7. Juli 2026, 13:05 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Tiger gelten als die bekanntesten Großkatzen der Welt. Doch nur wenige wissen, warum ihre Streifen die perfekte Tarnung sind, weshalb sie gern schwimmen oder wie viele Tiere heute noch in freier Wildbahn leben. PETBOOK stellt die spannendsten Fakten über den Tiger vor.
Übersicht
So viel frisst ein Tiger pro Tag
Tiger sind reine Fleischfresser. Pro Tag benötigen sie zum Sattwerden bis zu zehn Kilogramm Fleisch. Je nach Lebensraum zählen zu ihren Beutetieren unter anderem Hirsche, Antilopen, Wildschweine und Wasserbüffel. Sie besiedeln in vielen Regionen Asiens Regenwälder, Sumpfwälder und Nadelwälder – mitunter trifft man sie auch in der Savanne. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Russland über Indien und Nepal bis nach Indonesien und Malaysia. 1
So groß werden Tiger
Die Wissenschaft teilt die Tiger in sechs Unterarten ein, die sich hinsichtlich Lebensraum, Größe und Fellfarbe ein wenig voneinander unterscheiden: Der Sibirische Tiger, auch Amur-Tiger genannt, ist der größte von ihnen und gleichzeitig die größte lebende Katze der Welt. Er erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu zwei Metern und ein Gewicht von bis zu 300 Kilogramm. Der Südchinesische Tiger, der einst in weiten Teilen Chinas heimisch war, gilt in der Natur als ausgestorben. Durch Nachzucht- und Auswilderungsprogramme versuchen Tierschützer, diese seltene Unterart zu retten.
Auch interessant: Liger – die Kreuzung aus Löwe und Tiger
So schnell ist die Großkatze
Während der Jagd kann der Tiger bis zu 60 Kilometer pro Stunde schnell werden. Zum Vergleich: Der schnellste Mensch der Welt, der Jamaikaner Usain Bolt, erreichte bei seinen Sprints eine zwischenzeitliche Höchstgeschwindigkeit von knapp 45 Kilometern pro Stunde. Genau wie ein Sprinter kann aber auch das Raubtier seine Spitzengeschwindigkeit nicht lange durchhalten. Er ist ein typischer Lauerjäger, der sich nah an seine Beute heranschleicht und sie nach einem kurzem Spurt überwältigt.
Darum hat der Tiger Streifen
Ein spannender Fakt zum Tiger dreht sich um sein wohl markantestes Merkmal: die seine besondere Fellzeichnung. Dank der Längsstreifen verschwinden die großen Tiere praktisch zwischen den Bäumen und Sträuchern des Dschungels und sind für seine Beute dadurch fast unsichtbar. Zudem haben Wissenschaftler herausgefunden, dass die meisten Beutetiere der Großkatze farbenblind sind. Für Rehe, Wildschweine und Antilopen sieht das orangefarbene Fell des Raubtiers aus, als wäre es grün – und ist damit die perfekte Tarnung für den Waldbewohner!
Können Tiger schwimmen?
Die meisten Katzen – und auch Großkatzen – hassen es, nass zu werden. Tiger bilden hier die Ausnahme. Sie begeben sich sogar freiwillig ins kühle Nass. Sie sind ausgezeichnete Schwimmer und gönnen sich gerne mal ein Bad zur Abkühlung.
So lange leben Tiger
In freier Wildbahn werden Tiger häufig nicht einmal zehn Jahre alt. Sie sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt – vor allem Wilderer stellen eine enorme Bedrohung für die seltenen Großkatzen dar.
Verschiedenen Körperteilen der Tiere werden Heilkräfte zugesprochen, weshalb die stark gefährdete Raubkatze noch immer illegal bejagt wird – obwohl der Handel mit Tigerknochen längst verboten ist. In der Gefangenschaft beträgt ihre Lebenserwartung bis zu 25 Jahre. Wenn Sie noch mehr über das Alter der Tiger erfahren wollen, lesen Sie gerne unseren Artikel „Wie alt werden eigentlich Tiger?“
Gewusst? Darum gibt es Tiger nur in Asien
Wie alt werden eigentlich Tiger?
Wo leben Tiger?
Immer wieder fragen sich Menschen, ob es auch Tiger in Afrika gibt. Tatsächlich sind die imposanten Großkatzen ausschließlich in Asien heimisch. Wilde Tiger leben heute nur noch in wenigen Ländern Süd-, Südost- und Ostasiens. Berichte über Tiger in Afrika beziehen sich dagegen fast immer auf entkommene oder ausgesetzte Tiere aus privater Haltung – etwa in Südafrika. Warum Tiger nie Teil afrikanischer Ökosysteme waren und weshalb es dennoch immer wieder zu solchen Meldungen kommt, lesen Sie in unserem ausführlichen Artikel „Darum gibt es Tiger nur in Asien“.
Wie viele Tiger gibt es noch?
Einige Unterarten des Tigers sind bereits ausgestorben, andere sind vom Aussterben bedroht. Doch die Schutzbemühungen der letzten Jahre zeigen langsam Wirkung und so gab es 2022 eine gute Nachricht: In Nepal ist die Anzahl der frei lebenden Exemplare auf 335 gestiegen – im Jahr 2009 waren es noch 121. Auch Indien, Bhutan und Russland konnten zuletzt wichtige Zuwächse bei den Tigerpopulationen vermelden.2