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Damals alltäglich

Weißer Hundekot? Warum das früher normal war

Weißes Hundekot-Zeichen
Hundekot lag früher häufig in der ungewöhnlichen Farbe Weiß auf der Wiese Foto: Getty Images
Louisa Stoeffler
Redakteurin

2. Oktober 2026, 16:01 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Erinnern Sie sich noch an die weißen Hundehaufen von früher? Einst gehörten sie zum gewohnten Bild auf Wiesen und Gehwegen, heute sind sie fast vollständig verschwunden. Das liegt nicht allein daran, dass mehr Menschen die Hinterlassenschaften ihrer Hunde beseitigen. Der entscheidende Grund findet sich im Futternapf.

Warum Hundekot früher weiß war

Wer sich an die weißen Hundehaufen vergangener Jahrzehnte erinnert, denkt oft an ein vernachlässigtes Stadtbild. Doch besonders für die sehr auffällige Farbe gab es eine klare Ursache: das Futter. Damals beinhaltete Hundefutter viel mehr Knochenmehl als heute. Diese Zutat sorgte für eine überdurchschnittlich hohe Kalziumzufuhr. Der Organismus der Hunde konnte jedoch nur einen Teil des Kalziums verwerten – der Rest wurde ausgeschieden und färbte den Kot weiß. Entsprechend bröselig wirkte auch die Konsistenz der Häufchen.

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Die Fütterung von Hunden hat sich in den letzten Jahrzehnten aber stark verändert. Hundefutter ist heute qualitativ deutlich besser als früher. Knochenmehl, früher ein günstiger und häufiger Bestandteil industrieller Tiernahrung, gilt inzwischen als veraltet und wird in hochwertigen Futtersorten nicht mehr verwendet. Zu viel Kalzium im Futter kann nämlich nicht nur zu weißem Kot führen, sondern auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen – etwa Nierensteine oder eine unnatürliche Verkalkung der Knochen. 1

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Ausnahme: BARF-Fütterung mit Knochenzusatz

Das Knochenmehl befand sich vor allem im Trockenfutter. Heute werden viele Hunde eher mit einem Mix aus Nass- und Trockenfutter oder mit vergleichbarer hochwertiger Ernährung versorgt.

Ganz verschwunden ist das Knochenmehl allerdings nicht. Bei der sogenannten BARF-Ernährung – die auf rohem Fleisch, Innereien und Knochen basiert – wird es gezielt als Nahrungsergänzung eingesetzt.

Dabei geht es um eine gezielte Zufuhr von Kalzium, Phosphor und Vitamin D. Allerdings handelt es sich dabei um eine gezielte Supplementierung, von der der Hund nur wenige Gramm am Tag benötigt. Bei der richtigen Dosierung sollte sich der Hundekot also nicht weiß verfärben.

Wann weißer Kot ein Warnsignal ist

Wenn ein Hund weißen Kot ausscheidet, ohne Knochen oder Knochenmehl gefressen zu haben, kann das ein Anzeichen für gesundheitliche Probleme sein. Es könnte ein Hinweis auf gestörte Fettverdauung oder eine Infektion sein. Dann allerdings zeigt sich eher weißlicher Eiter oder Schaum und nicht die Konsistenz von Hundehäufchen, die viele noch von früher kennen. In einem solchen Fall sollte zur Abklärung ein Tierarzt aufgesucht werden.

Quellen

  1. IFLScience.com, „Remember White Dog Poop In The 90s? This Is The Reason Why It Vanished“ (aufgerufen am 02.10.2026) ↩︎

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