31. Januar 2026, 16:03 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Wer einer Katze ein Zuhause geben möchte, steht oft vor der Frage: Reicht eine – oder sollte es gleich ein Duo sein? PETBOOK erklärt, was Katzenhalter wissen sollten, wenn sie über Mehrkatzenhaltung nachdenken.
Sind Katzen zu zweit glücklicher?
Die These, dass Hauskatzen prinzipiell Einzelgänger seien, gilt heute als überholt. Als Halter einer Einzelkatze muss man sich heute von manchen schon die Frage gefallen lassen: „Wie, du hältst nur eine Katze?“ Manche gehen sogar so weit, Einzelhaltung als tierschutzwidrig einzustufen.
Zwar gehen die kleinen Räuber lieber allein auf Beutezug, sind auf der Jagd also tatsächlich Einzeljäger. Doch wenn die Maus geschnappt und verspeist ist, kuscheln sich viele Katzen gerne an einen schnurrenden Kollegen. Katzen, die im Mehrkatzenhaushalt zusammenleben, putzen einander zudem häufig oder spielen miteinander.
Gerade in Wohnungshaltung kann ein Artgenosse glücklich machen
Insbesondere für Katzen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden, bringt der tierische Spielkamerad Abwechslung in den Alltag. Während Halter bei der Arbeit sind, können die Vierbeiner gemeinsam herumtoben – da hat Langeweile keine Chance.
Einzelkatzen dagegen können unter Umständen Verhaltensprobleme entwickeln und fangen womöglich an, am Sofa oder an der Tapete zu kratzen. Manche fühlen sich allein sogar so unwohl, dass sie apathisch oder unsauber werden. Viele Katzen sind also tatsächlich zu zweit glücklicher. 1,2
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Ist es also grundsätzlich besser, Katzen zu zweit zu halten?
Sie überlegen gerade, eine Katze anzuschaffen? Dann sollten Sie in Erwägung ziehen, gleich zweien ein Zuhause zu schenken. Denn wie bereits erwähnt, fühlen sich viele Katzen zu zweit wohler als allein – vor allem dann, wenn sie keinen Freigang bekommen. Dazu kommt: Die meisten Tierheime und auch viele Züchter vermitteln ihre Kätzchen nicht in Einzelhaltung. Gerade junge Tiere brauchen nämlich den Kontakt zu Artgenossen, um sich gesund entwickeln zu können und gut sozialisiert zu werden.
Haben Sie bereits eine Katze und überlegen, eine zweite aufzunehmen? Dann sieht die Sache etwas anders aus. Hat der „Einzelprinz“ oder die „Einzelprinzessin“ bereits lange allein gelebt und auch sonst keine Möglichkeit, anderen Katzen zu begegnen (etwa bei der täglichen Runde durch den Garten), kann es sein, dass sie inzwischen auf Katzengesellschaft lieber verzichtet. Zwei Katzen aneinander zu gewöhnen, erfordert viel Geduld und Fingerspitzengefühl – eine Erfolgsgarantie gibt es nicht.
Was man beachten sollte, wenn man eine Katze aus dem Tierheim adoptiert
Katzen vergesellschaften – mit diesen Tipps klappt’s
Gut beraten im Tierheim: Welche Katze passt zu mir?
Wer bewusst nur eine Katze halten möchte, ist im Tierheim gut beraten. Die Mitarbeiter kennen den Charakter ihrer Tiere meist sehr genau und können einschätzen, welche Katzen lieber ohne Artgenossen leben. Für ausgeprägte Einzelgänger wäre ein Zusammenleben mit einer zweiten Katze mit erheblichem Stress verbunden – für sie ist ein Einzelplatz die bessere Lösung.
Doch auch Interessierte, die über die Anschaffung einer weiteren Katze nachdenken, finden im Tierheim kompetente Unterstützung. Die Tierschützer beraten zur passenden Partnerwahl, geben wertvolle Hinweise zur Vergesellschaftung und ermöglichen zudem, das Tier wieder zurückzugeben, falls das Zusammenleben dauerhaft nicht funktioniert.
Was muss ich beachten, wenn ich zwei Katzen halten will?
Zwei Katzen zu halten, ist nicht viel aufwendiger, als eine Einzelkatze zu verwöhnen. Empfehlenswert ist es, zwei Wurfgeschwister aufzunehmen: Die Tiere kennen einander bereits und kommen in der Regel gut miteinander aus. Aber auch im Tierheim entstehen immer wieder enge Freundschaften unter Katzen, sodass diese dann nur noch paarweise vermittelt werden.
Schon gewusst? Ein Katzenduo benötigt stets eine Katzentoilette mehr, als Tiere im Haushalt sind. Die Faustformel für die minimale Kistchen-Anzahl im Mehrkatzenhaushalt lautet nämlich: Anzahl der Katzen plus eins. Und natürlich braucht jede Katze ihren eigenen Napf und ein kuscheliges Körbchen.
Handelt es sich um ein gemischtgeschlechtliches Pärchen, muss mindestens ein Tier kastriert werden, um unerwünschten Nachwuchs zu verhindern. Wenn Sie diese Tipps beherzigen, steht einem langen, glücklichen Katzenleben im Mehrkatzenhaushalt nichts mehr im Wege.