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Bedrohte Arten

Wie kleine Veränderungen im Garten Amphibien helfen, gut durch den Winter zu kommen

Eine Erdkröte klettert im Beet herum
Nicht nur heimische Säugetiere, sondern auch Amphibien verdienen im Garten unsere Hilfe Foto: Getty Images
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PETBOOK Redaktion

15. November 2025, 15:56 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wenn der Herbst in den Winter übergeht, denken viele Menschen an Igel, denen sie mit Futter und Unterschlupf durch die kalte Jahreszeit helfen. Doch kaum jemand hat dabei Frösche, Kröten und Molche im Blick – dabei sind die bedrohten Arten gerade jetzt besonders gefährdet. Für diese Tiere kann die Suche nach einem sicheren Winterquartier schnell zur tödlichen Falle werden. Umso wichtiger sind kleine, gezielte Veränderungen im Garten, die mit wenig Aufwand viel für die heimischen Amphibien im Winter bewirken können.

Gefährliche Fallen rund ums Haus entschärfen

Amphibien wie Erdkröten, Grasfrösche und Teichmolche suchen in der kalten Jahreszeit Schutz in feuchten, dunklen und frostfreien Verstecken. Doch gerade in bebauten Gebieten wird die Suche nach einem geeigneten Winterquartier schnell zur Gefahr.

„Gerade für Kröten und Molche kann die Winterquartiersuche rund um unsere Gebäude schnell lebensgefährlich werden“, warnt Andreas von Lindeiner vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV). Denn Kellerschächte und Gullys werden schnell zu tödlichen Fallen: Die Tiere fallen hinein und finden keinen Weg mehr hinaus.

Um das zu verhindern, empfiehlt der LBV, gefährliche Stellen ums Haus zu sichern. Lichtschächte und Gullys lassen sich beispielsweise mit feinmaschigen Gittern abdecken – einfach, günstig und effektiv.

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Mit Rampen und Netzen den Ausstieg erleichtern

Zusätzlich können einfache Kletterhilfen helfen, gefangene Tiere zu retten. Im Lichtschacht genügt oft schon ein raues Holzbrett als schräge Rampe oder ein engmaschiges Kunststoffnetz, an dem die Tiere nach oben klettern können.

Auch Kelleraußentreppen können zur Falle werden. Hier hilft es, regelmäßig nach eingeschlossenen Tieren zu sehen und Ausstiegshilfen anzubringen. „Ein raues Brett oder ein Seil am Rand kann als Kletterhilfe dienen, um den Ausstieg zu erleichtern“, rät von Lindeiner. Alternativ lässt sich mit einem Brett auch eine Sperre errichten, die Amphibien gar nicht erst den Weg nach unten ermöglicht.

Amphibien für den Winter im Garten aktiv unterstützen

Wer Amphibien aktiv unterstützen möchte, sollte den eigenen Garten möglichst naturnah gestalten. „Wer Kröten, Fröschen und Molchen im Garten ein gutes Winterquartier bieten will, setzt auf natürliche Verstecke und ausreichend Nahrung – mehr braucht es für ein kleines Wohlfühlparadies nicht“, so Amphibienexperte Andreas von Lindeiner.

Bei uns lebende Amphibien wie Erdkröten, Grasfrösche und Teichmolche bevorzugen als Versteck frostfreie Orte: im Kompost- oder Laubhaufen, unter Baumwurzeln oder in feuchten Erdlöchern. Dort verfallen sie in eine Winterstarre. 

Wer eine Trockenmauer, Benjeshecke oder Totholzhaufen im Garten hat, tut ihnen ebenfalls etwas Gutes. Einige Amphibien wie der Grasfrosch überwintern auch im Wasser. Damit ein Teich aber nicht zur Todesfalle wird, sollte er mindestens einen Meter tief sein – nur so friert er nicht komplett zu.

Mit Material der dpa

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