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„Wer wird Millionär?“-Frage zu winzigem Tier – hätten Sie 32.000 Euro gewonnen?

Günther Jauch im „Wer wird Millionär“-Studio
Günther Jauch im „Wer wird Millionär“-Studio Foto: picture alliance/dpa/RTL | Stefan Gregorowius
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Louisa Stoeffler
Redakteurin

7. Oktober 2025, 15:30 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Sie wissen, welches einzige Tier 20 Jahre als verschollen galt? Dann hätten Sie bei dieser 32.000-Euro-Frage aus der beliebten „RTL“-Quizshow vermutlich souverän gepunktet.

Kandidatin Anna-Lea Fröhlich stand in der „Wer wir Millionär“-Sendung vom 6. Oktober 2025 vor einer kniffligen Tierfrage. Gesucht war eine Tierart, die nach fast zwei Jahrzehnten plötzlich wiederentdeckt wurde – und gerade einmal zehn Zentimeter misst. Die Frage lautete:

„20 Jahre nach der letzten Sichtung wurde sie unlängst wiederentdeckt: die mit einer Größe von nur etwa 10 cm kleinste Art unter den …?“

A: Schlangen
B: Krokodilen
C: Walen
D: Bären

Die biologische Frage bereitete der Kandidatin großes Kopfzerbrechen. Zunächst setzte sie den 50:50-Joker ein, die Optionen A: Schlangen und D: Bären blieben stehen. Der als Nächstes gezogene Telefon-Joker hatte das Bauchgefühl, dass es sich dabei um einen Bären handeln müsse. Doch aufmerksame PETBOOK-Leser müssten schon jetzt aufschreien. Denn gesucht war natürlich die kleinste bekannte Schlangenart, über die wir hier berichteten: Kleinste Schlange der Welt nach 20 Jahren auf Barbados wiederentdeckt.

Tetracheilostoma carlae: Die Rückkehr eines Naturwunders

Denn die kleinste Schlange der Welt war tatsächlich zwei Jahrzehnte lang verschollen und ist nun offiziell zurück: Auf der Karibikinsel Barbados wurde die Fadenschlange wiederentdeckt. Die Sensation gelang im Rahmen eines ökologischen Monitorings – und sorgte nicht nur bei Fachleuten für Begeisterung.

Tetracheilostoma carlae ist ein echtes Mysterium der Natur. Seit ihrer ersten dokumentierten Sichtung im Jahr 1889 sind nur wenige bestätigte Nachweise gelungen – zuletzt vor fast 20 Jahren. Aufgrund ihrer winzigen Größe und ihrer versteckten Lebensweise galt sie als „lost to science“, also als verschollen für die Wissenschaft. Auf der weltweiten Liste der über 4800 als verschollen geltenden Arten von Pflanzen, Tieren und Pilzen rangierte sie unter den prominentesten Kandidaten.

Ihr Verschwinden ist nicht überraschend: 98 Prozent der ursprünglichen Wälder auf Barbados sind seit der Kolonialisierung vor über 500 Jahren verschwunden. Grund dafür ist die intensive Landschaft, die mittlerweile betrieben wird. Diesen Lebensraum bräuchte die winzige Schlange zum Überleben.

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