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Fauxpas im Nationalpark

Kate Beckinsale droht hohe Geldstrafe für „Eselei“

Kate Beckinsale bei einer Premiere
Kate Beckinsale trat in den vergangenen Jahren häufig mit einer schwarzen Haarschleife und extravaganten Outfits auf. Das sind aber nicht die Hauptgründe, weshalb sich die britischen Boulevardmedien aktuell auf die Schauspielerin eingeschossen haben. Foto: picture alliance / zz/NDZ/STAR MAX/IPx
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Louisa Stoeffler
Redakteurin

12. September 2025, 15:39 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Nach einer emotionalen Beerdigung suchte Schauspielerin Kate Beckinsale Trost in der Natur und ließ sich dabei fotografieren, wie sie Esel streichelte. Doch ihr Ausflug in den New-Forest-Nationalpark könnte juristische Folgen haben – wegen umstrittener Aufnahmen mit geschützten Tieren.

Nähe zu Ponys und Eseln im Schutzgebiet – erlaubt oder verboten?

Der New Forest in Südengland zählt zu den letzten großen unberührten Weide- und Waldgebieten des Landes. Besonders bekannt ist er für seine frei lebenden Ponys und Esel, die unter besonderem Schutz stehen. Aufgrund wiederholter Störungen durch Besucher hat die Parkverwaltung klare Regeln eingeführt: Die Tiere dürfen weder gefüttert noch berührt werden. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 1000 Pfund – rund 1156 Euro – geahndet werden.

Die Aufnahmen zeigen entspannte Tiere

Kate Beckinsale veröffentlichte kürzlich mehrere Fotos aus dem Nationalpark, auf denen sie neben grasenden Ponys und Eseln zu sehen ist. Die Bilder liegen der Redaktion vor. Sie zeigen keine auffällige oder aggressive Annäherung: Die Tiere wirken entspannt, stehen in Gruppen zusammen und sind nicht von ihrer Herde getrennt. Anzeichen für Stress oder Angst – wie etwa das für Esel typische Erstarren als Verteidigungsreaktion – sind auf den Bildern nicht erkennbar.

Bekleidet mit Shorts, Plateauschuhen, Sonnenbrille und einer schwarzen Haarschleife posierte Beckinsale für die Kamera. Laut dem britischen Boulevardblatt „The Sun“ ein „bizarres“ Outfit für einen Fotoshoot, mit dem die Schauspielerin eine hohe Geldstrafe für ihre „Eskapaden“ riskiere. In der Bildunterschrift schrieb Beckinsale: „Tiere sind den Menschen im Großen und Ganzen weit überlegen. Außer den Menschen in diesem Video, für die ich gerne sterben würde …“

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Belastete Zeiten für Familie Beckinsale

Der Ausflug in den New Forest hatte für die Schauspielerin einen tief persönlichen Hintergrund. „Danke, New Forest, dass ihr am Tag nach der Beerdigung meiner Mutter ein Ort der Heilung wart, und danke an die Pferde und Esel, die das auf magische Weise hinbekommen haben“, kommentierte Beckinsale den Beitrag weiter.

Am Vortag hatte sie gemeinsam mit ihrer Tochter die Beerdigung ihrer Mutter, der Schauspielerin Judy Loe, besucht. Während der Trauerfeier hielten sie Reden und feierten das Leben ihrer Mutter und Großmutter. Beckinsales sichtlich untröstliche Tochter wurde nach ihrer Totenrede von ihrem Vater Michael Sheen, ebenfalls Schauspieler und von 1995 bis 2003 in einer Beziehung mit Kate Beckinsale, umarmt. Ein emotionaler Moment, der unter den anwesenden Trauergästen für sichtbare Rührung sorgte.

Kate Beckinsale posiert mit einem Esel
Ein Screenshot des mittlerweile gelöschten Instagram-Postings liegt der PETBOOK-Redaktion vor Foto: Instagram / Kate Beckinsale

Verständlich also, dass Mutter und Tochter nach diesem aufreibenden Tag etwas Entspannung suchten. Denn der Tod der Mutter war nicht der einzige Schicksalsschlag, den sie in den vergangenen Jahren verkraften mussten. 2024 verlor Beckinsale auch ihren Stiefvater, den Regisseur Roy Battersby. Auch der Tod von Kater Clive nahm die Schauspielerin so mit, dass sie mit seinem Sarg zu Bett geht (PETBOOK berichtete).

Hinzu kamen gesundheitliche Probleme: Auf ihrem Instagram-Account hatte die 51-Jährige mehrfach berichtet, wegen massiver Speiseröhrenbeschwerden wochenlang im Krankenhaus gewesen zu sein. In dieser Zeit habe sie wiederholt Blut erbrochen.

Konsequenzen noch unklar – Instagram-Profil gelöscht

Ob die persönlichen Umstände eine mögliche Strafe abwenden können, ist bislang offen. Laut dem britischen Boulevardblatt „The Sun“ könnte Kate Beckinsale für ihren Esel-Ausflug dennoch mit einer Geldbuße rechnen – unabhängig davon, wie friedlich die Szene auf den Bildern wirkt. Eine offizielle Einschätzung der Parkverwaltung steht noch aus.

Auffällig ist jedoch, dass Beckinsales Instagram-Profil am Donnerstag plötzlich nicht mehr erreichbar war. „The Sun“ spekuliert, es könne gelöscht worden sein – möglicherweise im Zusammenhang mit dem Vorfall. Auf TikTok sind die fraglichen Aufnahmen derzeit weiterhin im Umlauf.

Ob und in welchem Umfang Konsequenzen folgen, ist noch nicht abzusehen. Klar ist aber: Der eigentlich tröstliche Moment im Grünen könnte für Kate Beckinsale ein juristisches Nachspiel haben.

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