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Forscher feiern Fund

5-Meter-Hai vor Mallorca gesichtet! Warum das etwas Gutes ist

Stumpfnasen-Sechskiemerhai (Hexanchus griseus) im Wasser
Dass ein Stumpfnasen-Sechskiemerhai (Hexanchus griseus) wie dieser in den Gewässern vor Mallorca aufgetaucht ist, lässt Forscher frohlocken (Symbolbild) Foto: Getty Images
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Louisa Stoeffler
Redakteurin

13. November 2025, 13:14 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Wer an Mallorca denkt, hat meist Sonne, Strand und türkisblaues Wasser vor Augen – ein fünf Meter langer Hai passt da nur schlecht ins idyllische Bild. Doch unter der Meeresoberfläche verbirgt sich ein Paradies für bedrohte Arten – und dieses gibt nun spektakuläre Geheimnisse preis, die Forscher feiern.

Spektakuläre Entdeckung bei Forschungsprojekt

Ein Forschungsteam machte vor der Küste der Insel Cabrera eine Entdeckung, die nicht nur in Fachkreisen für Aufsehen sorgt: Zum ersten Mal wurde in dieser Region ein mächtiger Stumpfnasen-Sechskiemerhai (Hexanchus griseus) gesichtet. Und das ist nicht die einzige Überraschung, die die Studie bereithält, über die BILD (gehört wie PETBOOK zu Axel Springer) zuerst berichtete.

Die Sichtung des fünf Meter langen Exemplars der auch als Grauhai bekannten Art ist ein wissenschaftlicher Meilenstein. Denn bislang hatte man diese Haiart rund um Mallorca noch nie gesichtet. Die Stiftung „Save the Med“, die die Untersuchung leitete, feiert den Fund und setzt sich für den Schutz der Meereswelt im Mittelmeer ein.

Doch der aufregende Fund des Sechskiemerhais ist nur eine von vielen Erkenntnissen, die im Rahmen der umfassenden Studie gewonnen wurden. Die Ergebnisse der Untersuchung mit dem Titel „Haie und Rochen im Nationalpark Cabrera: Untersuchung ihrer Vielfalt, Häufigkeit, Saisonalität und Bewegungsmuster mittels nicht-invasiver Techniken“ wurden am Dienstag vom Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Umwelt der Balearen vorgestellt. Es handelt sich dabei um die bislang detaillierteste Erhebung zu diesen Arten im gesamten Archipel.

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Nationalpark Cabrera – ein Refugium für gefährdete Meerestiere

Seit dem 1. Februar 2019 ist Cabrera offiziell der größte Nationalpark Spaniens. Damit stehen rund 90.000 Hektar Meer und Land unter besonderem Schutz. Die Insel liegt nur etwa 16 Kilometer südlich von Colònia de Sant Jordi, doch das abgeschiedene Gebiet beherbergt ein außergewöhnlich vielfältiges Ökosystem – weitgehend unbeeinträchtigt vom Massentourismus.

Ziel des Schutzgebietes ist es, die biologische Vielfalt in der Region dauerhaft zu sichern. Die Studie zeigt, dass diese Bemühungen Wirkung zeigen: Immer mehr seltene oder bedrohte Arten zeigen sich in den umliegenden Gewässern.

Katzenhaie, Weißrochen und pelagische Jäger

Neben dem Sechskiemerhai konnten die Forscher eine Vielzahl weiterer Arten dokumentieren. Besonders häufig tauchten Katzenhaie auf – insgesamt 25 Exemplare zählten die Wissenschaftler während ihrer Erhebungen. Zudem gelang es erstmals, Weißrochen im Gebiet zu filmen – eine im Mittelmeer stark bedrohte Rochenart.

Große pelagische Haie hingegen bleiben seltene Besucher des Schutzgebietes. Innerhalb eines Jahres konnten 17 Blauhaie dokumentiert werden, während besonders seltene Arten wie der Makohai lediglich vereinzelt auftauchten.

Überblick: Die dokumentierten Arten

Die neue Studie belegt eindrucksvoll, wie bedeutend der Nationalpark Cabrera für den Erhalt gefährdeter Haie und Rochen ist – und welch faszinierende Tierwelt sich direkt vor den Toren Mallorcas verbirgt. Unter anderem wurden außerdem folgende Arten beschrieben:

Diese Haiart gehört zur Familie der Grundhaie. Sie wird bis zu zwei Meter lang und bringt zwischen ein und fünf Kilogramm auf die Waage. Zu ihrer Nahrung zählen Fische, Krebse und Tintenfische. Ihren Namen verdankt sie den länglichen, schmalen Pupillen, die an Katzenaugen erinnern.
Mit einer Körperlänge von etwa 125 Zentimetern zählt der Weißrochen zu den mittelgroßen Rochenarten. Charakteristisch sind seine dunkelgraubraune Rückenseite und die cremeweißen Ränder an Brust- und Rückenflossen. Auch die Unterseite ist cremeweiß, durchzogen von bräunlichen Bereichen an Brust- und Bauchflossen.
Dieser Raubfisch gehört zu den größten im Ozean. Er kann über vier Meter lang und mehr als 200 Kilogramm schwer werden – das größte bekannte Exemplar brachte sogar 391 Kilogramm auf die Waage. Der Blauhai ist in tropischen und gemäßigten Gewässern verbreitet und gilt als weit wandernde Art.

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