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Warum Katzen im Schlaf plötzlich zucken

Katze schläft
Viele Katzen zucken im Schlaf und das hat meist einen ganz bestimmten Grund Foto: Getty Images
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Porträt Emily Reimann
PETBOOK-Redaktion

22. Juli 2026, 17:17 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Plötzlich zuckt die Katze im Schlaf, die Pfoten wackeln und die Schnurrhaare bewegen sich. Für viele Halter sieht das beunruhigend aus. Meist steckt jedoch etwas ganz Natürliches dahinter. PETBOOK erklärt, warum Ihre Katze zuckt, ob sie dabei träumt und wann Sie lieber zum Tierarzt sollten.

Warum zuckt meine Katze im Schlaf?

Kaum ist die Katze tief eingeschlafen, beginnen plötzlich die Pfoten zu zucken. Manchmal bewegen sich auch die Schnurrhaare, die Ohren oder sogar die Mundwinkel. Für viele Halter sieht dieses Verhalten zunächst beunruhigend aus. In den meisten Fällen ist das Zucken jedoch völlig harmlos. Im Gegenteil: Es ist meist ein Zeichen dafür, dass sich die Katze gerade in einer Tiefschlafphase befindet.

Während dieser sogenannten REM-Schlafphase arbeitet das Gehirn besonders intensiv. Eindrücke des Tages werden verarbeitet und möglicherweise sogar Träume erlebt. Viele Katzenhalter vermuten deshalb, dass ihre Samtpfote gerade von der letzten Mäusejagd träumt – und tatsächlich gibt es dafür einige spannende wissenschaftliche Hinweise.1

Wie lange sollten Katzen am Tag schlafen?

Ausreichend Schlaf gehört zu den wichtigsten Grundbedürfnissen einer Katze – genauso wie Futter, Beschäftigung und gesundheitliche Vorsorge. Je nach Alter schlafen Katzen zwischen 12 und 16 Stunden am Tag. Ältere Tiere verbringen oft sogar noch mehr Zeit schlafend, während Kitten ihren Schlaf auf viele kurze Ruhephasen über den Tag verteilen.

Den größten Teil dieser Zeit befinden sich Katzen allerdings nur in einer leichten Schlafphase. Sie dösen, entspannen sich und werden zwischendurch immer wieder kurz wach. Erst in den Tiefschlafphasen schläft die Katze wirklich fest. Genau dann beginnt das Gehirn besonders intensiv zu arbeiten – und viele Katzen fangen an, mit den Pfoten, Ohren, Schnurrhaaren oder der Schwanzspitze zu zucken. 2

Wie bereits erwähnt, haben aber auch Katzen Tiefschlafphasen. Typisch dafür sind:

  • geschlossene Augenlider
  • zuckende Pfoten, Ohren, Schwanzspitze
  • Kaubewegungen
  • leises Miauen oder andere Geräusche

Oftmals dauert die REM-Schlafphase bei Katzen nicht länger als sechs Minuten am Stück. Auf die gesamte Schlafzeitdauer am Tag gerechnet kommen Katzen auf ungefähr vier Stunden aktiven Tiefschlaf.

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Träumen Katzen im Schlaf?

Vieles spricht dafür, dass Katzen tatsächlich träumen. Während der REM-Schlafphase arbeitet ihr Gehirn besonders intensiv – genau wie beim Menschen. Dass sich dabei Pfoten, Ohren oder die Schwanzspitze bewegen und manche Katzen sogar leise miauen oder schnurren, gilt als Hinweis darauf, dass sie gerade einen Traum erleben.

Besonders aufschlussreich war ein Experiment des französischen Wissenschaftlers Michel Jouvet: Er schaltete bei Katzen die natürliche Muskelhemmung während des REM-Schlafs aus, die normalerweise verhindert, dass Träume körperlich ausgeführt werden. Die Tiere duckten sich, sprangen plötzlich los oder schienen unsichtbare Beute zu jagen. Die Beobachtungen gelten bis heute als wichtiger Hinweis darauf, dass Katzen im Schlaf tatsächlich träumen. Wenn eine Katze also zuckt, könnte sie vielleicht sogar träumen.

Wovon Katzen genau träumen, lässt sich natürlich nicht sicher sagen. Forschende gehen jedoch davon aus, dass sie – ähnlich wie Menschen – Erlebnisse des Tages verarbeiten. Das können erfolgreiche Jagdversuche im Spiel, Begegnungen mit anderen Katzen, ein besonders leckeres Futter oder auch stressige Situationen wie ein Tierarztbesuch sein. Gerade Kitten verbringen besonders viel Zeit im REM-Schlaf. Vermutlich hilft ihnen diese Phase dabei, die vielen neuen Eindrücke ihres Alltags zu verarbeiten und Gelerntes im Gedächtnis zu festigen.

So schläft Ihre Katze besonders gut

Schlaf ist für Katzen weit mehr als nur Erholung. Während sie dösen oder tief schlafen, verarbeitet ihr Gehirn die Eindrücke des Tages und speichert neue Informationen. Gleichzeitig regeneriert sich der Körper, Stress wird abgebaut und wichtige Stoffwechsel- und Verdauungsprozesse laufen ab. Ausreichend Schlaf ist deshalb ein wichtiger Baustein für die körperliche und geistige Gesundheit.

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Damit Ihre Katze erholsam schlafen kann, sollte ihr Schlafplatz einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Ruhig gelegen: Der Schlafplatz sollte nicht in einem ständig genutzten Durchgangsbereich liegen.
  • Geschützt und sicher: Katzen schlafen besonders entspannt an Orten, an denen sie sich zurückziehen und ihre Umgebung trotzdem im Blick behalten können.
  • Gemütlich und warm: Ein weiches Katzenbett, eine Decke oder ein erhöhtes Plätzchen sorgen für Komfort.
  • Mehrere Rückzugsorte anbieten: Viele Katzen wechseln je nach Tageszeit oder Temperatur ihren Lieblingsschlafplatz.
  • Abends für Ruhe sorgen: Gedimmtes Licht und eine entspannte Atmosphäre unterstützen den natürlichen Schlafrhythmus.

Ist Ihre Katze also gesund und zeigt keine weiteren Auffälligkeiten, sind zuckende Pfoten, Ohren oder Schnurrhaare im Schlaf meist kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil: Sie sind häufig ein Zeichen dafür, dass das Tier gerade tief schläft und möglicherweise sogar träumt. Werden die Bewegungen allerdings ungewöhnlich stark, treten Krämpfe auf oder zeigt die Katze auch im Wachzustand neurologische Auffälligkeiten, sollte sie tierärztlich untersucht werden.

Quellen

  1. uelzener.de, „Katzen und deren Schlaf: Was Dauer und Schlafplatz über deine Katze aussagen“ (aufgerufen am 22.07.2026) ↩︎
  2. vetzentrum-zurich.ch, „Warum Katzen so viel schlafen – und was wirklich dahintersteckt“ (aufgerufen am 22.07.2026) ↩︎

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