22. August 2026, 12:31 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Hunde haben zwar von Natur aus einen Eigengeruch, doch wenn sie plötzlich deutlich stärker riechen oder unangenehmen Mundgeruch entwickeln, steckt oft mehr dahinter als ein nasses Fell. Von Schmutz und Feuchtigkeit über Futterunverträglichkeiten bis hin zu Zahnproblemen gibt es verschiedene Ursachen für den plötzlichen Gestank. PETBOOK erklärt, woran er liegen kann und was Halter dagegen tun können.
Was tun, wenn der Hund stinkt? 3 mögliche Ursachen
1. Das Fell des Hundes ist nass oder dreckig geworden
Eine mögliche Ursache für unangenehmen Geruch ist nasses Fell. Denn ein nasser Hund riecht meist deutlich stärker als ein trockener. War der Vierbeiner schwimmen oder ist er in den Regen geraten, sollte man ihn gründlich abtrocknen und bei Bedarf sogar föhnen. Vor allem bei feuchtwarmem Wetter können sich sonst Bakterien und Pilze im Fell schnell vermehren.1
Hat sich der Hund nicht nur nass gemacht, sondern sich auch in einem modrigen Tümpel, Kot, Gülle oder Aas gewälzt, hilft oft nur ein Bad mit Hundeshampoo. Allerdings mögen viele Hunde den sauberen Geruch nicht besonders und suchen sich schnell die nächste Dreckpfütze zum Wälzen. Alternativ kann man Kaisernatron oder Backpulver verwenden: Je nach Größe des Hundes werden 20 bis 50 Gramm ins Fell eingerieben, anschließend mit einem Handtuch gründlich ausgerubbelt und danach ausgebürstet.
Mitunter liegt die Ursache des Geruchs gar nicht direkt am Hund. Auch Hundebetten und Decken können Feuchtigkeit, Hautfette und Schmutz speichern und dadurch selbst unangenehme Gerüche entwickeln.2
2. Der Hund verträgt das aktuelle Futter nicht
Wenn der Hund das aktuelle Futter nicht verträgt, kann sich dies auf zwei Arten äußern. Zum einen ist es möglich, dass der Vierbeiner eine Futterallergie entwickelt hat. Das führt dazu, dass sich verstärkt Hautsekrete entwickeln, die einen üblen Geruch verbreiten.
Sollte der Hund plötzlich stärker riechen, können dafür auch Blähungen verantwortlich sein. Häufig steckt ungeeignetes oder minderwertiges Futter dahinter. Dann kann es sich lohnen, testweise auf ein hochwertigeres Futter umzusteigen. Bleiben die Beschwerden bestehen, kommt auch eine Futtermittelunverträglichkeit infrage. In diesem Fall kann der Tierarzt mithilfe einer Ausschlussdiät herausfinden, welche Zutaten der Hund nicht verträgt. Manchen Tieren hilft zudem die Umstellung auf kalt gepresstes Trockenfutter.
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3. Der Hund leidet an Mundgeruch
Wenn der Hund stinkt, weil er unter starkem Mundgeruch leidet, gibt es mehrere mögliche Ursachen. Zunächst sollte überprüft werden, ob der Hund beim Gassigehen etwas Stinkendes, etwa eine tote Maus oder Tierkot, gefressen hat. Ist dem so, kann man als Hausmittel Apfel, Pfefferminze oder Petersilie feingehackt unter das Futter mischen und so dem Geruch entgegenwirken.
Karies, Parodontitis und Zahnfleischentzündungen
Bekommt der Hund hauptsächlich Nassfutter, kommt es häufiger vor, dass Essensreste in den Zahnzwischenräumen oder den Zahnfleischtaschen hängen bleiben. Wenn diese nicht entfernt werden, beginnen sie, übel zu riechen. Zudem bilden sie eine schleimige Schicht über den Zähnen, was zu bakteriellem Zahnbelag führt. Mit der Zeit entsteht daraus Zahnstein, der im fortgeschrittenen Stadium sogar zu einer Blutvergiftung führen kann. Auch faule, eitrige oder lockere Zähne können dazu führen, dass der Hund aus dem Mund stinkt.3
Was hilft bei Mundgeruch?
Es gibt spezielle Zahnbürsten und Zahnpasta für Hunde sowie zahlreiche Kauartikel, die die Zahnpflege unterstützen sollen. Auch das Kauen auf einem Knochen kann helfen, weichen Zahnbelag von den Zähnen zu lösen. Haben sich jedoch bereits Zahnstein und Entzündungen entwickelt, führt meist kein Weg am Tierarzt vorbei. Dieser kann unter Narkose Zahnstein entfernen und die Zahnfleischtaschen reinigen.
Tritt Mundgeruch trotz gesunder Zähne und guten Zahnfleischs auf, sollte ein Tierarzt prüfen, ob eine Erkrankung dahintersteckt. Mögliche Ursachen sind etwa eine Gastritis, eine Magen-Darm-Infektion, eine Nierenerkrankung oder eine Magenschleimhautentzündung.