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Studie zeigt

Sie haben ein Haustier? Dann leiden Sie wahrscheinlich unter Schlafstörungen

Wenn Hund und Katze mit im Bett schlafen, dann ist man schnell durch einen feuchten Nasenkuss oder eine Pfote im Gesicht wieder wach
Wenn Hund und Katze mit im Bett schlafen, dann ist man schnell durch einen feuchten Nasenkuss oder eine Pfote im Gesicht wieder wach Foto: Getty Images
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Louisa Stoeffler
Redakteurin

17. Juni 2026, 14:37 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Für viele Hunde- und Katzenhalter gehört das Haustier mit ins Bett. Die Nähe zu Hund oder Katze kann zwar beruhigend wirken und beim Einschlafen helfen. Eine US-Studie deutet jedoch darauf hin, dass die Vierbeiner nachts auch zum Problem werden können. Demnach leiden Haustierbesitzer häufiger unter Schlafstörungen – besonders Hundebesitzer. Welche Beschwerden die Forscher beobachteten und warum die Ergebnisse dennoch mit Vorsicht zu betrachten sind.

Wie Haustiere den Schlaf ihrer Halter beeinflussen

Mit seinem Haustier im Bett zu schlafen, hat viele positive Auswirkungen auf die menschliche Psyche und das Wohlbefinden. Dies ist aber nicht mehr der Fall, wenn der Hund uns ins Ohr schnarcht oder sich die Katze einfach nicht vom Kopfkissen vertreiben lässt. Eine US-Studie von den Autorinnen Kayla Medlin und Lauren Wisnieski vom Richard A. Gillespie College of Veterinary Medicine aus Harrogate in Tennessee hat den Zusammenhang zwischen Haustieren und dem Stören des Schlafes ihrer Halter untersucht.1

Ein Haustier hat viele positive Effekte auf die menschliche Gesundheit. So sind Hundehalter wegen der regelmäßigen Gassirunden meist durchschnittlich aktiver als Menschen ohne Tier und schlafen mit dem Hund im Bett auch schneller ein. Auch das psychische und physische Wohlbefinden wird durch Haustiere positiv beeinflusst – mit Hund und Katze empfindet man weniger Stress, Angstgefühle oder depressive Verstimmungen. Das Schnurren der Katze wirkt sogar sehr entspannend beim Einschlafen. Und doch ist sich die Wissenschaft uneins, ob wir mit Tieren wirklich besser oder doch schlechter schlafen.

Unterschiedlicher Rhythmus kann dazu führen, dass Haustiere den Schlaf stören

Katzen sind, entgegen der verbreiteten Annahme, nicht nacht-, sondern dämmerungsaktiv. Das heißt, wenn wir schlafen gehen, hat das Tier einen Energieschub und möchte lieber spielen als schlafen. Sind wir morgens, wenn die Sonne aufgeht, noch müde, so empfindet unsere Hauskatze das genaue Gegenteil: Für sie ist jetzt die Zeit der Aktivität gekommen – und Futter will sie natürlich auch haben. Viele Katzen können sich jedoch dem Rhythmus ihres Menschen anpassen.

Hunde dagegen haben kein klares Aktivitätsmuster und orientieren sich an dem Menschen. So schlafen die Tiere je nach Alter und Gesundheit bis zu 22 Stunden am Tag und das sehr tief. Daher kann es schon vorkommen, dass sich die Tiere im Schlaf bewegen, Geräusche von sich geben, wenn sie träumen oder aufschrecken, um nach dem Rechten zu sehen.

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Diese Symptome zeigen sich, wenn Haustiere den Schlaf stören

Medlin und Wisnieski untersuchten 5499 Datensätze von Menschen zwischen 18 und 53 Jahren. Dabei werteten sie zu gleichen Teilen Daten aus, die von Hunde- und Katzenhaltern stammten sowie von Menschen, die angaben, keine Tiere zu halten. Dabei zeigte sich, dass Hundebesitzer häufiger unter Schlafproblemen litten, als Menschen mit Katzen oder ohne Haustiere. Die häufigsten Symptome unter Hundebesitzern waren:

  • allgemeine Schlafprobleme,
  • andauernde Schlafstörungen,
  • Schlafapnoe,
  • sie fühlten sich unausgeruht,
  • schläfrig,
  • bekamen nicht genug Schlaf,
  • benötigten Tabletten zum Einschlafen
  • und litten unter nächtlichen Beinzuckungen.

Katzenbesitzer zeigten ebenfalls Veränderungen des Schlafverhaltens, diese waren jedoch vergleichsweise weniger häufig als bei Hundebesitzern und nicht so vielfältig. Darunter fielen unter anderem Symptome wie:

  • eine höhere Schnarchhäufigkeit,
  • Probleme während des Schlafens,
  • Einschlafstörungen,
  • sowie wiederum nächtliche Beinzuckungen.

Des Weiteren brauchten alle Haustierbesitzer durchschnittlich länger als 15 Minuten zum Einschlafen und schliefen häufiger weniger als sechs Stunden im Vergleich zu den Probanden, die keine Tiere hielten.

Zusammenhang zwischen Schlafstörungen mit Haustieren unklar

Die Forscherinnen räumten jedoch ein, dass die Daten, auf die sie sich bezogen, bereits aus den Jahren 2005 und 2006 stammten und man für weitere Untersuchungen aktuellere Erfassungen benötigte. Doch es sei nicht wahrscheinlich, dass die Verbindung zwischen Haustierbesitzern und Schlafqualität sich mit der Zeit verändern würde. Die Wissenschaftlerinnen konnten ebenfalls nicht feststellen, ob die Tiere und Halter zusammen schliefen, da dies in der damaligen Umfrage nicht erhoben wurde.

„Zukünftige Studien würden auch davon profitieren, die Mensch-Tier-Bindung zu messen, damit wir verstehen können, wie die Stärke der Bindung die Qualität des Schlafs beeinflusst“, ordnen die Forscherinnen die Ergebnisse ihrer Studie ein. Aufgrund der reinen Datenlage konnte jedoch kein kausaler Zusammenhang zwischen Haustierbesitz und Schlafqualität festgestellt werden. Die Studie liefere jedoch zusätzliche Hinweise, dass der Besitz von Haustieren negative Auswirkungen auf die Schlafqualität und Schlafstörungen haben könnte.

Quellen

  1. Medlin, K. and Wisnieski, L. (2023) ‘The association of pet ownership and sleep quality and sleep disorders in United States adults’, Human-Animal Interactions. CABI International. doi: 10.1079/hai.2023.0005. ↩︎

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