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Kleine Röschen

Dürfen Hunde Rosenkohl fressen?

Klein, rund, grün und gesund – doch dürfen auch Hunde die kleinen Röschen fressen?
Klein, rund, grün und gesund – doch dürfen auch Hunde die kleinen Röschen fressen? Foto: Getty Images/Anna-av
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Werkstudentin

14. November 2025, 10:59 Uhr | Lesezeit: 5 Minuten

Geröstet, gekocht oder als Rohkost – viele Menschen lieben Rosenkohl, besonders in der kalten Jahreszeit. Doch was für uns ein gesundes Wintergemüse ist, wirft bei vielen Hundebesitzern Fragen auf: Dürfen Hunde Rosenkohl eigentlich fressen? PETBOOK erklärt, ob die kleinen Röschen für Vierbeiner geeignet sind, welche Vorteile sie bieten – und worauf Halter unbedingt achten sollten.

Was Rosenkohl so besonders macht

Die kleinen grünen Kugeln sind auf vielen Tellern im Herbst und Winter ein willkommenes Gemüse. Besonders zu den kalten Jahreszeiten kochen wir ihn, schieben ihn in den Backofen und manchmal landet er sogar karamellisiert auf dem Tisch. Und das ist nicht neu: Die ersten Rosenkohl-Pflanzen (Brassica oleracea var. gemmifera) wurden schon im 16. Jahrhundert in der Nähe von Brüssel angepflanzt – daher kennt man ihn auch unter dem Namen Brüssler Kohl. Im Laufe des 19. Jahrhunderts breitete sich der Anbau in ganz Europa aus.

Rosenkohl wächst in Form von kleinen Kügelchen entlang eines Stängels, der bis zu 90 Zentimetern hoch werden kann. Rosenkohl gehört wie Brokkoli und Blumenkohl ebenso zu den Kreuzblütlern. Geerntet wird der Rosenkohl zwischen Oktober und Dezember. In dieser Zeit gibt es in den Supermärkten oft Netze mit den Röschen zu kaufen.1

Anbau von Rosenkohl
Die kleinen grünen Röschen wachsen an dem langen Stängel der Pflanze. Sieht etwas lustig aus, oder? Foto: Getty Images/Westend61

Dürfen Hunde Rosenkohl fressen?

Auch bei Hunden darf Rosenkohl auf dem Teller landen. Viele Inhaltsstoffe des Rosenkohls können einen positiven oder unterstützenden Effekt auf den Hundeorganismus haben. Allerdings gibt es auch einen Nachteil. Vielleicht kennen Sie das auch: Wenn man Kohl gegessen hat und sich auf einmal der Bauch aufbläht. Das ist nicht nur ein unangenehmes Gefühl, sondern kann auch zu Bauchschmerzen führen.

Bei Hunden ist das ähnlich – zu viel von den kleinen Röschen gegessen, schon macht der Hundebauch Radau. Aber woran liegt das? Rosenkohl beinhaltet Isothiocyanat – eine chemische Verbindung, die man umgangssprachlich auch „Senföl“ nennt. Bei uns Menschen kann Senföl in Maßen die Verdauung anregen. Bei Hunden sieht es anders aus: In den Hundebäuchen sorgen Senföle für Schmerzen und Blähungen.

Wenn Sie also Ihrem Hund Rosenkohl füttern möchten, dann kommt es auf die Menge der Röschen an. 2

Wie viel Rosenkohl darf eine Hund fressen?

Ganz pauschal lässt sich die Frage nicht beantworten. Fest steht: Der Hund sollte Rosenkohl in geringen Mengen nicht öfter als zweimal in der Woche bekommen. Wie viel Rosenkohl Sie letzten Endes an Ihren Hund verfüttern sollten, hängt von der Größe des Hundes ab. Kleine Hunde sollten pro Tag maximal zwei Röschen bekommen. Größere Hunde dürfen sogar bis drei oder vier Röschen fressen. Falls Sie sich unsicher sind, ist es hilfreich, sich von einem Tierarzt oder einer Ernährungsberatung beraten zu lassen. Das schafft Klarheit, vor allem wenn Ihr Hund anfällig ist für Bauchschmerzen.3

Inhaltsstoffe von Rosenkohl

In den kleinen Röschen versteckt sich eine ganze Menge an Kalium, sogar mehr als in Bananen oder Kartoffeln. Kalium ist für Hunde einer der essenziellsten Mineralstoffe – der Hundeorganismus benötigt den Stoff zur Nervenfunktion und Muskelkontraktion. Aber Rosenkohl hat noch mehr zu bieten: In 100 Gramm Rosenkohl stecken 112000 Mikrogramm Vitamin C. 4

Inhaltsstoffe auf 100 Gramm Rosenkohl:

  • Vitamin A (Retinoläquivalent): 79 μg
  • Vitamin B1 (Thiamin): 126 μg
  • Vitamin B2 (Riboflavin): 134 μg
  • Vitamin B3 (Niacin): 670 μg
  • Vitamin B6 (Pyridoxin): 350 μg
  • Folsäure (Vitamin B9): 101 μg
  • Vitamin C: 112000 μg
  • Vitamin E (Alpha-Tocopherol): 560 μg
  • Vitamin K: 153 μg
  • Kalium: 450 μg

Diese Vielzahl an Vitaminen und Mineralstoffen macht Rosenkohl zu einem echten Nährstoffpaket – nicht nur für uns Menschen, sondern auch für Hunde.

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Hunde dürfen Rosenkohl auch roh fressen

Rosenkohl hat neben viel Vitamin C und Kalium auch noch wertvolle Antioxidantien. Diese unterstützen das Immunsystem und fördern die Gesundheit des Hundes. Allerdings sind diese hitzeempfindlich und müssen schonend zubereitet werden. Am meisten Antioxidantien enthält Rosenkohl im rohen Zustand. Hunde dürfen Rosenkohl roh fressen, wenn sie es vertragen. Sollten Sie merken, dass Ihr Hund Beschwerden beim oder nach dem Fressen zeigt, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen und zukünftig auf rohe Verfütterung verzichten.

Rosenkohl darf aber auch für die Hunde gedünstet, püriert oder durchgekocht sein. Wichtig ist, dass Sie den Rosenkohl nicht würzen oder mit Öl zubereiten.

Rosenkohl nur in Maßen und mit Vorsicht

Rosenkohl darf auch auf dem Speiseplan von Hunden stehen – allerdings nur in kleinen Mengen und nicht zu oft. Wichtig ist, den Hund schrittweise an das Gemüse zu gewöhnen, damit sich sein Magen-Darm-Trakt langsam darauf einstellen kann. Welpen sollten erst schrittweise kleine Portionen bekommen, da ihr Verdauungssystem noch besonders empfindlich ist. Zeigt der Hund Anzeichen von Magen- oder Darmbeschwerden, sollte vor der nächsten Fütterung unbedingt ein Tierarzt um Rat gefragt werden.

Quellen

  1. naturlexikon-bayern.de, „Rosenkohl (Brassica oleracea var. gemmifera)“ (aufgerufen am 14.11.2025) ↩︎
  2. kochenfuerhunde.de, „Rosenkohl für Hunde“ (aufgerufen am 14.11.2025) ↩︎
  3. praxistipps.focus.de, „Rosenkohl für Hunde: Das sollten Sie beachten“ (aufgerufen am 14.11.2025) ↩︎
  4. geo.de, „Rosenkohl: Diese Vitamine stecken drin“ (aufgerufen am 14.11.2025) ↩︎

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