23. Oktober 2026, 13:03 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten
Viele Menschen fiebern jedes Jahr dem Verkaufsstart des Pumpkin Spice Latte bei den großen Kaffeehausketten entgegen. Das herbstliche Getränk ist so beliebt, dass es inzwischen auch als Hunde-Variante im Netz kursiert. Doch was steckt dahinter, welche Zutaten braucht man dafür, und ist der Genuss für Vierbeiner wirklich unbedenklich? Gesundheitsberaterin für Hunde und Katzen und PETBOOK-Autorin Philine Ebert hat das Rezept ausprobiert und ihren Hund Bailey das Ergebnis probieren lassen.
Was steckt hinter dem Getränk mit dem Namen Pumpkin Spice Latte?
Der Pumpkin Spice Latte wurde 2003 von Starbucks Coffee erfunden, einer der größten Kaffeehausketten der USA. Als Kaffeegetränk mit Milch und Sahne wird es zudem mit einer Mischung aus traditionellen Herbstgewürzen, wie Zimt, Muskatnuss oder Nelke, aufgewertet. Diese auch Kürbiskuchengewürz genannte Mischung war in Amerika sofort der Renner. Inzwischen hat das Saisongetränk auch den Weg nach Deutschland gefunden und versüßt uns auch hierzulande die Herbst- und Halloweenzeit.
Dass Kaffee, Sahne und Zucker jedoch im Ernährungsplan für Haustiere nicht geeignet sind, weiß wohl jeder Tierbesitzer. Daher gibt es inzwischen eine Variante speziell für Hunde. Sie wird aus natürlichen Zutaten zubereitet, ist gesund und sieht aus wie das Original.
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Grundrezept für den „Pumpkin Spiced Dog Latte“:
Für 3–4 Portionen (je nach Größe des Hundes) benötigt man:
- 120 Gramm Kürbispüree
- ca. 4–5 Esslöffel Kokos- oder Ziegenmilch
- etwas Wasser
- eine Prise Zimt
- Kürbiskerne
Das Kürbispüree wird mit ca. 4 Esslöffeln Milch, etwas Wasser und der Prise Zimt gemixt und in einen Plastikbecher oder eine Schüssel gefüllt. Darauf werden zum Schluss die Kürbiskerne dekoriert und fertig ist der „Pumpkin Spiced Dog Latte“, der nun genüsslich geschlabbert werden kann!
Natürlich lässt sich das Rezept durch andere schmackhafte Zutaten farblich und nach Geschmack des Hundes aufwerten oder ergänzen. Dazu eignen sich z. B. Haferflocken, Hirse, Heidelbeeren, Karotte, Kurkuma, Pistazien oder Chiasamen. Auch kleine Hundekekse oder Leckerlis lassen sich gut als Dekoration darauf streuen und sind eine knusprige Ergänzung.
Welche Zutaten enthält der Hunde-Latte – und wie wirken sie?
Der Pumpkin Spice Latte für Hunde ist also ein leckerer Snack, der aus dem Wunsch der Menschen entstanden ist, ihren Tieren ein besonderes Leckerchen anzubieten. Allerdings können die Inhaltsstoffe des Getränks sogar positive Wirkungen auf den Organismus von Hunden haben!
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Kürbis
Das farbenfrohe Herbstgewächs ist in entsprechender Menge eine gesunde Nahrungsergänzung für Hunde, denn es enthält viele wertvolle Vitamine, Eisen, Kupfer, Folsäure, Magnesium, Kalium, Niacin, Phosphor, Carotin, Thiamin und Mangan.
Kürbis kann sich positiv auf die Gesundheit des Hundes auswirken:
- zur Stärkung des Immunsystems
- bei Stoffwechsel-, Magen- und Verdauungsproblemen
- für eine gesunde Blase und Prostata
- unterstützend zur Insulinregulierung bei Diabetes
- gut für die Haut- und Fellgesundheit
- sättigt und ist dabei kalorien-, cholesterin- und fettarm
Für Hunde eignet sich nur das Fruchtfleisch von Gemüse-Kürbissen ohne Bitterstoffe, wie Hokkaido, Bischofsmütze, Butternut oder Spaghettikürbis. Am besten kocht man das Kürbispüree selbst oder kauft es fertig, ohne Zusätze oder Gewürze und in Bio-Qualität.
Kürbiskerne
Die Kerne können gemahlen oder gehackt zugefüttert werden und sind durch ihre ungesättigten Fettsäuren wichtig für den Zellstoffwechsel. Sie enthalten ebenso wertvolle Vitamine und Mineralstoffe wie das Kürbisfleisch selbst und sind somit eine sinnvolle Nahrungsergänzung.
Kokosmilch
Sie enthält Laurinsäure, die, wie reiner Kokos, von Haus aus eine antibakterielle und immunstärkende Wirkung hat. In Maßen und in guter Qualität kann diese Milch unbedenklich an Hunde verfüttert werden. Wichtig ist, darauf zu achten, Milch in kleinen Mengen dosiert zu füttern, sonst könnte es zu unerwünschten Verdauungsbeschwerden kommen, da der Hundeorganismus sich erst daran gewöhnen muss.
Zimt
Für Hunde sollte man nur Ceylon-Zimt verwenden. Er ist zwar teurer als der herkömmliche Cassia-Zimt, hat aber einen geringeren Gehalt an Cumarin, das bei übermäßigem Verzehr Erkrankungen der Leber begünstigen kann. Die Menge in Hundekeksen oder als Futterzugabe sollte über eine Prise nicht hinausgehen. Wer sich unsicher ist, kann den Zimt aber auch weglassen.
Unser Fazit
„Dieser Herbsttrend ist nicht nur wegen seiner Ähnlichkeit zum Original Pumpkin Spice Latte für Herrchen und Frauchen gerade ein Highlight in den sozialen Netzwerken. Der „Pumpkin Spiced Dog Latte“ sieht nicht nur toll aus, sondern ist tatsächlich eine gesunde und abwechslungsreiche Ergänzung zum täglichen Futter unserer Hunde. Voller wichtiger Nährstoffe und mit wenig Kalorien kann man seinem Vierbeiner damit eine bunte Freude machen. Uns hat es Spaß gemacht und Bailey hat’s geschmeckt! Probieren Sie es aus, nachmachen unbedingt empfohlen!“– Philine Ebert, Gesundheitsberaterin für Hunde und Katzen