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Vorsicht vor Krankheitserregern

Diese Zecken können Hunden gefährlich werden

Labrador mit vier kleinen Zecken auf der Schnauze
Zeckenstiche können für Vierbeiner gefährlich sein – vor allem durch die Übertragung von Krankheiten wie FSME. Foto: Getty Images
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Sonja Jordans

3. September 2025, 5:52 Uhr | Lesezeit: 13 Minuten

Sie sind der Schrecken der warmen Jahreszeit, und selbst im Winter ist man vor ihnen nicht sicher: Zecken. Denn die Blutsauger sind nicht nur lästig, sondern können auch gefährliche Krankheiten übertragen – auch bei Hunden. Welche Zecken sind besonders gefährlich und wie erkenne ich, welches Exemplar den Hund gestochen hat? PETBOOK sprach mit einem Experten.

Zecken, das dürfte inzwischen bekannt sein, können gefährliche Krankheiten übertragen – und zwar auf Mensch und Tier. Menschen fürchten sich vor allem vor der Lyme-Borreliose, einer durch Bakterien übertragenen Infektion, und der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Bei dieser Viruserkrankung können sich Hirnhäute, Rückenmark und Gehirn entzünden. FSME ist nicht behandelbar, es können nur die Symptome gelindert werden. Auch Hunde sind nicht immun gegen Erreger, die eine Zecke übertragen kann. Hierzulande sind bislang 21 Zeckenarten bekannt, drei Arten werden zudem regelmäßig von Reisen eingeschleppt und können krankmachende Erreger auf Hunde übertragen:1,2,3,4

  • der Gemeine Holzbock, 
  • die Auwaldzecke und 
  • die Braune Hundezecke   

Nicht jede Zecke überträgt Krankheitserreger

Die Riesenzecke Hyalomma  kann zwar auch Krankheiten übertragen, ist in Deutschland aber in freier Natur noch vergleichsweise selten anzutreffen, wie unter anderem Zeckenexperte und Diplom-Biologe Dr. Olaf Kahl im Gespräch mit Petbook erläutert.

„Nicht jede Zecke überträgt sofort Krankheitserreger“, betont Kahl. Je nach Region sind zwar fünf bis 35 Prozent aller Zecken mit Borrelien infiziert. In einigen Regionen kann die Zahl sogar noch höher liegen. Dennoch müssten Hund oder Mensch von einer solchen Zecke erst einmal gestochen werden.

Und: Nicht jeder Stich einer infizierten Zecke führt zwingend auch zu einer Borreliose-Infektion, weder bei Mensch noch bei Hund. Die hierzulande grundsätzlich meldepflichtige FSME ist ohnehin sehr selten, für das Jahr 2023 wurden deutschlandweit bei Menschen 686 Fälle dokumentiert. Für Hunde liegen keine Zahlen vor. „Panik ist also nicht angebracht, und dieses Jahr haben wir auch noch kein extremes Zeckenjahr als sonst“, beruhigt Kahl. Übrigens: Zecken stechen, sie beißen nicht, denn sie haben Stichwerkzeuge, mit denen sie die Haut ihres Wirts durchdringen.5

Schnell raus – notfalls auch ohne Kopf 

Doch ganz gleich, welche Zecke das Haustier erwischt hat, gilt für Tiere der gleiche Ratschlag wie für Menschen: So schnell wie möglich raus mit dem Parasiten. Spätestens nach dem Spaziergang sollten Halter also nicht nur sich, sondern auch ihren Vierbeiner gründlich absuchen, um unterwegs eingesammelte Zecken möglichst schnell zu entdecken und entfernen zu können. Denn bei Zecken spielt die Zeit oft eine große Rolle, wie Zeckenexperte Dr. Olaf Kahl erläutert: „Vor allem die Gefahr, dass Borreliose-Erreger übertragen werden, steigt, je länger eine Zecke saugen kann.“ Denn die Bakterien, die diese Erkrankung auslösen, sitzen im Darm der Zecke.

