25. März 2026, 5:53 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Können Katzen schwimmen? Viele Katzen gelten als wasserscheu – doch stimmt das wirklich? Während einige Katzen schon beim kleinsten Wassertropfen zurückschrecken, zeigen andere sich deutlich weniger scheu. PETBOOK klärt, ob Katzen schwimmen können und was beim Kontakt mit Wasser zu beachten ist.
Warum mögen Katzen kein Wasser?
Die meisten Katzen machen einen großen Bogen um Wasser. Zwar sind Katzen von Natur aus neugierig, doch beim Thema Wasser hört der Entdeckerdrang bei manchen schnell auf. Das zeigt sich auch im Alltag: Bei Regen werden Freigänge auf das Nötigste reduziert, der Weg zurück ins Trockene ist dann meist der wichtigste. Auch ein Rasensprenger im Garten wird von vielen Katzen lieber weiträumig umgangen.
Typisch ist zudem ein Verhalten, das viele aus dem Internet kennen: Eine Katze balanciert neugierig am Rand einer Badewanne oder eines Pools, verliert plötzlich den Halt und landet im Wasser. Was folgt, ist pure Instinkthandlung – hektisches Paddeln und der schnelle Versuch, wieder festen Boden unter die Pfoten zu bekommen.1
Warum meiden Katzen Wasser, aber so strikt? Ein Grund dafür liegt im Fell der Katze. Es ist zwar dicht und schützt die Haut zeitweise vor Nässe. Wird es jedoch vollständig durchnässt, verliert es seine isolierende Wirkung – die Katze kühlt schneller aus und empfindet das als unangenehm. Gleichzeitig wird das Fell schwer, was die Beweglichkeit einschränkt und die Fluchtfähigkeit beeinträchtigen kann. Hinzu kommt, dass die Vorfahren der Hauskatzen aus eher trockenen Regionen stammen, in denen größere Wasserflächen kaum eine Rolle spielten. Der Kontakt mit Wasser ist daher kein natürlicher Bestandteil ihres Verhaltens. 2
Können Katzen schwimmen?
Obwohl viele Katzen ihre Pfote nicht freiwillig in einen See setzen würden, sind sie durchaus in der Lage dazu, zu schwimmen. Es gibt sogar einige Katzenrassen, die gerne mit Wasser spielen oder sogar baden gehen. Anatomisch gesehen, sind sie sogar gute Schwimmer. Langstrecken würden die Tiere trotzdem eher ungern zurücklegen.
Viele Katzenhalter werden sich jetzt aber zu Recht fragen, wie das zusammenpassen kann, dass Katzen gut schwimmen können, aber die meisten Tiere eher als wasserscheu empfunden werden?
Warum manche Katzen Wasser lieben – und andere es hassen
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Welche Katzen mögen Wasser?
Katzen können zwar schwimmen, doch ob sie Wasser mögen, hängt aber stark vom individuellen Tier ab. Ein wichtiger Faktor ist die Neugier. Tropfendes Wasser oder ein Rasensprenger wirken auf viele Katzen wie ein spannendes Spiel – allerdings nur, solange sie selbst entscheiden können, sich darauf einzulassen. Werden sie gedrängt, entsteht schnell Ablehnung.
Auch positive Erfahrungen, vor allem in jungen Jahren, spielen eine Rolle. Katzen, die früh spielerisch mit Wasser in Kontakt kommen, empfinden es oft als weniger bedrohlich und gehen entspannter damit um. Manchmal steckt hinter dem Verhalten aber auch schlicht Jagdinstinkt – etwa wenn Katzen mit der Pfote nach Bewegungen auf der Wasseroberfläche schlagen.
Und nicht zuletzt gibt es Rassenunterschiede: Maine-Coon, Bengal oder Türkisch Van gelten als besonders wasserfreundlich, auch wenn das nicht auf jedes Tier zutrifft. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, warum manche Katzen Wasser lieben und andere es strikt meiden, können Sie hier weiterlesen.
Sicherer Umgang mit Wasser für Katzen
Auch wenn die meisten Katzen Wasser eher meiden, gibt es durchaus Tiere, die gerne damit spielen oder sogar gerne schwimmen. Gerade bei solchen „Wasserfans“ ist es wichtig, den Zugang kontrolliert und sicher zu gestalten. Denn auch neugierige Katzen können sich überschätzen oder in Stress geraten.
Katzen sollten daher niemals unbeaufsichtigt Zugang zu offenen Wasserstellen wie Pools, Regentonnen oder Badewannen haben. Stattdessen ist es sinnvoll, ihnen nur gesicherten Zugang zu ermöglichen – etwa unter Aufsicht oder in einer kontrollierten Umgebung. Dazu zählt auch, dass der Boden am Wasser nicht rutschig sein sollte, damit die Katze genug Halt hat, um wieder herauszukommen. So kann die Katze ihrer Neugier nachgehen, ohne sich zu gefährden. Wichtig ist außerdem, dass sie sich im Wasser nicht erschöpft und jederzeit eigenständig wieder herauskommt. Entsprechende Ausstiegsmöglichkeiten sollten daher immer vorhanden sein.
Checkliste für wasserliebende Katzen:
- Zugang zu Wasser nur kontrolliert und unter Aufsicht erlauben
- Offene Wasserstellen sichern oder unzugänglich machen
- Katze nicht zum Wasserkontakt drängen
- Auf Anzeichen von Überforderung oder Erschöpfung achten
- Sichere Ausstiegsmöglichkeiten bereitstellen
So lässt sich die Freude am Wasser mit der nötigen Sicherheit verbinden.