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Halter aufgepasst

Warum Salzlampen für Haustiere lebensgefährlich werden können

Salzlampen können für Haustiere gefährlich werden – vor allem, wenn Hunde oder Katzen daran lecken.
Salzlampen können für Haustiere gefährlich werden – vor allem, wenn Hunde oder Katzen daran lecken. Foto: Getty Images
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Laura Graichen

15. April 2026, 12:56 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wer mit Tieren zusammenlebt, sollte vorsichtig sein, wenn Salzlampen in der Wohnung stehen. Denn was für Menschen dekorativ wirkt, kann für Haustiere unter Umständen gefährlich werden. Wenn Hunde oder Katzen an den Lampen lecken, kann das ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.

Was passiert, wenn Haustiere an Salzlampen lecken?

Salzlampen, auch Salzkristalllampen genannt, bestehen aus natürlichen Salzsteinen. Für manche Tiere scheint der salzige Geschmack besonders anziehend zu sein. Das Problem: Durch wiederholtes Lecken nehmen sie große Mengen Natrium auf.

Das kann dazu führen, dass der Natriumgehalt im Blut stark ansteigt. Besonders tückisch ist, dass sich die Beschwerden oft schleichend entwickeln. Wenn Tiere über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder an der Salzlampe lecken, kann sich das Natrium im Körper anreichern und schließlich zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.1

Sind Salzlampen wirklich so gefährlich?

Wie bei myHOMEBOOK berichtet wird, erklärte Dr. Kutschmann, Präsident der Tierärztekammer Sachsen-Anhalt, dass ihm derartige Salzlampen-Notfälle bislang nicht untergekommen seien. Das bedeute jedoch nicht, dass keine Gefahr bestehe: „Wenn Tiere ein bisschen an einer Salzlampe lecken, schweben sie nicht unbedingt sofort in Lebensgefahr. Die Dosis macht das Gift. Wenn sie über einen langen Zeitraum daran lecken, kommt es zu einer Kochsalzvergiftung und die kann in der Tat lebensbedrohlich werden.“

Auch wenn solche Fälle insgesamt eher selten sind, sollten Tierhalter das Risiko nicht unterschätzen.

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Haustier hat an Salzlampe geleckt – was kann man tun?

Zeigt ein Haustier auffällige Symptome, sollte schnell gehandelt werden. Wichtig ist vor allem, dass das Tier ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt. Wasser hilft dabei, das überschüssige Salz aus dem Körper zu spülen. „Am besten sollte das Haustier viel Wasser trinken. Durch das Zuführen der Flüssigkeit wird das Kochsalz aus dem Körper gespült“, so Dr. Kutschmann, wie bei myHOMEBOOK berichtet.

Dennoch ersetzt dies keine tierärztliche Behandlung. Bei Verdacht auf eine Vergiftung sollte immer schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden.

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So können Tierhalter vorbeugen

Damit es gar nicht erst zu einer gefährlichen Situation kommt, sollten Salzlampen möglichst außer Reichweite von Haustieren aufgestellt werden. Gerade neugierige Tiere wie Katzen oder Hunde könnten sonst immer wieder daran lecken.2

Alternativ kann es sinnvoll sein, ganz auf Salzlampen zu verzichten oder sie nur in Räumen zu nutzen, zu denen Tiere keinen Zugang haben.

Welche Dinge im Haushalt können noch gefährlich für Tiere werden?

Es gibt einige Gegenstände und Lebensmittel, die beim Verzehr gefährlich für Haustiere werden können. Pflanzen wie der Weihnachtsstern sind beispielsweise giftig. Auch Rosinen können für Hunde und Katzen gefährlich werden. Nach dem Verzehr können sie mit Erbrechen, Durchfall, Magenkrämpfen und Zittern reagieren. Fressen Hund oder Katze zu viele Rosinen, können sie sogar ein Nierenversagen erleiden oder schlimmstenfalls daran verenden.

„Vor allem Schokolade mit einem hohen Kakaogehalt ist schädlich für Haustiere. Gibt man einem kleinen Hund beispielsweise eine halbe Tafel dunkle Schokolade, kann das unter Umständen tödlich für ihn enden. Aber auch hier gilt: Die Ausmaße des Verzehrs hängen von der Größe des Tieres und der aufgenommenen Menge ab“, so Dr. Kutschmann.

Quellen

  1. vetpharm.uzh.ch, „Kochsalz / Natriumchlorid“ (aufgerufen am 15.04.2026) ↩︎
  2. santevet.de, „Vergiftung bei Hunden: Welche gibt es und wie erkenne ich sie?“ (aufgerufen am 14.04.2026) ↩︎

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