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Wasserdichte Schermaschine für Hund und Katze

Erst nach einiger Zeit des Saugens – zwischen 10 und 24 Stunden – seien die Bakterien aus dem Darm der Zecke in deren Mundraum angekommen, von wo aus sie in ihren Wirt gelangen. „Daher gilt: Wer eine Zecke entdeckt, sollte sie sofort entfernen, egal wie und egal, ob bei Mensch oder Hund“, sagt Kahl. Notfalls auch, wenn der Kopf der Zecke dabei in der Haut stecken bleibe. „Denn die Hauptsache ist, dass keine Erreger mehr vom Darm in den Wirt gelangen können, und das ist unterbunden, wenn der Zeckenkörper vom Kopf getrennt ist.“ Den Kopf könne man auch später noch entfernen. „Wenn er steckenbleibt, ist das aber wirklich nicht so schlimm, übertragene Erkrankungen können folgenreicher sein“, so Kahl.6

Auch interessant: Parasitologe zu Zeckenschutz beim Hund: »Bernsteinketten und Knoblauch helfen nicht!

Der Gemeine Holzbock – die „Standardzecke“

Zecke Gemeiner Holzbock auf einem grünen Blatt
Besonders deutlich ist der Gemeine Holzbock an seinem ovalen, sackförmigen Körper und den nach vorn gerichteten Mundwerkzeugen zu erkennen. Foto: Getty Images

In Deutschland ist vor allem der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus) gemeint, wenn allgemein von Zecken gesprochen wird. Das Tier ist hierzulande und im gesamten mitteleuropäischen Raum die häufigste Zeckenart. Bevorzugt lebt der Parasit in Wäldern mit dichtem Unterholz und auf angrenzenden Lichtungen, aber auch auf Wiesen und in Parks. Diese Zeckenart mag Feuchtigkeit und wird ab etwa sieben Grad Celsius aktiv. Um von Larven- über das Nymphen- bis zum Erwachsenenstadium zu gelangen, benötigen die Tiere jeweils eine Blutmahlzeit. Erwachsene Weibchen benötigen außerdem Blut, um Eier zu produzieren. Vollgesogen erinnern sie dann von der Form her an Rizinussamen, was ihnen ihren lateinischen Namen eingebracht hat.

Wer eine Zecke sieht, könnte im ersten Moment jedoch auch glauben, dass es sich dabei um eine kleine Spinne handelt, denn auch sie hat als adultes Tier acht Beine. Der Körper des Männchens ist komplett von einem dunklen, festen Schild aus Chitin geschützt. Dadurch ist es kaum möglich, eine Zecke einfach zu zerdrücken.

So erkennen Sie den Gemeine Holzbock

Vor einer Blutmahlzeit sind die kleineren Zeckenmännchen rund 2,8 Millimeter groß, Weibchen bis zu vier Millimeter. Im vollgesogenen Zustand können bis zu zehn Millimeter erreicht werden. Der Panzer weiblicher Zecken ist eher rötlich-braun und bedeckt nur die Hälfte des Körpers. Die Farbe vollgesogener Zecken variiert von grau bis braun. Besonders deutlich ist der Gemeine Holzbock an seinem ovalen, sackförmigen Körper und den nach vorn gerichteten Mundwerkzeugen zu erkennen.

Diese Krankheiten überträgt der Gemeine Holzbock

Er kann vor allem Borrelien und FSME-Erreger übertragen. Hunde sind zwar vermutlich nicht so gefährdet wie Menschen, können aber dennoch erkranken. Wie beim Menschen kann es auch bei Hunden erst Monate nach einem Stich zu Symptomen kommen. Meist erinnern sich Halter dann nicht mehr daran, dass ihr Tier eine Zecke hatte, und stellen keine Verbindung mehr zwischen den Symptomen ihres Tiers und dem Zeckenstich her.

Symptome einer Borreliose können Fieber, Lethargie, Lahmheiten an den Extremitäten, geschwollene Gelenke und Schmerzen sein. Hunde können in seltenen Fällen auch an FSME erkranken, die sich vor allem durch neurologische Symptome zeigt. Allerdings zeigten Studien, dass auch Hunde, die häufig mit den Erregern in Kontakt kommen, nur selten erkranken.7,8,9

Auwald- oder Wiesenzecke – Überträger der Hundemalaria

Auwaldzecke auf einer Wand
Die Auwaldzecke ist dank ihres strukturierten, silbrig-weißen Rückenschilds mit schwarz-gelblichem Muster unverkennbar. Foto: Getty Images

Für Hunde bedeutend gefährlicher als der Gemeine Holzbock ist die Auwaldzecke, auch als Wiesenzecke bekannt. Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) gehört zu den sogenannten Buntzecken. Sie ist keine „neue“ Zeckenart. Bis Ende der 1990er Jahre lebte sie jedoch vor allem in Teilen Ost- und Südwestdeutschlands. Inzwischen hat sie sich, vermutlich wegen der Klimaerwärmung, auch nach Norden ausgebreitet und befällt häufig Hunde und Pferde.

