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Jungle Huntsman Spider

Diese riesige Spinne ist schneller als viele Jogger

Diese australische Art der Riesenkrabbenspinnen die Jungle Huntsman Spider sprintete mit fast 13 Kilometern pro Stunde schneller als alle anderen Spinnen der Studie
Diese australische Art der Riesenkrabbenspinnen die Jungle Huntsman Spider sprintete mit fast 13 Kilometern pro Stunde schneller als alle anderen Spinnen der Studie Foto: Getty Images/Robert Downer
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Porträt Emily Reimann
PETBOOK-Redaktion

2. Juli 2026, 16:55 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wie schnell kann eine Spinne eigentlich laufen? Überraschend schnell, wie eine neue Studie zeigt: Die Jungle Huntsman Spider erreichte fast 13 Kilometer pro Stunde – und ließ damit alle anderen untersuchten Spinnen hinter sich. Für die bislang größte Untersuchung dieser Art verglichen Forscher die Laufgeschwindigkeit von 258 Spinnenarten und analysierten, welche Faktoren die Geschwindigkeit beeinflussen.

Fast 13 Kilometer pro Stunde auf acht Beinen

Die etwa drei Gramm schwere Heteropoda jugulans erreichte im Rahmen der Studie eine Höchstgeschwindigkeit von 3,59 Metern pro Sekunde. Die australische Art der Riesenkrabbenspinnen ist im Englischen als „Australian Jungle Huntsman Spider“ bekannt. Mit knapp 13 Kilometern pro Stunde ließ sie alle anderen 258 untersuchten Spinnenarten hinter sich. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forschungsgruppe des Imperial College London und der Universität Greifswald um Erstautor Shreyas Kuchibhotla.

In Medienberichten wurde Heteropoda jugulans deshalb bereits als „schnellste Spinne der Welt“ bezeichnet. Die Studie selbst trifft diese Aussage jedoch nicht ausdrücklich. Sie dokumentiert vielmehr, dass die Art die höchste Laufgeschwindigkeit im untersuchten Datensatz erreichte.

Könnte sie einen Jogger abhängen?

Zumindest auf den ersten Metern wahrscheinlich schon. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von knapp 13 Kilometern pro Stunde wäre die Australian Jungle Huntsman schneller als viele Menschen beim lockeren Joggen. Die Forscher untersuchten allerdings nur die maximale Geschwindigkeit der Tiere – nicht, wie lange sie dieses Tempo durchhalten können. Deshalb bleibt offen, wer ein längeres Rennen gewinnen würde.

Die bislang größte Spinnen-Geschwindigkeits-Studie

Für ihre Untersuchung bauten Forscher der Universität Greifswald und des Imperial College London die bislang umfassendste Datensammlung zur Laufgeschwindigkeit von Spinnen auf. Insgesamt flossen Daten von 258 Arten aus 64 der 139 heute bekannten Spinnenfamilien in die Analyse ein. Davon untersuchten die Wissenschaftler 236 Exemplare aus 162 Arten selbst. Ergänzt wurden diese Messungen durch bereits veröffentlichte Daten von 96 weiteren Arten.

Die Tiere stammten aus Großbritannien, Australien, Nordamerika und Südeuropa sowie teilweise aus Terrarien. Vor jedem Versuch wurden die Spinnen gewogen und anschließend über kariertes Papier laufen gelassen. Hochgeschwindigkeitskameras zeichneten ihre Bewegungen auf.

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Größe hilft – aber lange Beine machen den Unterschied

Anders als viele vermuten, laufen größere Spinnen laut der Studie im Durchschnitt schneller als kleinere. Doch die Körpergröße allein erklärt die Unterschiede nicht. Der wichtigste Unterschied lag in der Beinlänge: Spinnen mit relativ langen Beinen liefen deutlich schneller als ähnlich große Verwandte. Ob die Beine besonders schlank waren, spielte dagegen kaum eine Rolle.

Auch die Lebensweise beeinflusste das Tempo. Aktiv jagende Spinnen liefen im Durchschnitt schneller als Arten, die auf Beute lauern oder Netze bauen. Dieser Zusammenhang fiel jedoch schwächer aus als der Einfluss der Beinlänge und der Evolutionsgeschichte.

Geschwindigkeit ist auch eine Frage der Evolution

Die Studie zeigt, dass Schnelligkeit nicht allein von der Anatomie abhängt. Auch die Evolutionsgeschichte spielt eine wichtige Rolle. Besonders hohe, größenbereinigte Laufleistungen entwickelten sich innerhalb der evolutionär jüngeren Gruppe der Echten Webspinnen (Araneomorphae). Insgesamt bestimmen Körpergröße, Beinproportionen, Lebensweise und gemeinsame Abstammung, wie schnell eine Spinne laufen kann.

Auch wenn die Jungle Huntsman Spider erstaunlich flott unterwegs ist: Ein Wettrennen mit Menschen steht nicht auf ihrem Tagesprogramm. Ihr Tempo brauchen sie vor allem zum Überleben – nicht, um Jogger ins Schwitzen zu bringen.

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