allem bei kaltblütigen, robusten und sowieso eher stark behaarten Pferden auf.

Warum haben Pferde Haare an den Nüstern?

Die feinen Härchen rund um die Nüstern, aber auch an den Ohren und Augenlidern, sind hingegen deutlich wichtiger als der lustige Schnurrbart. Die sogenannten Tasthaare oder „Vibrissen“ erfüllen nämlich, ähnlich wie bei Katzen oder Hunden, eine wichtige Funktion: Sie sind mit zahlreichen Nervenenden verbunden und helfen dem Pferd dabei, sich besser zu orientieren, Futter zu erkennen und sich vor Hindernissen und Verletzungen zu schützen.Aus diesem Grund ist das Trimmen oder gar vollständige Entfernen dieser Haare in Deutschland seit 2021, zumindest im Turnierbereich, verboten.1

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Übrigens: Nicht nur Pferde tragen neben ihren lebenswichtigen Tasthaaren manchmal einen auffälligen Bart, auch bei anderen Tieren findet er sich wieder. Neben Ziegen zeigen sich so auch bei einigen Lamas und Affenarten, wie dem Kaiserschnurrbarttamarin, auffällige Bartvarianten.

Quellen

  1. perd-aktuell.de. Merkblatt zur LPO 2024 Tierschutz im Turniersport. (aufgerufen am 12.06.2026) ↩︎

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