Menschen werden kaum gestochen. Die Auwaldzecke mag sonnenbeschienene, von Büschen oder Bäumen durchzogene, offene Flächen. Sie ist recht trockenresistent, findet sich aber auch in Überschwemmungsgebieten, woher sie ihren Namen hat. Auch lichte Wälder, Wiesen, Waldränder und Brachflächen sind ihr Lebensraum.10,11,12

So erkennen Sie die Auwald- oder Wiesenzecke

Der Name ist Programm, denn ihr strukturiertes, silbrig-weißes Rückenschild ist dank eines schwarz-gelblichen Musters unverkennbar. Bei den männlichen Tieren bedeckt das Rückenschild den ganzen Körper, bei Weibchen nur das vordere Drittel. Diese Zecke ist größer als der Gemeine Holzbock. Die Auwaldzecke misst im ungefüllten Zustand dreieinhalb bis sechs Millimeter. Vollgesogen kann sie sogar 16 Millimeter erreichen. Die Beine der Auwaldzecke reichen seitlich über eine halbe Körperlänge hinaus.

Diese Krankheiten überträgt die Auwald- oder Wiesenzecke

Das tückische an dieser Art: Sie kann die sogenannte Hundemalaria, wissenschaftlich Babesiose, übertragen. Die Erreger der Krankheit, einzellige Parasiten, befallen die roten Blutkörperchen eines infizierten Hundes und lösen Blutarmut aus, erläutert Biologe und Zeckenfachmann Dr. Olaf Kahl. Daher sollten Halter, die bis zu 21 Tage nach einem Zeckenstich Symptome wie hohes Fieber, Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit und Teilnahmslosigkeit an ihrem Hund bemerken, schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Unbehandelt kann die Krankheit tödlich verlaufen. Zwar tritt die Hundemalaria häufiger in Ländern rund um das Mittelmeer auf, aber auch hier können Auwaldzecken die Erkrankung übertragen, wie Kahl hervorhebt.

Braune Hundezecke – hart im Nehmen

Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus)
Die Braune Hubndezecke ist bräunlich gefärbt und trägt einen robusten Rückenschild. Sie sieht dem Gemeinen Holzbock sehr ähnlich. Foto: Getty Images

Zwar lebt diese ursprünglich aus Nordafrika stammende Zeckenart überwiegend im Mittelmeerraum und Südosteuropa, denn sie mag es, wie erwähnt, schön warm. In Deutschland kommt sie in der Natur bisher nicht regelmäßig vor, „wird aber nicht selten aus dem Urlaub oder über vermittelte Tiere eingeschleppt“, so Kahl. Daher sei es wichtig, Hunde auch im Urlaub auf Zecken abzusuchen. Das gelte auch für neu übernommene Hunde aus dem Tierschutz. Denn in gut geheizten und trockenen Wohnungen findet sie ideale Lebensbedingungen und fühlt sich wohl, wie Kahl beschreibt.

Auch in Tierpensionen, Tierheimen und Zwingern können sich Braune Hundezecken einnisten und vermehren. Lüften und das Herunterdrehen der Heizung helfen bei Befall nicht. Die Zeckenart ist „wirklich hart im Nehmen und kommt auch sehr gut mit Trockenheit zurecht“, so Kahl. Einmal ins Haus eingeschleppt, verkriecht sie sich wie Bettwanzen in Ritzen, Fußleisten, Möbeln und Ecken, wo sie unter guten Bedingungen monatelang ohne Nahrung auskommen kann. Braune Hundezecken sind wahre Vermehrungsmeister.

So erkennen Sie die Hundezecke

Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) lässt sich für Laien auf den ersten Blick kaum vom gemeinen Holzbock unterscheiden. Sie ist, wie der Name schon sagt, bräunlich gefärbt und trägt ebenfalls einen robusten Rückenschild. Sie ist ähnlich groß wie der Gemeine Holzbock, rund vier Millimeter messen die Weibchen, Männchen sind etwas kleiner. Nachdem sich die Zecke vollgesogen hat, kann sie bis zu einem Zentimeter groß sein und wirkt eher grau als braun.

