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„Big Tusker“

Tierfrage – hätten Sie die 64.000 Euro bei „Wer wird Millionär?“ gewonnen?

Günther Jauch im „Wer wird Millionär“-Studio
Günther Jauch im „Wer wird Millionär“-Studio Foto: picture alliance/dpa/RTL | Stefan Gregorowius
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Louisa Stoeffler
Redakteurin

2. Januar 2026, 8:55 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Diese Frage dürfte selbst hartgesottene „Wer wird Millionär?“-Fans kurz stutzen lassen:„Ein sogenannter Big Tusker ist ein …?“

Gestellt wurde die Frage in der 3-Millionen-Euro-Woche, einer Spezialausgabe von „Wer wird Millionär?“, in der am 8.1.2026 ausschließlich Lehrkräfte auf dem Ratestuhl Platz nahmen. Für Kandidat Johannes Vorspohl ging es dabei um stolze 64.000 Euro – doch genau an dieser Stelle wurde es knifflig.

Denn Vorspohl hatte seine Joker zuvor bereits fast vollständig aufgebraucht. Übrig blieb nur noch der Telefonjoker, der allerdings passen musste. Die Frage blieb unbeantwortet – und die 64.000 Euro unerreicht.

Zur Auswahl standen:

A: Traktor mit XXL-Reifen
B: Elefant mit XXL-Stoßzähnen
C: Computer mit XXL-Speicher
D: Hoodie mit XXL-Kapuze

Dabei hätten aufmerksame PETBOOK-Leser spätestens hier innerlich laut „B!“ gerufen, da wir ja schon verraten haben, dass es sich um eine tierische Frage handelt. Doch was steckt eigentlich hinter dem Begriff Big Tusker?

Big Tusker – ein Begriff mit trauriger Herkunft

Als Big Tusker oder Super-Tusker werden afrikanische Elefantenbullen bezeichnet, deren Stoßzähne jeweils 50 Kilogramm oder mehr wiegen – so lang, dass sie teils bis zum Boden reichen. Es sind majestätische Ausnahmen der Evolution, lebende Naturdenkmäler.

Heute gibt es davon weltweit nur noch maximal 25. Die meisten von ihnen ziehen im Grenzgebiet zwischen Kenias Amboseli-Nationalpark und dem West-Kilimanjaro in Tansania umher.

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Die Jagd auf die letzten Riesen

Wie Pro Wildlife berichtet, sind genau diese letzten Super-Tusker massiv bedroht – nicht durch natürliche Feinde, sondern durch Menschen mit Jagdlizenz.

Innerhalb von nur acht Monaten wurden fünf Super-Tusker erschossen. Nicht von Wilderern, sondern im Rahmen legaler Trophäenjagd in Tansania. Während Kenia die Jagd auf Elefanten seit Jahrzehnten verbietet, dürfen in Tansania jedes Jahr bis zu 50 Elefanten von ausländischen Jägern getötet werden. Besonders brisant: Die betroffenen Tiere stammen laut Pro-Wildlife-Informationen aus der seit über 50 Jahren geschützten und erforschten Amboseli-Population, einer der wichtigsten Elefantenpopulationen der Welt.

Warum alte Elefanten so wichtig sind

Große, alte Bullen sind nicht einfach nur beeindruckend – sie sind entscheidend für das soziale Gefüge. Im Amboseli-Nationalpark wurde bereits untersucht, dass Bullen ab etwa 35 Jahren für einen Großteil des Nachwuchses verantwortlich sind und sie soziale Strukturen stabilisieren.

2024 zeigte eine weitere großangelegte Untersuchung, dass wir gerade erst begonnen haben, die Rolle von alten Tieren für die Arterhaltung zu verstehen (PETBOOK berichtete). Demnach paaren sich Weibchen eben bevorzugt mit älteren Bullen, da diese eine höhere genetische Qualität und soziale Kompetenz signalisieren. Entsprechend nehmen sie häufig führende und leitende Rollen innerhalb der Population ein.

Diese erfahrenen Tiere wirken dabei wie soziale Anker. Sie sorgen für weniger aggressives Verhalten, als es bei jüngeren, unerfahreneren Männchen der Fall wäre. Ihre Entscheidungen fördern den Gruppenzusammenhalt, den sozialen Austausch – und damit auch die Überlebenschancen des Nachwuchses. Fehlen die ältesten und erfahrensten Tiere, wird die verbleibende Population instabiler, aggressiver und langfristig weniger überlebensfähig. Genau dieses Szenario droht derzeit auch den letzten Big Tuskern und in der Konsequenz allen Elefanten Afrikas.

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