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Warum der Meisenknödel zur Gefahr wird – und wie man es besser macht

Zwei Meisen sitzen an einem MEisenknödel
Meisenknödel hängen viele im Winter auf, um heimische Vögel zu unterstützen ohne zu wissen, dass sie eine Gefahr für Tiere darstellen können. Foto: Getty Images
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Felix Mildner

23. November 2025, 8:06 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wenn es draußen kalt wird, greifen viele Naturfreunde zu Meisenknödeln, um heimische Vögel zu unterstützen. Doch ausgerechnet die weitverbreiteten Futterkugeln im grünen Kunststoffnetz bringen unerwartete Risiken mit sich – sowohl für die Tiere als auch für die Umwelt. Warum diese Futterform problematisch ist und welche Alternativen es gibt, erklärt eine NABU-Expertin.

Gefährliche Netze: Meisenknödel mit Risiko

Die beliebten Meisenknödel im Netz können für Vögel zur tödlichen Falle werden. „Auch wir raten davon ab, genetzte Meisenknödel als Futter anzubieten“, warnt Silvia Teich, Pressesprecherin des Naturschutzbundes Deutschland e. V. (NABU), im Gespräch mit myHOMEBOOK (gehört wie PETBOOK zur BOOK family von Axel Springer). Die feinen Kunststoffmaschen können gefährlich werden: Vögel verfangen sich mit Schnabel oder Krallen und verletzen sich dabei schlimmstenfalls schwer.

Doch nicht nur das Verletzungsrisiko ist ein Problem – auch die Umwelt leidet. „Zudem bleiben die leeren Netze häufig in Bäumen, Büschen oder am Boden zurück, wo sie von der Witterung langsam brüchig werden“, so Teich weiter. Das Resultat: Mikroplastik entsteht, gelangt in den Boden und möglicherweise in die Nahrungskette.

So füttert man richtig – ohne Plastik und Risiko

Trotz der Risiken spricht laut NABU nichts grundsätzlich gegen Meisenknödel. Im Gegenteil: „Meisenknödel sind sinnvoll, da sie den Vögeln Körnerfutter und Fett bieten.“ Diese Kombination sei besonders energiereich und helfe den Vögeln, gut durch die kalten Monate zu kommen.

Entscheidend sei jedoch die Darreichungsform. „Wir raten, die Knödel in Spendern für Meisenknödel anzubieten“, empfiehlt Teich. Besonders geeignet seien Metallspender, da sie sich leicht nachfüllen lassen. Wer es kreativ mag, kann laut Teich auch auf Haushaltsutensilien zurückgreifen: „Man kann auch ausgediente Schneebesen als Knödelspender nutzen.“ Dazu die Knödel einfach in den Schneebesen klemmen, umdrehen und an einem geschützten Ort aufhängen.

Füttern mit System: Futtersäulen statt Vogelhäuschen

Auch wer ganz auf Meisenknödel verzichten möchte, findet Alternativen. „Daneben kann man auch Körnerfutter in Futtersäulen anbieten, wo das Futter nach unten rutscht.“ Der Vorteil: Diese Fütterungsmethode ist hygienischer als ein herkömmliches Vogelhäuschen, da das Futter nicht mit den Füßen der Vögel in Kontakt kommt.

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DIY statt Einweg: Meisenknödel einfach selbst machen

Noch nachhaltiger wird die Vogelfütterung, wenn man Meisenknödel selbst herstellt – komplett ohne Plastik. Die Zutaten dafür hat man oft schon im Haus. Zudem lassen sich dabei auch Küchenabfälle wie Orangenschalen sinnvoll verwerten. Eine einfache Anleitung zum Selbermachen bietet PETBOOK im Video.

Auf gute Qualität achten

Nicht nur die Verpackung, auch der Inhalt zählt. „Bei Meisenknödeln sollte man außerdem auf die Qualität achten“, betont Teich. Ihre Empfehlung: Knödel aus dem Fachhandel, am besten in Bioqualität, da sie in der Regel mit hochwertigen Zutaten gefertigt werden.

Wer seinen Garten vogelfreundlich gestalten möchte, kann also mit einfachen Mitteln viel bewirken – vorausgesetzt, er verzichtet auf das Kunststoffnetz und achtet auf Qualität und richtige Darreichung.

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