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Swiftiephylus

Forscher benennen gleich vier neue Insektenarten nach Taylor Swift

Taylor Swift ist Namensgeberin für neue Insektenarten
Zum Verwechseln ähnlich? Taylor Swift ist Namensgeberin für gleich vier Insektenarten Foto: picture alliance / Cover Images | Sarah Schroeder/UCR/Cover Images / Getty Images zusammengestellt mit Canva
Jasmin Reddmann
Autorenfoto
Berlin, 3.6.2026
(c) Niels Starnick / BILD
Redakteurin

14. September 2026, 17:22 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Blonde Haare und rote Lippen gehören zu den Markenzeichen von Taylor Swift. Nun wurden gleich vier winzige Wanzenarten nach der Sängerin und ihren Alben benannt. Sogar farblich passen die Tiere: Sie sind hellgelb und tragen rote Akzente. Ihre neue Gattung heißt Swiftiephylus, angelehnt an Taylor Swift und ihre Fans, die Swifties.

Von „Lover“ bis „Fearless“

Zu dieser neuen Gattung gehören vier Insektenarten, deren Namen Swifties bekannt vorkommen dürften:

  • Swiftiephylus taylorae trägt den Namen der Sängerin.
  • Swiftiephylus amator spielt auf das Album „Lover“ an. Das lateinische Wort „amator“ bedeutet Liebhaber.
  • Swiftiephylus intrepidus wurde nach „Fearless“ benannt. „Intrepidus“ lässt sich mit furchtlos übersetzen.
  • Swiftiephylus poetorum ist eine Anspielung auf „The Tortured Poets Department“.

Die Insekten sind nur wenige Millimeter groß, je nach Art nur etwa drei bis fünf Millimeter. Ihr Körper ist überwiegend hellgelb beziehungsweise „blond“ mit vereinzelten rote Flecken, Streifen oder Spitzen. Besonders beim Swiftiephylus amator fallen diese roten Akzente deutlich aus.1

Drei der vier Insektenarten, die nach Taylor Swift benannt wurden.
Drei Arten der insgesamt vier neuen Insekten, die nach Taylor Swift benannt wurden Foto: picture alliance / Cover Images | Sarah Schroeder/UCR/Cover Images zusammengestellt mit Canva
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Die Wanzen tarnen sich zwischen Blüten

Hinter den prominenten Namen steckt eine umfangreiche wissenschaftliche Untersuchung. Die Forscher analysierten 593 Exemplare, die zwischen 1995 und 2004 in Australien gesammelt worden waren. Die Tiere leben auf Kasuarinengewächsen, deren Blütenstände ebenfalls rötliche und helle Farbtöne besitzen. Ihre ähnliche Färbung könnte den Wanzen dabei helfen, zwischen den Pflanzen weniger aufzufallen. Weil nicht eng verwandte Arten vergleichbare Farbmuster entwickelt haben, vermuten die Forscherinnen, dass sich diese Tarnung mehrfach unabhängig voneinander herausgebildet hat.

Insgesamt beschreiben Sarah Schroeder und Christiane Weirauch in der im Fachjournal Insect Systematics & Evolution veröffentlichten Studie zwölf neue Arten aus fünf neuen Gattungen. Bei elf der zwölf Arten untersuchten die Forscherinnen zusätzlich das Erbgut, um die Verwandtschaft genauer zu bestimmen.

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Jahrzehntelang warteten sie auf ihren Namen

Kurios ist auch, wie lange die Wanzen bereits bekannt waren, ohne wissenschaftlich beschrieben zu sein. Die untersuchten Tiere wurden schon vor mehr als 20 Jahren gesammelt und anschließend in Museumssammlungen aufbewahrt. Erst die genaue Untersuchung von Körperbau, Färbung und Erbgut zeigte, dass darunter bisher unbekannte Arten waren.

Mit den Namen möchte Schroeder, nach eigenen Angaben selbst ein langjähriger Swiftie, nicht nur Taylor Swift ehren. Die ungewöhnliche Benennung soll auch Aufmerksamkeit auf die vielen Insektenarten lenken, die noch auf ihre wissenschaftliche Entdeckung warten.

Quellen

  1. Schroeder, S., & Weirauch, C. (2026). New genera and species of Australian sheoak-associated plant bugs (Hemiptera: Miridae: Phylinae: Pilophorini and Semiini). Insect Systematics & Evolution. Advance online publication. https://doi.org/10.1163/1876312X-BJA10090 ↩︎

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