19. August 2025, 17:36 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Auch wenn es lange sehr ruhig um Schimpanse „Bubbles“ war, so gilt der Primat wohl als der bekannteste Affe auf der Welt. Seine Prominenz verdankt Bubbles seinem ehemaligen Besitzer Michael Jackson, der das Tier seit den 1980er-Jahren hielt und mit ihm um die Welt reiste.
Affe Bubbles soll für Michael Jackson wie ein Kind gewesen sein
Knapp zwei Jahrzehnte lang lebte Schimpanse „Bubbles“ mit Michael Jackson zusammen und bereiste mit ihm die Welt. Wenn der „Thriller“-Sänger nicht auf Tour war, lebte er mit dem Primaten auf seiner sagenumwobenen Neverland-Ranch. Sogar den legendären „Moonwalk“, eines der Markenzeichen des „King of Pop“, soll der Affe beherrscht haben. „Bubbles war für Michael eine Art erstes Kind, als er noch keine eigenen hatte“, berichtete ein langjähriger Freund von Jackson gegenüber der BILD-Zeitung (gehört wie PETBOOK zu Axel Springer).1
Selbst bei wichtigen Geschäftsbesprechungen soll Bubbles dabei gewesen sein und für viel Erheiterung gesorgt haben, zumindest bei seinem Halter Michael Jackson. So erinnert sich Ex-„Bravo“-Chef Alex Gernandt an eine skurrile Situation zurück. „1988 saßen zwei hohe Pepsi-Manager mit Michael in einem Hotel, als Bubbles sie mit Kiwis und Mandarinen bewarf. Da wurde über Millionen verhandelt. Michael fand das alles amüsant.“
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2003 gab Michael Jackson den Schimpansen ab
Ein jähes Ende fand das Zusammenleben von Bubbles und Michael Jackson im Jahr 2003. Denn nachdem der Sänger Vater geworden war, soll es zu Situationen gekommen sein, bei denen das Tier nicht mehr auf seinen Halter hörte. Aus Sorge, dass der Affe die Kinder angreifen könnte oder anderweitig zur Gefahr werden könnte, wurde der Schimpanse dann abgegeben. Seit 2005 lebt Bubbles nun im „Center for Great Apes“ in Florida, einer Art „Seniorenheim für Hollywood-Affen“, wie die BILD-Zeitung schreibt.
Mittlerweile ist Bubbles mit seinen 42 Jahren ein gestandenes Affenmännchen im besten Alter und bringt umgerechnet etwa 84 Kilo auf die Waage. In seinem „neuen“ Zuhause ist er der Anführer seiner Schimpansengruppe. Obwohl er von den Tierpflegern insgesamt als eher schüchtern und zurückhaltend beschrieben wird, überrascht er immer wieder mit seiner sehr verspielten Art. So ist er mittlerweile bekannt dafür, dass er die Besucher zum Spaß sanft mit Wasser bespritzt oder eine Hand voll Sand nach ihnen wirft, um sie zu necken.2
Der Picasso unter den Affen
Doch das ist nicht sein einziges Hobby. Bubbles gilt als begnadeter Maler. Einige gehen sogar so weit, ihn als den Picasso unter den Affen zu bezeichnen. Zum einen wegen seiner farbenfrohen Kunstwerke, die als überraschend ausdrucksstark gelten, und zum anderen, weil er die Leinwand erst dann abgibt, wenn er wirklich fertig ist. Doch woher kommt eigentlich die Begeisterung für die Malerei? „Affen sind sehr lernfähig und sehr stark im Nachahmen“, erklärt Tierpsychologe und Verhaltenstherapeut Michael Benke in einem Interview mit der BILD.
„Teilweise sind sie uns von den Reflexen her und was sie mit ihren Sinnen wahrnehmen können, überlegen.“ Und weiter: „Nehmen wir mal an, der Affe hatte einen Trainer, oder Michael Jackson selber hatte das Interesse zu malen. Dann kann es durchaus sein, dass sich der Affe das Malen abgeschaut hat, wenn sie das öfter zusammen gemacht haben.“
Woher Bubbles Liebe für die Malerei auch immer kommen mag: Über eine Sache muss sich der Schimpanse keine Sorgen machen. Für Leinwände und Futter ist aus dem Nachlass von Michael Jackson lebenslänglich gesorgt. Tatsächlich ein wahrer Segen, denn alleine schon die Verpflegung eines Schimpansen liegt bei über 30.000$ im Jahr.