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In den sozialen Medien

Jetzt bringt die Nicki-Minaj-Challenge auch noch Haustiere in Gefahr

Bei der Nicki-Minaj-Challenge gab es bereits mehrere verletzte Teilnehmerinnen. Nun scheint dieser fragwürdige Trend auch viele Tierhalter zum Nachmachen anzuregen.
Bei der Nicki-Minaj-Challenge gab es bereits mehrere verletzte Teilnehmerinnen. Nun scheint dieser fragwürdige Trend auch viele Tierhalter zum Nachmachen anzuregen. Foto: Getty Images
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Dennis Agyemang
Dennis Agyemang Autor

13. August 2025, 16:57 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Seit Wochen sorgt die sogenannte Nicki-Minaj-Challenge in den sozialen Netzwerken für jede Menge Aufmerksamkeit. Ganz nach dem Motto „höher, schneller, weiter“ versuchen sich vorwiegend Internetnutzerinnen mit immer spektakuläreren Videos zu übertrumpfen. Dabei kommt es immer wieder zu Verletzungen. Nun hat der fragwürdige Trend auch die Hundehalter erreicht.

Waghalsige #nickiminajchallenge sorgt für viele Verletzungen

In den sozialen Netzwerken sind seit Wochen spektakuläre Videos zu sehen, die einen meist staunend zurücklassen. Sie zeigen Frauen, die einbeinig und in hohen Highheels auf mehr oder weniger stabilem Untergrund posieren. Die waghalsigen Videos sind alle Teil der sogenannten #nickiminajchallenge, die derzeit viral geht.

Weltweit messen sich Frauen, die von einem Video der Rapperin Nicki Minaj inspiriert wurden, an deren Extremen. Konkret geht es um einen Ausschnitt aus ihrem „High School“-Musikvideo aus dem Jahr 2014, in dem sie in High Heels auf einem Bein mit überschlagenen Knien neben einem Swimmingpool posiert. Ein Anblick, der definitiv Eindruck macht und viele dazu animiert, ebenfalls eine solche Szene nachzustellen. Die Herausforderung dabei: auf möglichst schwierigem Untergrund stehen. Koste es, was es wolle!

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Junge Mutter brach sich bei Challenge das Rückrad

Doch nicht nur die Untergründe wurden von Video zu Video schwieriger, auch die Absätze wurden immer höher. Die Frauen, die es nachmachen, trauen sich auf Sporthanteln, Türklinken oder auch Nagellackfläschchen. „Das ist einfach verrückt!“, kommentiert eine Userin ein solches Video. „Ich könnte mit solchen High Heels noch nicht einmal über einen normalen Boden laufen, ohne mir den Hals zu brechen!“

Da überrascht es nicht, dass es bei dieser Challenge zu teils schlimmen Unfällen kommt. So berichteten die Medien erst vor wenigen Tagen von einer russischen Influencerin, die beim Versuch, in Stilettos auf einer Dose Babymilchpulver zu balancieren, abrutschte und sich das Rückgrat brach. Da die Milchpulverdose auf einem Kochtopf auf einer Kücheninsel gestapelt war, war die Fallhöhe recht hoch. Hinzu kam der unsichere Stand durch die Highheels in der besagten Nicki Minaj-Pose.1

Mittlerweile zitieren die Medien diverse Ärzte in den USA, die davon berichten, dass sie wöchentlich Patienten aufnehmen müssten, die sich beim Versuch solcher Challenges verletzen.

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Halter bringen Haustiere wegen #nickiminajchallenge in Gefahr

Nun ist die offensichtlich gefährliche Nicki-Minaj-Challenge auch in Teilen der Hundehalter-Bubble angekommen. Denn in letzter Zeit tauchen vermehrt Videos auf, die Hunde – wenn auch glücklicherweise nicht in High Heels – aber dennoch auf irgendwelchen Gegenständen balancierend zeigen. Dabei zeigen die Vierbeiner ganz klar körperliche Anzeichen von Stress und Unbehagen.

PERBOOK-Redakteurin und Verhaltensbiologin Saskia Schneider hat sich die Videos angesehen. Viele der Hunde klemmen den Schwanz ein und haben weite Pupillen. Das seien klare Anzeichen von Stress und Angst. „Hier muss man davon ausgehen, dass keiner der Hunde diese Positionen freiwillig eingenommen hat – etwa durch ein gezieltes Training, wie man das von einer Dressur bei Film- oder Zirkustieren kennt.“ Das sei nicht nur ein Vertrauensmissbrauch der Halter, so die Biologin. Sollte sich das Tier bei der Challenge verletzen, kann ein Trauma entstehen – nicht nur körperlich, sondern auch psychisch.

Denn offensichtlich birgt diese Challenge auch für Tiere ein enormes Verletzungsrisiko. Dabei setzen Halter ihre Haustiere für ein bisschen Reichweite leichtfertig einem Risiko aus – und das für eine Sache, die sich die Tiere nicht einmal selbst aussuchen können. Hierbei handelt es sich um einen Umstand, der eigentlich schon tierschutzrelevant sein dürfte. „Dabei muss sich der Hund nicht einmal ernsthaft wehtun – der Sturz allein kann zu einer Panik führen“, betont Schneider. Im schlimmsten Fall kann das in Aggression gegen den Besitzer oder andere Haustiere umschlagen.

Quellen

  1. spiegel.de, „Angehende Influencerin bricht sich bei Nicki-Minaj-Challenge das Rückgrat“, (aufgerufen am 13.08.2025) ↩︎

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