17. November 2025, 16:23 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Mit glitzernden Stickern, bunten Dosen im Comicstil und klarer Haltung mischt Strayz seit über fünf Jahren den Heimtiermarkt auf. Was verspielt aussieht, hat einen ernsten Kern: Jedes Produkt unterstützt Streuner weltweit mit Futterspenden. Die Social-Pet-Food-Brand wurde 2020 in Berlin gegründet. Im Interview halten die Gründerinnen Rückschau auf die ersten fünf Jahre ihrer Arbeit, Rückschläge und Erfolge, und verraten PETBOOK, wie es mit Strayz weitergehen soll.
Mit ihrer Futtermarke verbinden die Gründerinnen Madeline Metzsch und Saskia te Kaat Tierschutz mit hochwertiger Tiernahrung – und einer klaren Mission. „Ich hatte zuhause ein geliebtes Haustier – und gleichzeitig kämpfen weltweit Millionen Streuner ums Überleben“, erzählt Madeline im ersten Teil des PETBOOK-Interviews darüber, wie die Idee zu Strayz 2019 auf den Seychellen entstand. Als sie eine hochträchtige Straßenkatze rettete. „Da wurde mir das Leid dieser Tiere zum ersten Mal richtig bewusst.“
Zurück in Deutschland wurde aus dem emotionalen Erlebnis ein konkretes Geschäftsmodell. Nach dem Prinzip „Buy one, give one“ spendet Strayz bei jedem Kauf Futter an Streunerhilfeprojekte. Besonders wichtig sind dem Team dabei hochwertige Produkte mit möglichst wenig Tierleid und Transparenz: „Wenn wir das machen, dann nur in Bioqualität. Da wissen wir, dass die Haltungsbedingungen zumindest besser sind.“ Das Team verzichtet bewusst auf fragwürdige Zusatzstoffe und setzt auf offene Deklaration der Inhaltsstoffe.
Konsequente Linie und Kritik
Doch Strayz ist nicht nur bunt und transparent, sondern auch unbequem – besonders für etablierte Marken. Dass viele mit Aussagen wie ‚gut für die Gelenke‘ oder ‚fördert das Immunsystem‘ werben, halten sie für fragwürdig. Solche sogenannten „Health Claims“ sind laut EU-Verordnung nur erlaubt, wenn sie wissenschaftlich belegt und offiziell zugelassen sind.
Für ihre konsequente Linie mussten die Gründerinnen schon Kritik in Kauf nehmen: Eine erste Bewertung der „Stiftung Warentest“ fiel mit der Note „mangelhaft“ aus. Doch das Team nutzte die Gelegenheit zur Aufklärung und Weiterentwicklung ihrer Produktpalette. Wie sie auf die Kritik der Tester reagiert haben und was sich seitdem getan hat, verraten die Gründerinnen im zweiten Teil des großen PETBOOK-Interviews.
Bis heute unterstützt Strayz sechzehn Tierschutzvereine – bald soll ein siebzehnter hinzukommen. Die Organisationen werden gemeinsam mit der Community ausgewählt und nach strengen Kriterien geprüft. Das Ziel für die nächsten Jahre: „Wir müssen auf jeden Fall weiter wachsen, um noch mehr Tiere retten zu können.“