Diese Krankheiten überträgt die Braune Hundezecke

Der Kontakt des Hundes mit dieser Zeckenart kann nicht nur unangenehme Folgen für den Vierbeiner nach sich ziehen, wie Biologe und Zeckenfachmann Dr. Olaf Kahl mitteilt. Einerseits kann die Braune Hundezecke ebenfalls Erkrankungen wie die Hundemalaria und Ricketien (Erreger des auch bei Menschen auftretenden Mittelmeerfleckfiebers) übertragen.

Ein Fall für den Kammerjäger

Verglichen zu den anderen Arten ist die Hundezecke eine echte Plage, was vor allem an ihrer Vorliebe für eine warme und trockene Umgebung liegt. „Mit ihr verhält es sich in etwa so wie mit Bettwanzen“, sagt Kahl. „Wenn man sie ein Mal zu Hause eingeschleppt hat, wird man sie nicht mehr los.“ Weibchen können bis zu 5000 Eier legen. „Und dann hat man die Braune Hundezecke massenhaft im Haus“, so Kahl. Die Tiere befallen dann auch immer wieder den im Haushalt lebenden Hund. Zwar sei der Mensch nicht das bevorzugte Wirtstier dieser Zecke.

Wenn aber gerade kein Hund in der Nähe ist, sticht sie auch Menschen oder Katzen, denn die Braune Hundezecke ist nicht wählerisch. „Deshalb sollte man vor allem nach einem Urlaub darauf achten, ob sich in der Umgebung des Hundes, in Ritzen und Ecken, nicht vielleicht Zecken niedergelassen haben“, mahnt Kahl. Vor allem, wenn das Tier oder gar man selbst immer wieder Zecken hat, die nicht beim Spaziergang eingesammelt werden konnten.

Bei Zeckenbefall im Haus sollte man schnellstmöglich einen Kammerjäger beauftragen. „Die Tiere muss man loswerden, aber alleine schafft man das nicht.“ Wenigstens ein bisschen beruhigend: Nach bisherigen Erkenntnissen überträgt diese Zeckenart weder Borrelien noch FSME-Erreger.13,14

Seltene Hyalomma-Zecke bevorzugt Pferde 

Hyalomma-Zecke (Hyalomma marginatum) auf Sand laufend
Hyalomma-Zecken kommen eigentlich in den Tropen vor, werden vermehrt aber auch in Deutschland gesichtet. Foto: Rober Koch-Institut / Andrea SchnartendorffFotolabor

Seit geraumer Zeit taucht sie regelmäßig vor allem in den Medien auf: die „Riesenzecke“ Hyalomma. Und sie verspricht gar Gruseliges: Mit ihren fünf bis gut sechs Millimetern ist sie deutlich größer als etwa der Gemeine Holzbock. Vollgesogen kann sie sogar bis zu zwei Zentimeter groß werden.

Und nicht nur das: Hyalomma-Zecken sind flink und können ihre Wirte sogar mehrere hundert Meter verfolgen. Klingt unschön, und ist es auch. Anlass zur Panik besteht aber nicht, sagt Biologe Kahl. Zecken dieser Art werden zwar auch immer wieder in Deutschland gefunden. Diese Gattung (es gibt davon mehrere, „die“ eine Hyalomma existiert nicht) ist jedoch bislang nur in Afrika, Asien und Südeuropa heimisch. Bei Funden nördlich der Alpen handelt es sich meist um zwei bestimmte Arten, die seit geraumer Zeit immer wieder von Zugvögeln eingeschleppt werden, so Kahl. 2018 machte der Fund von sieben Hyalomma-Zecken in Deutschland Schlagzeilen. „Das war aber auch ein ideales Zeckenjahr“, so Kahl. „Das wärmste seit Wetteraufzeichnungen und äußerst arm an Niederschlägen.“

So erkennen Sie die Hyalomma-Zecke

Ihr Körper ist braun und ebenfalls von einem Schild geschützt. Gut erkennbar ist sie vor allem anhand ihrer eher orangefarbenen Beine, die gelb oder beige gestreift sind. Heimische Zeckenarten haben einfarbig dunkle Beine. Hyalomma hat gute Augen, was ihr auch ihren Gattungsnamen eingebracht hat: Hyalos ist griechisch und bedeutet Glas, „Omma“ heißt Auge. „Diese Zecke sucht sich ihre Opfer tatsächlich auf Sicht“, sagt Zeckenexperte Dr. Olaf Kahl.

