14. August 2026, 9:08 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Kratzbaum, Kratzpappe, Futternäpfe – und schon ist die Wohnung katzengerecht, oder? Ganz so einfach ist es leider nicht. PETBOOK verrät, was Sie wirklich für eine katzengerechte Wohnung beachten müssen.
Diese Basics dürfen nicht fehlen
Bevor ein Kätzchen in die Wohnung einzieht, müssen die zukünftigen Besitzer erst einmal auf Shopping-Tour gehen. Zur Grundausstattung gehört beispielsweise ein robuster, standfester Kratzbaum, an dem die Katze ihre Krallen schärfen kann. Zusätzlich kann man Kratzpappen aufstellen und Kratzbretter aufhängen. Je mehr spannende Möglichkeiten das Tier hat, seine Krallen auf „legalem“ Weg zu wetzen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es das Sofa und die Tapete verschont. Obwohl in vielen Kratzbäumen bereits eine Schlafhöhle integriert ist, freuen sich Katzen über weitere Rückzugsmöglichkeiten wie Kuschelhöhlen, Kissen und Körbchen.1
Zu den wichtigsten Basics gehört natürlich auch die Katzentoilette. Idealerweise stellt man mehrere bereit. Als Faustformel für die Toilettenanzahl gilt: immer eine mehr, als Katzen im Haushalt leben. Die Toiletten der Katze sollten an möglichst abgeschiedenen Orten in der Wohnung platziert werden, damit die Katzen ihr Geschäft in Ruhe verrichten können. Herrscht zu viel Trubel in der Nähe des Katzenklos, kann es passieren, dass das eine oder andere Pfützchen danebengeht.
Damit die Katze spielen kann
Vor allem reine Wohnungskatzen brauchen viel Abwechslung, damit ihnen in ihrem kleinen Revier nicht langweilig wird. Als Ersatzbeute besonders begehrt:
- Spielangeln
- Filzmäuse
- Mini-Kissen mit einer Füllung aus getrockneter Katzenminze
Auch Fummelbretter, Schnüffelteppiche und ähnliche Intelligenzspielzeuge sorgen für Spielspaß in der Wohnung.
Ist die Grundausstattung besorgt, sollten Tierfreunde überlegen, was sie noch machen können, um ihr Zuhause katzengerecht einzurichten. Da Katzen gerne von erhöhten Positionen aus auf ihr Revier blicken, empfiehlt es sich, zusätzliche Sitz- und Laufflächen an der Wand zu schaffen. Dazu bringt man stabile, leere Regalbretter so an, dass die Katze bequem hinaufhüpfen und darauf spazieren gehen kann – ein echter Catwalk!
Viele Katzen schauen gerne aus dem Fenster und beobachten dabei die Vögel oder den Trubel auf der Straße. Es ist daher sinnvoll, der Katze ein gemütliches Plätzchen auf dem Fensterbrett einzurichten. Dafür genügt es schon, dieses von Blumentöpfen, Bilderrahmen und sonstiger Deko zu befreien und so Platz für das neugierige Tier zu schaffen. Mit einem Kuschelkissen auf dem Fensterbrett entsteht womöglich sogar ein potenzieller Lieblingsplatz der Katze.
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Für Sicherheit sorgen
Bei der Einrichtung einer katzengerechten Wohnung spielt natürlich auch der Sicherheitsaspekt eine wichtige Rolle. Giftige Gewächse wie Weihnachtssterne, Narzissen und Efeu sollten sich nicht in den Räumen befinden, zu denen die Katze Zutritt hat. Stattdessen können Katzenbesitzer Pflanzen aufstellen, die die Tiere anknabbern dürfen – und sollen. Katzengras hilft den Katzen dabei, verschluckte Härchen loszuwerden: Sie fressen die Halme von Gersten-, Weizen- oder Zyperngras als natürliches Brechmittel, um dadurch die Haare aus ihrem Magen besser hochwürgen zu können.
Weitere Giftquellen wie Putzmittel und Medikamente sollten sicher in Schränken verstaut sein. Da vor allem junge Kätzchen schon mal Stromkabel annagen, sollten diese nach Möglichkeit sicher verlegt werden und am besten in einem Kabeltunnel verschwinden. Gekippte Fenster können für Katzen zur tödlichen Falle werden. Deshalb sollten Katzenbesitzer ihre Fenster mit Netzen absichern.
Balkon katzensicher machen
Zu einer katzengerecht eingerichteten Wohnung zählt auch der Balkon. Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte seiner Katze ein paar entspannte Sonnenstunden auf dem Balkon gönnen. Die Tiere genießen es, die warmen Strahlen auf ihrem Fell zu spüren und ihre Umgebung zu beobachten. Damit die Katze bei ihrem Ausflug an die frische Luft stets in Sicherheit ist, sollte ein Katzennetz oder -gitter am Balkon angebracht werden. Handelt es sich um eine Mietwohnung, sollte vorab der Vermieter um Erlaubnis gefragt werden – denn nicht überall wird die „Verzierung“ der Hausfassade mit einem Katzengitter gerne gesehen.2