21. September 2026, 6:02 Uhr |
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Sie sitzen an der Zimmerdecke, huschen über den Boden oder verstecken sich hinter Möbeln: Im Herbst entdecken viele Menschen auffällig viele Spinnen in ihren vier Wänden. Besonders für Menschen mit Spinnenphobie beginnt damit eine unangenehme Zeit. Doch warum zieht es die Achtbeiner gerade jetzt ins Haus und kann man das verhindern?
Wieso gibt es im Herbst mehr Spinnen?
Wahrscheinlich sind es zwei verschiedene Faktoren, die dazu beitragen, dass wir im Herbst vermehrt Spinnen beobachten – und das auch in der Wohnung. Zum einen sind die Krabbler den ganzen Sommer über gewachsen. Sie haben fleißig Insekten vertilgt, sich immer wieder gehäutet und inzwischen eine stattliche Größe erreicht. Dadurch fallen sie uns einfach stärker auf als im Frühjahr. Im Frühling gibt es zwar mehr Spinnen als im Herbst, doch die Winzlinge fallen dann häufig Vögeln und anderen Fressfeinden zum Opfer.1
Zum anderen sind viele Spinnenarten im Herbst besonders aktiv. Vor allem die Männchen sind nun unterwegs, auf der Suche nach paarungsbereiten Weibchen. Insbesondere abends und nachts lassen sie sich beobachten – unter Umständen auch innerhalb der Wohnung.
Es liegt also nicht am ungemütlichen Herbstwetter, wenn Spinnen nun zu uns ins Haus kommen. Warme, trockene Heizungsluft mögen viele Arten ohnehin nicht, weshalb sie sich am liebsten in unbeheizten oder feuchten Räumen wie im Keller, auf dem Dachboden oder im Badezimmer aufhalten.
Zu den Arten, die man jetzt (unfreiwillig) zu Hause beobachten kann, zählt die Hauswinkelspinne. Sie ist auch unter den Spitznamen Kellerspinne und Hausspinne bekannt und erreicht eine Bein-Spannweite von bis zu acht Zentimetern. Auch die Große Winkelspinne und die Große Zitterspinne verirren sich immer wieder in unsere Wohnräume.2
So wird man Spinnen tierfreundlich wieder los
Spinnen im Haus sind durchaus nützlich. Sie fressen Mücken und andere unerwünschte Tierchen. Trotzdem möchten viele Menschen die ungebetenen Gäste am liebsten sofort wieder loswerden. Doch statt den unbeliebten Achtbeinern mit dem Staubsauber, dem Pantoffel oder einer zusammengerollten Zeitung zu Leibe zu rücken, sollten Tierfreunde eine sanftere Methode wählen.
Am einfachsten ist es, ein Glas über die Spinne zu stülpen, ein Stück festes Papier oder einen Karton unter ihre acht Beine zu schieben und das Tier auf diese Weise nach draußen zu befördern. Zudem gibt es im Handel spezielle Lebend-Insektenfänger aus Plastik, mit deren Hilfe selbst Menschen mit Spinnenphobie die Krabbler problemlos einsammeln können. Ultraschall-Stecker zur Spinnenabwehr sind dagegen weitestgehend nutzlos.
Bitte nachmachen: Mit einem Glas, was über die Spinne gestülpt wird, und einem Stück Pappe wird man die ungeliebten Hausgäste tierfreundlich wieder los. Foto: Getty Images
Um Spinnen, aber auch Mücken, Fliegen und andere kleine Eindringlinge aus dem Haus fernzuhalten, empfiehlt sich das Anbringen von Insektengittern bzw. -netzen an den Fenstern. Doch auch sie bieten keinen hundertprozentigen Schutz: Den Tieren genügt ein Spalt von wenigen Millimetern, etwa im Mauerwerk oder in der Tür, um einen Weg ins Haus zu finden.
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