Heimisch oder gar weit verbreitet sei sie in Deutschland aber definitiv nicht. In diesem Jahr ist es ohnehin eher regnerisch, was die Zecke nicht mag, so Kahl. Zudem sei sie so selten, dass die Gefahr, einer Zecke der Gattung Hyalomma zu begegnen, grundsätzlich äußerst gering sei. Auch befallen Hyalomma-Zecken bevorzugt größere Wirtstiere als Hunde, vor allem Pferde. Eine weitere gute Nachricht: Bisher konnten in Zecken der Gattung Hyalomma Erreger nachgewiesen werden, die Hunden gefährlich werden können.15,16,17

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So vermeiden Sie Zecken beim Hund 

Da es in Deutschland 21 Zeckenarten gibt, besteht theoretisch die Möglichkeit, dem einen oder anderen Exemplar zu begegnen. Das gilt vor allem für Hunde, die gerne herumstreifen und tiefer ins hohe Gras oder Büsche vordringen. Igel- oder Schafszecken aber besiedeln bevorzugt ihre namensgebenden Wirtstiere, die Hyalomma-Zecke ist selten und für Hunde vermutlich ungefährlich.

Dennoch sollten Hundehalter nach einem Spaziergang nicht nur sich, sondern auch ihren Liebling gründlich absuchen, denn der überall in Deutschland vorkommende Gemeine Holzbock und die Auwaldzecke können durchaus krankmachende Erreger auf Hund und Mensch übertragen. Kritisch kann es im Urlaub werden, denn unter anderen klimatischen Bedingungen gedeihen auch andere Zeckenarten, die dann eingeschleppt werden können.

Zeckenstich – und nun?

Wer Symptome an seinem Hund bemerkt, die zu einer von Zecken übertragenen Krankheit passen, sollte unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, rät Zeckenexperte Dr. Olaf Kahl. Gegen Zecken sind zudem zahlreiche Mittel erhältlich, die etwa auf die Haut des Tiers aufgetragen werden. Über geeignete Möglichkeiten sollte am besten der Tierarzt beraten. Einen Tipp hat Kahl aber noch: „Um das Risiko zu minimieren, eine Zecke wie den Gemeinen Holzbock einzusammeln, empfiehlt es sich, nicht durchs hohe Gras zu streifen und auf den Wegen zu bleiben.“ Das gelte für Mensch und Hund.

Quellen

  1. rki.de, „Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Borreliose“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  2. zecken.de, „Was ist FSME?“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  3. firstvet.com, „Borreliose beim Hund: Symptome, Diagnose, Behandlung (+ häufige Fragen)“ aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  4. aboklin.de, „Frühsommer-Meningo-encephalitis-Virus (FSMEV)“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  5. link.springer.com, „Atlas of ticks (Acari: Argasidae, Ixodidae) in Germany: 1st data update“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  6. tierarzt-karlsruhe-durlach.de, „Zeckenschutz beim Hund“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  7. zeckenhilfe.de, „Gemeiner Holzbock (Ixodes Ricinus): Erkennen & Gefahren Verbeugen | Tipps & Tricks“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  8. zecken-radar.de, „Gemeiner Holzbock (Ixodes ricinus)“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  9. ardap.de, „Gemeiner Holzbock: Zeckenart im Überblick“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  10. zecken-radar.de, „Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus)“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  11. flexikon.doccheck.com, „Auwaldzecke“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  12. zeckenstich.net, „Auwaldzecke – Vorkommen und Biologie“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  13. zeckenhilfe.de, „Braune Hundezecke: Vorkommen, Krankheiten & Vorbeugung | Tipps & Tricks“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  14. parasitenportal.de, „Die Braune Hundezecke: Unliebsames Reisemitbringsel“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  15. zecken-radar.de, „Hyalomma-Zecke“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  16. oekotest.de, „Hyalomma-Zecken: Wie sie sich verhalten und wo Begegnungen mit ihnen drohen“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎
  17. aerzteverbund.de, „Hyalomma-Zecken in Deutschland: Wie gefährlich ist die neue Zeckenart wirklich?“ (aufgerufen am 03.09.2025) ↩︎

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