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Von Sommer auf Winter

Katzen haben mit der Zeitumstellung Schwierigkeiten

Katze liegt neben Uhr
Wo bleibt das Futter? Tiere haben eine innere Uhr und gewöhnen sich schnell an bestimmte Fütterungszeiten. Daher sollte man Hund und Katze am besten noch vor der Zeitumstellung langsam umgewöhnen Foto: Getty Images
Porträt Saskia Schneider auf dem PETBOOK Relaunch
Redaktionsleiterin

26. Oktober 2026, 13:07 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober 2026 werden die Uhren von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt. Für Menschen bedeutet das eine zusätzliche Stunde Schlaf, für Haustiere verschieben sich scheinbar plötzlich die vertrauten Futter-, Gassi- und Medikamentenzeiten. Besonders Katzen reagieren häufig empfindlich, wenn feste Rituale nicht mehr zur gewohnten Uhrzeit stattfinden. PETBOOK erklärt, wie Halter Hund und Katze schon vor der Zeitumstellung behutsam auf den neuen Tagesablauf vorbereiten können.

Haustiere haben eine innere Uhr

Alle Tiere – der Mensch eingeschlossen – haben eine innere Uhr, die dafür sorgt, dass sie mit ihrer Umwelt im Takt bleiben. Die innere Uhr sagt uns nicht nur, wann wir schlafen und aktiv sein müssen, sondern sagt den Tieren auch, wann es Futter zu finden, bzw. zu jagen gibt. Dabei kann eine ziemlich genaue Anpassung an bestimmte Zeitpunkte erfolgen. Wie geht man als Halter nun damit um, wenn die Zeit umgestellt wird, die Haustiere aber noch nach der Sommer-Taktung weiterlaufen?

Bei der Umstellung von Sommer- zu Winterzeit werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Dadurch finden Fütterungen und die Spaziergänge plötzlich eine Stunde später statt als gewohnt. Auch beim Gassigehen kann sich die Umstellung bemerkbar machen. Muss der Hund nach der neuen Uhrzeit eine Stunde länger auf die Morgenrunde warten, kann das besonders für Welpen, Senioren oder kranke Tiere schwierig werden.

Warum vor allem Katzen ein Problem mit der Zeitumstellung haben können

„Die meisten Haustiere haben einen festen Rhythmus im Alltag. Vor allem Hunde und Katzen haben sich an bestimmte Routinen gewöhnt“, erklärt Janine Cirini, Campaignerin in einer Mitteilung der Vier Pfoten Schweiz. „Katzen fangen an zu maunzen, machen auf sich aufmerksam, streichen einem beispielsweise um die Füße und Beine oder klettern auf den Schoß“. Auch Hunde könnten unruhig reagieren, zu Übersprungshandlungen neigen und sogar quengelig werden, wenn es nicht zu gewohnter Zeit zur Fütterung oder zur Gassirunde komme. „Sie beginnen zu winseln und stupsen einen mit der Nase immer wieder an“.

Problematischer ist die Zeitumstellung für Tiere bei den Fütterungszeiten, vor allem wenn Hund oder Katze immer zur selben Uhrzeit ihr Fressen bekommen. In Erwartung des Futters produziert der Magen kurz vor der gewohnten Fütterungszeit Magensäure. Bleibt die Mahlzeit dann aus oder verschiebt sich, kann die nicht benötigte Säure die Magenschleimhaut reizen. Das kann dazu führen, dass die Tiere sehr quengelig werden oder sich im schlimmsten Fall sogar übergeben.

Dazu kommt: Katzen lieben Rituale. Sie geben den Tieren Sicherheit. Fallen diese aus, sind Katzen daher schnell verunsichert und reagieren mit Maunzen, Unruhe – in seltenen Fällen sogar mit Aggression. Zum Glück gewöhnen sich Katzen schon nach wenigen Tagen an die „neue“ Zeit. Wer aber ein sehr empfindliches, krankes oder altes Haustier hat, kann diesem die Zeitumstellung erleichtern, indem man die Zeiten in kleinen Schritten nach hinten verlegt.

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Tiere langsam auf die Zeitumstellung vorbereiten

Da sich unsere Haustiere dank ihrer inneren Uhr an eine gewisse Routine gewöhnt haben, sollte man sie auf die Zeitumstellung langsam vorbereiten. Zum Beispiel, indem man Futterzeiten, Gassigehen oder Ruhephasen jeden Tag um etwa zehn Minuten verzögert, rät Cirini von Vier Pfoten. Gerade für Haustiere, die regelmäßig Medikamente zu der gleichen Tageszeit erhielten, sei eine langsame Umgewöhnung wichtig.

Futternapf, Erhöhte Schüssel aus Edelstahl

rutschfest | ohne Verschütten

Wer die Umstellung versäumt hat, sollte daher nachsichtig mit seinem Haustier sein. Und keine Sorge: Auch nach der Zeitumstellung kann man die Zeiten für Fütterung seiner Haustiere täglich in kleinen Schritten anpassen.

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So passen Sie Gassi- und Futterzeiten langsam an

Vor allem für Katzenbesitzer kann die Zeitumstellung eine Herausforderung sein. Denn meine Katze weckt mich gerne, sobald sie Hunger bekommt. Hier hat man jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder man ignoriert das Tier konsequent und geht das Risiko ein, dass sich die Katze aus Übersäuerung übergibt oder der Hund auf den Teppich macht, weil er seit einer Stunde aktiv und die Blase voll ist. Oder man macht sich die Mühe, und passt die Zeiten Stück für Stück an.

Dazu hier zwei Beispiele – erprobt aus dem Alltag mit zwei Katzen und einem Hund:

  • Bei Ereignissen wie der Futter- oder Medikamentengabe ist der genaue Zeitpunkt relativ wichtig. Hier empfiehlt sich daher eine tägliche Anpassung von fünf Minuten. Gab es vor der Zeitumstellung das Fressen um 18 Uhr, gibt man es nach der Zeitumstellung also um 17 Uhr, am nächsten Tag um 17.05 Uhr usw.
  • Bei Ereignissen, die zeitlich weniger penibel eingehalten werden müssen, wie Gassigänge zwischendurch oder deren Zeitpunkt sich durch den Tagesablauf bestimmt, reicht auch eine Anpassung um täglich 15 Minuten, falls überhaupt nötig.

Fazit: Vor allem Katzenbesitzer sollten auf ihr Tier Rücksicht nehmen

Vor allem Tiere mit festen Routinen können auf die Zeitumstellung mit Betteln, Unruhe oder veränderten Schlaf- und Gassizeiten reagieren. Eine schrittweise Anpassung erleichtert ihnen den Übergang. Wer die Vorbereitung verpasst hat, kann die Abläufe auch nach der Umstellung noch täglich in kleinen Schritten an die neue Uhrzeit anpassen. Bei Medikamenten sollte der Zeitplan vorher tierärztlich abgeklärt werden.

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