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Richtlinien und Tipps

Mit dem Hund oder der Katze ins Flugzeug? Darauf sollten Sie achten

Katze in Transportbox neben Koffer
Ab in die Tasche: Katzen und kleine Hunde können im Flugzeug mitunter in der Kabine mitfliegen. Foto: Getty Images
Porträt Saskia Schneider auf dem PETBOOK Relaunch
Redaktionsleiterin

31. Juli 2026, 6:18 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Wer mit Hund oder Katze in den Urlaub fliegen möchte, sollte nicht erst am Flughafen mit der Planung beginnen. Ob Transportbox, Impfungen, Einreisebestimmungen oder die Regeln der jeweiligen Airline: Für Tierhalter gibt es vor dem Abflug einiges zu beachten. PETBOOK erklärt, wie die Flugreise mit Hund oder Katze möglichst stressfrei und sicher gelingt.

Dürfen meine Katze und mein Hund mit mir im Flugzeug fliegen?

Bevor überhaupt ein Ticket gebucht wird, ist es wichtig zu klären, ob die jeweilige Fluggesellschaft Tiere an Bord erlaubt. Der ADAC weist darauf hin, dass dies nicht bei allen Airlines der Fall ist – und sich die Vorschriften stark unterscheiden können.

Bei der Lufthansa dürfen kleine Hunde und Katzen beispielsweise in der Kabine mitfliegen, sofern sie inklusive Transportbox nicht mehr als acht Kilogramm wiegen. Schwerere Tiere werden im klimatisierten Frachtraum befördert. Auch das Mindestalter des Tieres spielt eine Rolle – und kann je nach Zielland variieren.

Da nur eine begrenzte Zahl an Haustieren pro Flug mitgenommen wird, sollte die Anmeldung frühzeitig erfolgen. Die Kosten sind ebenfalls unterschiedlich und hängen bei Lufthansa etwa von der Flugstrecke ab. Für bestimmte Rassen wie Kampfhunde gelten zudem besondere Regelungen.

Folgende große Fluggesellschaften nehmen Hunde (und Katzen, manchmal auch andere kleine Tiere) im Flugzeug in der Kabine mit:

Neue Regeln bei ITA Airways

Dass sich die Vorschriften für das Fliegen mit Haustieren weiterentwickeln, zeigt ein aktuelles Beispiel: Die Lufthansa-Tochter ITA Airways erlaubt ab 3. August 2026 auf ausgewählten Inlandsflügen auch größere Hunde mit bis zu 30 Kilogramm in der Kabine. Dafür wurde der Service „Large Dog on Board“ eingeführt.

Die Tiere müssen dabei nicht in einer Transportbox reisen, sondern bleiben während des Fluges in einem speziellen Bereich der Kabine neben ihren Haltern und werden am Geschirr gesichert. Vorerst gilt das Angebot nur auf ausgewählten Strecken. Bei den meisten Airlines dürfen Hunde und Katzen in der Kabine weiterhin nur mitfliegen, wenn sie inklusive Transportbox ein bestimmtes Maximalgewicht nicht überschreiten.1

Hund und Katze im Flugzeug: Die passende Transportbox ist Pflicht

Ein geeignetes Transportbehältnis ist Voraussetzung für die Mitnahme von Tieren im Flugzeug – und muss von den Haltern selbst gestellt werden. Der Airline-Dachverband IATA empfiehlt, dass das Tier darin ausreichend Platz hat, um „sich im Stehen normal umzudrehen, vollständig hinzustellen und hinzusetzen sowie in einer natürlichen Position zu liegen“.

Auch die Größe der Box kann je nach Airline variieren. Laut ADAC müssen außerdem gut sichtbar Name, Adresse – sowohl Wohn- als auch Urlaubsanschrift – und Telefonnummer außen angebracht werden.

Damit sich Hund oder Katze an die Flugbox gewöhnen, rät die Tierschutzorganisation Peta dazu, „den entspannten Aufenthalt in der Transportbox bereits Wochen vor Reiseantritt zu üben“. Eine vertraute Decke oder ein Lieblingsspielzeug können zusätzlich beruhigend wirken.

