5. Dezember 2025, 10:41 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Viele Menschen klagen über unruhigen Schlaf bei Vollmond. Aber wie ist das bei Haustieren wie Hund und Katze? Haben die Mondphasen auch auf ihr Verhalten einen Einfluss? Oder sollte man sich sogar nach der Mondkonstellation richten, wenn man seine Katze bürsten oder dem Hund die Krallen schneiden möchte? PETBOOK-Autorin Philine Ebert ist dieser Frage für Sie nachgegangen.
Mehr als nur Aberglaube?
Das klingt für den ein oder anderen vielleicht nach Aberglauben oder etwas spirituell. Aber wenn der Mond die Kraft hat, die Gezeiten wie Ebbe und Flut zu bestimmen, warum sollte er dann nicht auch Einfluss auf das Leben von Mensch und Tier haben? Nicht nur Menschen klagen über schlaflose Nächte bei Vollmond, sogar Insekten, Fische oder Zugvögel reagieren auf den Mondphasenwechsel.
In der Landwirtschaft wird sich noch heute auf die günstigen Tage für Viehaustrieb, Klauenpflege, Stallwechsel, Eingliederung in Herden, Parasitenbehandlung, Kastration oder das Absetzen von Kälbern gerichtet. Zugrunde liegen dafür Mondkalender oder der „Hundertjährige Kalender“, der auch das Wetter einbezieht.
Obwohl Mondkalender schon lange und in vielen Kulturen genutzt werden, gibt es bis heute keine wissenschaftlich belegten Beweise, dass der Mond wirklich Einfluss auf Tiere, Menschen oder Pflanzen hat.
Welchen Einfluss haben die Mondphasen auf Tiere?
Das klassische Beispiel, an das jeder denkt, ist die jammernde Katze auf der Mauer oder der heulende Wolf in einer hellen Vollmondnacht. Doch dass der Mond und seine Lichtintensität auch auf Tiere wirken, zeigen eindeutige Verhaltensveränderungen, wie Unruhe, gesteigerte Aktivität, verändertes Paarungsverhalten oder ein veränderter Schlaf-Wach-Rhythmus. Das Mondlicht ist auch der Grund, warum Fledermäuse und Raubtiere bei Vollmond weniger aktiv sind.
Viele Tierhalter, Tiertrainer oder Behandler berichten aber auch von einem positiven Einfluss des Mondes auf ihre Haustiere. Es gibt erstaunliche Auswirkungen auf viele Bereiche. Züchter berücksichtigen unter anderem die Mondphasen bei der Paarung ihrer Tiere. Viele Jäger richten sich bei der Jagd nach der Helligkeit des Mondes.
Bei Vollmond werden im Körper besondere Energien freigesetzt, warum besonders Katzen vermehrte Aktivität zeigen oder Hunde nachts vermehrt bellen und unruhiger sind als sonst. An etwa drei Vollmondtagen im Monat ist dieses Phänomen zu beobachten.
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Was ist ein Mondkalender?
Seit dem frühen Mittelalter gibt es tägliche Empfehlungen nach dem aktuellen Stand des Mondes für verschiedenste Lebensbereiche. Je nachdem, in welcher Position er gerade steht, soll er das Leben auf der Erde beeinflussen.
Ein Mondkalender, der auch Lunar oder Monatsregel genannt wird, zeigt täglich an, für welche Arbeiten oder Aktivitäten dieser Tag besonders geeignet ist und an dem die besten Ergebnisse erzielt werden können. Die Mondphasen haben nach alter Überlieferung erheblichen Einfluss auf Landwirtschaft, Garten, Pflanzen, Tiere und Menschen. Ob ein Tag gut geeignet ist, um umzutopfen, zu ernten, zu jagen, für die Fellpflege oder um Haare zu schneiden, hängt aber nicht nur von der jeweiligen Mondphase ab, sondern auch vom dazugehörigen Stand im Tierkreiszeichen.
Wie funktioniert ein Mondkalender?
Seit dem 19. Jahrhundert gibt es astrologische Mondkalender, in denen die vier Mondphasen (Neumond, zunehmender Mond, Vollmond und abnehmender Mond) den zwölf Tierkreiszeichen anhand der vier Elemente, Feuer, Erde, Wasser und Luft zugeordnet sind. Diese beeinflussen je nach Position die jeweilige Mondphase zusätzlich. Jeder Tag richtet sich also nach dem aktuellen Stand des Mondes und danach, in welchem Tierkreiszeichen er gerade steht.
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Günstige Tage für die Haustiergesundheit und Pflege
Wer die natürliche Rhythmik des Mondes nutzen möchte, kann die Gesundheit und Pflege seines Haustiers gezielt nach den Mondphasen ausrichten:
- Anschaffung eines Haustiers oder Umzug/Umgewöhnung: Bei Neumond
- Fell- und Krallenpflege: Bei abnehmendem Mond, Fell und Krallen wachsen langsamer und dichter nach, das Fell glänzt schöner (dies berichten hauptsächlich Hundefriseure).
- Medizinische Eingriffe: Tierheilpraktiker oder Tierärzte planen die Mondphasen bei planbaren Operationen ein, denn die Wundheilung oder Blutungsneigung kann ebenfalls damit zusammenhängen. Medizinisch notwendige Behandlungen oder Notfälle dürfen dadurch natürlich nicht verzögert werden.
- Entwurmung: günstig bei abnehmendem Mond
- Käfige von Haustieren reinigen: bei abnehmendem Mond
- Die natürliche Kraft des Körpers nutzen: bei Vollmond. Der Organismus kann jetzt verstärkt auf seine Reserven zugreifen.
- Enschlacken und entgiften: bei abnehmendem Mond. Einige Tierhalter richten sich sogar für die Gabe von Nahrungsergänzungsmitteln oder bestimmten Futtermitteln nach dem Mondkalender.
Mondkalender für Haustiere – Mythos oder Mehrwert?
Obwohl es bis heute keine wissenschaftlichen Beweise dafür gibt, dass die Mondphasen auch Einfluss auf unsere Haustiere haben, kann die Kraft des Mondes auch für diese genutzt werden. Wenn Katze oder Hund sensibel auf die Mondphasen reagieren, kann man sich als Halter darauf einstellen und sein Tier unterstützen. Und wenn sich der Mondkalender auch noch positiv auf die Gesundheit und Pflege auswirkt, ist es eine tolle Erfahrung. Probieren Sie es doch einfach mal aus!