18. September 2022, 19:58 Uhr |
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Dass in „Down Under“ eine einzigartige Tierwelt zu finden ist, hängt mit der isolierten Lage des australischen Kontinents zusammen. Australien entstand nämlich durch die Abspaltung vom Urkontinent Gondwana. Vor circa 60 Millionen Jahren trennten sich die Antarktis und Neuseeland von der australischen Landmasse. Seitdem entwickelten sich die Tiere Australiens weitgehend ohne Einflüsse von außerhalb. Deshalb unterscheiden sie sich stark von den Vierbeinern auf anderen Kontinenten. Welche Tiere leben nun in Australien?
Diese Lebewesen kommen nur in Australiens Tierwelt vor
Die meisten australischen Tiere sind endemisch, kommen also nur in dieser Region der Erde vor. Typisch für die Tierwelt Australiens sind die Beutelsäuger. So werden Säugetiere genannt, deren Jungtiere in den ersten Lebensmonaten im Beutel der Mutter leben. Hierzu zählt unter anderem der Koala. Er ist, obwohl er manchmal auch „Koalabär“ genannt wird, ein baumbewohnendes Beuteltier – und eben kein Bär. Auch die verschiedenen Känguru-Arten, wie das Rote Riesenkänguru, das Gelbfuß-Felskänguru oder das Bennett-Baumkänguru, gehören zu den Beutelsäugern.
Ein Aushängeschild in Australiens Tierwelt ist der Koala
Neben diesen friedfertigen Pflanzenfressen gibt es auch Raubtiere unter den Beuteltieren, beispielsweise den Beutelteufel. Er war zwischenzeitlich auf dem australischen Festland ausgestorben und seither ausschließlich auf der Insel Tasmanien anzutreffen. Durch Wiederansiedelungsprojekte soll der Tasmanische Teufel nun in seine alte Heimat zurückkehren.
Ein junger Tasmanischer Teufel in der australischen Wildnis Foto: Getty Images
Was sind die beliebtesten Tiere in Australien?
Seit einiger Zeit gibt es eine neue Berühmtheit unter Australiens Tieren – das Quokka. Es wird auch Kurzschwanzkänguru genannt und ist aufgrund seines niedlichen Aussehens zu einem beliebten Social-Media-Star avanciert. Quokkas leben im Südwesten Australiens, die größte Population findet sich auf der vorgelagerten Insel Rottnest Island. Dort sind die knopfäugigen Kängurus, die immer zu lächeln scheinen, zu einer Touristenattraktion geworden.
Viele Fans hat auch das Schnabeltier. Dieses ungewöhnliche Lebewesen sieht nicht nur aus wie eine ulkige Mischung aus Ente und Biber, auch sein Verhalten ist aus biologischer Sicht etwas ganz Besonderes. Denn das Schnabeltier gehört zwar zu den Säugetieren. Trotzdem bringt es seine Jungen nicht lebend zur Welt, sondern legt Eier wie ein Vogel bzw. Reptil! Zu Ostern wird in Australien daher gerne ein Schoko-Schnabeltier verschenkt – samt Schoko-Eiern.
Diesen bunten Vogel namens Lachender Hans findet man im Cowes Nature Park, Phillip Island, Australia Foto: Getty Images
Darüber hinaus gibt es viele weitere tierische Bewohner Australiens, die aufgrund ihres interessanten Äußeren und/ oder ihrer individuellen Eigenheiten bemerkenswert sind. Da wäre zum Beispiel der Lachende Hans, der eigentlich Jägerliest bzw. Kookaburra heißt und zur Familie der Eisvögel gehört. Typisch für diesen gefiederten Kerl ist seine sehr spezielle Stimme: Um sein Revier zu verteidigen, lässt der Kookaburra laute Rufe erklingen, die tatsächlich an schallendes Gelächter erinnern.
Ein beeindruckender Hingucker der australischen Tierwelt ist die Kragenechse. Wenn dieses Reptil Feinde abschrecken möchte, nutzt es einen Trick, um größer und bedrohlicher zu erscheinen. Die Kragenechse kann nämlich ihren namensgebenden „Kragen“ am Hals wie einen Regenschirm aufspannen. Es handelt sich dabei um eine Hautmembran, die aufgespannt einen Durchmesser von bis zu 30 Zentimetern erreicht.
Die Kragenechse oder auch Chlamydosaurus kingii zeichnet sich durch ihren großen Kragen aus, den sie bei Bedarf aufstellt Foto: Getty Images
Ebenfalls recht außergewöhnlich ist der Dornteufel – ein Mini-Drache, dessen Körper über und über mit Stacheln übersät ist. Die Natur hat diesen Wüstenbewohner mit einem cleveren Feature ausgestattet, um in seiner trockenen Heimat an Wasser zu kommen: Tau, Nebel und Regentröpfchen sammeln sich auf der Haut der Echse und laufen automatisch in ihr Maul. Faszinierend, oder?
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