Achtung! Oft sind die Angaben für die Hundeboxen, die auf den Webseiten der Fluggesellschaften stehen, nicht ausreichend. Entscheidend vor Ort beim Einchecken ist, dass sich der Hund in der Box drehen und stehen kann und diese das Maximalgewicht samt Tier nicht überschreitet. Nachgemessen wird eigentlich nie.

Morpilot Katzentransportbox

für große Katzen und Welpen bis 7kg

Tierarztbesuch und EU-Heimtierausweis

Ein Besuch beim Tierarzt oder der Tierärztin sollte Teil der Reisevorbereitung sein. Hier können die nötigen Impfungen überprüft, die Chipnummer kontrolliert und der EU-Heimtierausweis ausgestellt werden. Zudem kann man sich über die jeweiligen Einreisebestimmungen des Ziellandes informieren.

Kurz vor dem Abflug sollte das Tier nicht mehr viel fressen. Die IATA empfiehlt: „Etwa zwei Stunden vor Abflug nur mit einer leichten Mahlzeit“ zu füttern. Wasser darf hingegen bis zur Abreise bereitstehen. Und vor dem Einsteigen in die Transportbox ist eine letzte Runde zum Austoben sinnvoll.

Welche Hunde und Katzen in der Flugzeugkabine mitfliegen dürfen

Grundsätzlich ist es bei vielen Fluggesellschaften erlaubt, kleine Hunde oder Katzen in der Kabine mitzunehmen – vorausgesetzt, sie passen in einen geeigneten Transportbehälter und überschreiten ein bestimmtes Gewicht nicht. Die konkreten Vorgaben unterscheiden sich je nach Airline. Die folgenden Hinweise bieten eine erste Orientierung.

Viele Fluggesellschaften erlauben etwa keine kurzköpfigen Rassen. Dazu zählen bei Hunden zum Beispiel Mops oder Französische Bulldogge. Bei Katzen zählen Perser und mittlerweile auch manche Britisch-Kurzhaar dazu.

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Verhalten: Ruhig, sauber, unauffällig

In der Kabine dürfen Hunde und Katzen während der Flugreise keine anderen Passagiere stören – durch Bellen, Jaulen oder Gerüche. Wer einen besonders geräuschempfindlichen oder ängstlichen Hund hat, muss mit Beschwerden rechnen. Im schlimmsten Fall wird das Tier auf Kosten des Halters in den Frachtraum verlagert oder von künftigen Flügen ausgeschlossen.

Auch gesundheitlich kann ein Flug belastend sein: Auch Hunde können während des Fluges an Ohrenschmerzen leiden, wegen des Drucks. Wer weiß, dass sein Tier empfindlich auf Luftdruck reagiert oder zu Ohrenentzündungen neigt, sollte vorher den Tierarzt konsultieren.

Tipp: Gegen Ohrendruck hilft es, dem Hund oder der Katze bei Start und Landung etwas zum Schlecken zu geben. Durch das Schlucken gelingt es dem Hund, den Druck auf den Ohren zu reduzieren.

Direktflüge sind für Tiere die bessere Wahl

Die Organisation Peta empfiehlt, „wenn möglich, sollte man einen Direktflug wählen“. Falls ein Umstieg nötig ist, müsse laut ADAC im Vorfeld geklärt werden, wie der Weitertransport im Anschlussflug erfolgt.

Flüge im Frachtraum bedeuten für viele Tiere Stress – und anders als in der Kabine ist dort keine Bezugsperson zur Beruhigung dabei. Deshalb sollte vor der Buchung immer gut überlegt werden, ob die Flugreise für das Tier wirklich sinnvoll ist.

Mit Material der dpa

Quellen

  1. tagesschau.de, „Auch größere Hunde dürfen bei ITA in die Flugzeugkabine“ (aufgerufen am 30.07.2026) ↩︎

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