11. Oktober 2025, 7:52 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Knackig und leicht scharf – für uns Menschen sind Radieschen der ideale Snack. Aber wie sieht es eigentlich bei Hunden aus? Dürfen Hunde Radieschen fressen? PETBOOK klärt auf und verrät, was Sie dabei beachten müssen.
Radieschen sind für uns Menschen nicht einfach nur ein Snack. Viele Gerichte drehen sich um die kleinen, rot-weißen Knöllchen. Im Sommer sind sie vermutlich in fast jedem Haushalt vertreten. Da liegt die Frage nahe, ob wir das scharfe Gemüse mit Hunden teilen dürfen. Ob Hunde tatsächlich Radieschen fressen dürfen und worauf es dabei ankommt, erfahren Sie hier.
Welche Inhaltsstoffe haben Radieschen?
Radieschen bestehen fast ausschließlich aus Wasser – dadurch sind sie sehr kalorienarm. Auf 100 Gramm haben sie lediglich 17 Kilokalorien. Sie liefern geringe Mengen an Vitamin C und Kalium, die das Immunsystem unterstützen können.
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Diese wichtigen Vitamine und Mineralstoffe stecken in Radieschen:
- Vitamin A
- Vitamin B1
- Vitamin B2
- Vitamin B5
- Vitamin B6
- Vitamin B9
- Eisen
Sind Radieschen gesund für Hunde?
Aufgrund des hohen Wassergehalts sind Radieschen auch für übergewichtige Hunde geeignet. Allerdings kommt auf die Dosis an, denn in Radieschen sind auch Senföle enthalten. Für Hunde sind Senföle schädlich und können in einigen Fällen auch zum Tod führen. Hohe Dosen Senföl verursachen bei Hunden oft Magen-Darm-Probleme, Blähungen und Bauchschmerzen. Wenn Ihr Hund ohnehin schon mit Bauchbeschwerden zu kämpfen hat, sollten Sie auf Radieschen im Napf oder als Snack gänzlich verzichten.
Welche Hunde dürfen Radieschen fressen?
Grundsätzlich dürfen alle Hunde Radieschen fressen. Empfohlen wird allerdings, die Knollen nicht an Welpen zu verfüttern, sondern sie erst schrittweise daran zu gewöhnen, dazu aber später mehr.
Achten Sie darauf, dass Sie Radieschen nur in Maßen verfüttern – maximal eine bis zwei kleine Knollen pro Woche für mittelgroße Hunde. Zeigt Ihr Hund nach dem Verzehr von Radieschen Anzeichen wie Erbrechen, Durchfall, starkes Speicheln oder Blähungen, sollten Sie unbedingt die Tierarztpraxis aufsuchen. 1
Auch bei Allergien oder Futterunverträglichkeiten sollte zunächst getestet werden, ob der Hund Radieschen überhaupt verträgt – am besten in Absprache mit einem Tierarzt.
Dürfen Hunde Radieschen nur roh fressen?
Wir Menschen können mit Radieschen ziemlich viel anstellen: Mal roh als kleinen Snack für zwischendurch, klein geschnippelt im Salat, eingelegt oder sogar in Suppen. Den Vierbeinern sollten Radieschen allerdings nicht verarbeitet gefüttert werden. Oft enthalten verarbeitete Lebensmittel mit Radieschen zu viel Zucker, Öl oder Salz. Auch wenn Sie selbst kochen, sollten Sie es meiden, Ihrem Hund eine verarbeitete Knolle anzubieten – was für uns schön würzig schmeckt, ist für den Magen-Darm-Trakt des Hundes keine schmackhafte Angelegenheit.
Wenn Sie Ihrem Hund lieber mildes, gut verträgliches Gemüse anbieten möchten, eignen sich etwa Gurke, Zucchini oder Karotten. Diese sind weniger scharf und schonender für den Magen. 2
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Sind Radieschen zu scharf für Hunde?
Für manche Leute sind die rosaroten Knollen der ideale, sogar erfrischende Snack. Knackige Konsistenz und ein scharfer Geschmack – typisch Radieschen eben. Einige Radieschen können sogar so scharf sein, dass man erst mal dazu geneigt ist, ordentlich durchzuatmen und Wasser zu trinken. Grund dafür sind die sogenannten Senföle.
Kurz gesagt
Hunde dürfen Radieschen in geringen Mengen fressen – aber nur roh, ungewürzt und selten. Durch die Senföle können sie Magenprobleme verursachen. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift lieber zu mildem Gemüse wie Karotten oder Gurken.
