11. Januar 2026, 8:12 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Katzen gelten oft als eigenwillige Einzelgänger – doch wer eine Katze zu Hause hat, weiß: Viele Stubentiger sind überaus verspielt, oft bis ins hohe Alter. Das liegt in ihrer Natur: Spielerisches Jagen hält sie körperlich fit und mental wach. Gerade Wohnungskatzen, die keinen Zugang zur freien Wildbahn haben, sind auf Beschäftigung angewiesen, um sich wohlzufühlen. PETBOOK zeigt sieben abwechslungsreiche Spielideen, mit denen Sie Ihrer Katze sinnvolle Abwechslung bieten können.
Übersicht
- 1. Jagen wie in der Natur: Beutespiele für kleine Raubtiere
- 2. Köpfchen gefragt: Intelligenz- und Geschicklichkeitsspiele
- 3. Apportieren? Auch Katzen können’s
- 4. Spiel im Verborgenen: Versteckspiele
- 5. Bewegung fördern: Klettern, Erkunden, Toben
- 6. Für Wasserratten: Spielerisches Plantschen
- 7. Futter für’s Köpfchen: Suchspiele
- 8. Clickertraining
- Quellen
1. Jagen wie in der Natur: Beutespiele für kleine Raubtiere
Jagd- bzw. Beutespiele sind ein Klassiker der Katzenbeschäftigung, schließlich ahmen sie das natürliche Verhalten der Katze nach. Der kleine Räuber darf dabei ordentlich Gas geben, um seine (künstliche) Beute zu fangen. Hierfür eignen sich beispielsweise die bereits erwähnten Fellmäuse und Federstäbe.
Überdies gibt es elektrische Katzenspielzeuge, wie etwa von selbst rollende Bälle. Sie können eingesetzt werden, um Ihre Katze auch während Ihrer Abwesenheit sinnvoll zu beschäftigen. Laserpointer sind als Beutespiel umstritten, da die Katze den Lichtpunkt zwar fangen kann, doch der Jagderfolg ausbleibt.1
Welche Spielzeuge sich dafür eignen, verraten wir Ihnen im BILD-Kaufratgeber: Katzenspielzeuge im Test: Was Ihrer Katze wirklich Spaß macht
2. Köpfchen gefragt: Intelligenz- und Geschicklichkeitsspiele
Bei dieser Art von Spielzeug muss die Katze nicht nur Pfoten und Nase, sondern auch ihr Köpfchen einsetzen, um an das begehrte Leckerli zu kommen. Im Fachhandel sind beispielsweise spezielle Futterbälle erhältlich, die das Tier so lange anstupsen muss, bis ein Happen Trockenfutter herausfällt.
Bei Schnüffel- bzw. Fummelteppichen werden die Katzensnacks zwischen den langen Teppichfasern versteckt, sodass die Katze sie unter vollem Körpereinsatz „herausfummeln“ muss. Nach einem ähnlichen Prinzip funktionieren Geschicklichkeitsspiele wie interaktive Futterlabyrinthe, bei denen das Futter aus kleinen Öffnungen geangelt werden muss.2
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3. Apportieren? Auch Katzen können’s
Klar, Apportieren ist in erster Linie eine Disziplin für Hunde. Doch auch so manche Katze hat Spaß daran, einer Plüschmaus oder einem gehäkelten Ball hinterherzujagen und ihre Beute beim Halter abzuliefern – vor allem, wenn als Belohnung ein Leckerli wartet.
4. Spiel im Verborgenen: Versteckspiele
Katzen sind Lauerjäger. Geduldig sitzen sie vor einem Mauseloch und warten ab, bis das Beutetier in Reichweite kommt. Um das Tier auch ohne vorhandene Nager in der Wand artgerecht zu beschäftigen, können sich Katzenbesitzer dieses Verhalten zum Vorbild nehmen und beispielsweise eine Spielmaus vor den Augen der Katze hinter einem Regal verstecken. Nicht wenige Tiere werden dieses Angebot annehmen, der Beute auflauern – und mit der Pfote nach der versteckten Maus schlagen.3
5. Bewegung fördern: Klettern, Erkunden, Toben
Wer seiner Katze mehr als nur einen Kratzbaum bieten möchte, kann mit Regalbrettern an der Wand einen „Catwalk“ in luftiger Höhe gestalten. Vor allem Wohnungskatzen werden sich über die zusätzlichen Klettergelegenheiten freuen. Denn sie verschaffen ihnen nicht nur Bewegung, sondern auch einen besseren Überblick über ihr Revier. Auch Agility-Tunnel und ein selbst gebauter Parcours aus Möbeln, Kisten und Decken kann den Bewegungsdrang und den Spieltrieb der Katze befriedigen.4
6. Für Wasserratten: Spielerisches Plantschen
Entgegen der landläufigen Meinung sind nicht alle Katzen wasserscheu. Manche lieben es, mit der Pfote am tropfenden Wasserhahn oder am Trinkbrunnen zu spielen. Für sie bieten sich kreative Wasserspiele an, bei denen die Katze etwa ein Leckerli aus einer Wasserschüssel angeln muss. Damit das Häppchen nicht untergeht, kann es beispielsweise auf einer schwimmenden Gummiente platziert werden.
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7. Futter für’s Köpfchen: Suchspiele
Futter lässt sich nicht nur im Fummelbrett verstecken. Viele Katzen lieben es, das gesamte Zimmer danach zu erkunden. Das gilt allerdings nur für zusätzliche Leckerli. Hauptmahlzeiten sollten immer regelmäßig und zur selben Zeit gegeben werden, sonst kann es zu Unsicherheit bei den Tieren kommen. Zum Verstecken eignen sich am besten trockene Snacks wie getrocknetes Hühnerfleisch oder Kroketten.
8. Clickertraining
Durch Clickertraining können Katzenfreunde ihren Liebling artgerecht beschäftigen und ihm gleichzeitig kleine Tricks wie Männchen machen und Pfötchen geben beibringen. Sobald die Katze das gewünschte Verhalten zeigt, lässt der Besitzer mithilfe eines Clickers oder Knackfroschs ein „Klick“-Geräusch ertönen und belohnt sein Tier sofort. Clevere Katzen werden schnell verstehen, wofür es ein Leckerli gibt und begeistert mitmachen.
Eine detaillierte Anleitung zum Klickern mit Katzen finden Sie in diesem PETBOOK-Artikel.