Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für alle Tierbesitzer und -liebhaber
Hundeverhalten Alle Themen
Hundetrainerin verrät

Mit diesen Aktivitäten stärken Sie die Bindung zum Hund

Artikel teilen
Porträt Saskia Schneider auf dem PETBOOK Relaunch
Redaktionsleiterin

24. Juli 2025, 6:11 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Viele Hundehalter wünschen sich eine engere Beziehung zu ihrem Vierbeiner. Eine bewährte Methode, um die Bindung zum Hund zu stärken, ist die gemeinsame Beschäftigung. Laut Hundetrainerin Katharina Marioth gibt es dafür unzählige Möglichkeiten – vom klassischen Agility über Fährtensport bis hin zu kreativen Herausforderungen wie Dog Dancing.

Die Palette an Angeboten sei mittlerweile kaum noch zu überblicken, betont die Hundetrainerin im Gespräch mit PETBOOK. Zu den Klassikern gehöre etwa Agility, bei dem Mensch und Hund gemeinsam einen Hindernisparcours absolvieren. Weitere beliebte Disziplinen seien Obedience – eine auf Genauigkeit und Exaktheit ausgelegte Sportart – oder Rally Obedience, die Präzision mit Schnelligkeit und intensiver Kommunikation zwischen Halter und Hund kombiniert.

Darüber hinaus nennt Marioth auch Fährtensportarten wie Mantrailing, Hindernisrennen in der freien Natur, Zughundesport und lizenzierte Parcoursformen mit geschützten Bezeichnungen. Wer sich für kreative Herausforderungen interessiert, könne sogar Dog Dancing ausprobieren – eine choreografierte Abfolge von Tricks zur Musik. In all diesen Sportarten stehe das gemeinsame Tun im Fokus – und genau das könne die Bindung zum Hund nachhaltig stärken.

Gesundheit ist die Grundlage jeder Aktivität

Bevor es jedoch losgeht, rät die Expertin eindringlich, den Gesundheitszustand des Hundes professionell überprüfen zu lassen. Eine Gangbildanalyse sowie eine Überprüfung der Muskulatur seien aus ihrer Sicht essenziell – vor allem bei jungen oder noch nicht ausgewachsenen Hunden. Gerade bei Sportarten mit vielen schnellen Bewegungen, Stopps oder Sprüngen – etwa Agility oder Zughundesport – könne sonst das Verletzungsrisiko steigen.

Jeder Hund ist individuell – und das ist gut so

Auf die Frage, ob jeder Hund für jede Sportart geeignet sei, erklärt Marioth, dass zwar grundsätzlich jede Rasse mitmachen könne, es aber immer auf die individuellen körperlichen Voraussetzungen und Vorlieben ankomme. So sei es etwa möglich, auch mit einem großen, schwerfälligeren Hund Agility zu betreiben – sofern das in angepasstem Tempo und ohne Leistungsdruck geschehe. Die wichtigste Regel laute daher: „Runterschrauben des eigenen Ehrgeizes.“ Freude und Wohlbefinden des Hundes müssten stets an erster Stelle stehen.

Nicht jeder Hund bringe automatisch Spaß an jeder Disziplin mit, betont Marioth. Zeige ein Tier beispielsweise wenig Interesse an Fährtenarbeit oder habe keinen Gefallen an Sprungübungen, sei es Aufgabe des Menschen, etwas anderes zu finden, das beiden Freude mache. Gerade dieser Punkt sei entscheidend, um die Bindung zum Hund zu stärken: durch echte Partnerschaft, nicht durch Leistungsdruck.

Mehr zum Thema

Dog Dancing als besonderer Bindungsförderer

Ein besonders einprägsames Beispiel für Mensch-Hund-Kooperation sei Dog Dancing. Dabei handelt es sich laut Marioth um eine kreative Abfolge von Tricks, die zunächst einzeln erarbeitet und später zu einer Choreografie zusammengesetzt werden – untermalt mit Musik. Auch wenn die Musik für den Hund weniger entscheidend sei, spiele die Interaktion mit dem Menschen eine zentrale Rolle.

bosch HPC Adult mit frischem Geflügel & Hirse

Hundetrockenfutter für ausgewachsene Hunde aller Rassen 

„Es geht um Konzentration und das gemeinsame Arbeiten“, so Marioth. Besonders häufig seien dabei Rassen wie Australian Shepherds, Border Collies oder Malinois zu sehen, die von Natur aus eine enge Zusammenarbeit mit dem Menschen suchen. Doch auch andere Hunde könnten Spaß an dieser Sportart entwickeln – vorausgesetzt, sie werden behutsam herangeführt und nicht überfordert.

Fazit: Gemeinsame Zeit soll vor allem Spaß bringen

Unterm Strich steht für Marioth fest: Ob Agility, Zughundesport oder Dog Dancing – die gemeinsame Zeit mit dem Hund solle vor allem eins bringen: Spaß. Die körperliche Eignung des Hundes sei zu beachten, aber ebenso wichtig sei es, ihn nicht in ein Schema zu pressen. „Wenn wir bereit sind, uns auf unseren Hund einzulassen, können wir bei fast jeder Aktivität zusammenwachsen“, fasst sie zusammen.

Das gesamte Interview mit Katharina Marioth sehen Sie im Video.

Zur Expertin

Katharina Marioth ist Gründerin der Marke Stadthundetraining und des KEML-Prinzips. Sie ist IHK- und behördlich-zertifizierte Hundetrainerin und Verhaltensgutachterin für gefährliche Hunde des Landes Berlin. In ihrem Daily Business arbeitet sie eng mit Veterinären, Wissenschaftlern und anderen Spezialisten zum Thema Hund zusammen. Mit Ihrem Wissen und Können konnte sie sich in der Sat.1-Sendung „Der Hundetrainer-Champion“ den Titel der Hundetrainerin des Jahres 2023 sichern.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.