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Experten warnen

Wenn Beleuchtung am Haus zur Gefahr für Tiere wird

Igel läuft durch einen Garten bei Nacht. Im Hintergrund zwei Bodenleuchten.
Wussten Sie, dass für viele Tiere, wie Insekten oder Igel, zusätzliche Lichtquellen gefährlich sein können? PETBOOK erklärt, warum. Foto: Getty Images / DamianKuzdak
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Porträtbild Mareike Schmidt
Redakteurin

8. November 2025, 16:24 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Für viele gehört nicht nur in der Weihnachtszeit eine festliche Beleuchtung dazu, sondern auch zu einem schönen Abend- und Nachtambiente im Herbst. Doch dass zusätzliche Lichtquellen in der Dämmerung eine Gefahr für Tiere sind, wissen vermutlich nur die wenigsten.

Gerade im Herbst und Winter stellt für viele Menschen eine gemütliche Zeit dar: Draußen ist es kalt und zu Hause macht man es sich mit Tee oder heißer Schokolade auf dem Sofa bequem. Passend dazu werden die ersten Lichterketten und blinkende Leuchten für den Vorgarten gezückt. Doch was für uns Menschen schön anzusehen ist, kann eine gefährliche Störung für die Tiere darstellen.

Störung des natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus

Wie wir Menschen haben auch die Tiere einen natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus. Durch hell leuchtende Beleuchtung am Haus oder im Garten kann dieser allerdings schnell gestört werden. Gerade nachtaktive Tiere sind dann in ihrer natürlichen Lebensweise gefährdet. So etwa der Igel, der die Dunkelheit für die Futtersuche nutzt.

Der BUND Bremen empfahl daher, nächtliches Licht so sparsam wie möglich einzusetzen und idealerweise auf nächtliche Beleuchtung zu verzichten. Doch auch schon eingebaute Dimmer können die Lichtstärke bereits um die Hälfte reduzieren. Auch tagaktive Tiere profitieren davon, da sie die nächtliche Dunkelheit zum Schlafen nutzen. Ein netter Nebeneffekt für uns Menschen ist außerdem die Senkung der Energiekosten.1

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Auf warmweißes Licht setzen

Wer dennoch seine Räumlichkeiten oder seinen Garten beleuchten möchte, kann mit warmweißem Licht und geringem Blauanteil die Tiere schützen. Empfohlen wird Licht mit einem Blauanteil im Spektrum von 2000 bis maximal 3000 Kelvin. Denn gerade Insekten reagieren besonders stark auf kaltweißes oder neutrales Licht. Sie leiden besonders unter grellen Leuchtmitteln. Gewöhnlich sind sie lediglich an das schwache Licht des Mondes gewöhnt.

Zwar sind vor allem im Winter nur wenig Insekten unterwegs. Doch dank immer höherer Temperaturen, können einige Insekten auch im Dezember unterwegs sein. Grelle Lichtquellen stören sie dann massiv in ihrem Orientierungssinn. Daher kommt es immer häufiger dazu, dass sie von dem hellen Licht geblendet werden und wiederholt gegen Fensterscheiben oder Laternen fliegen. Dies führt wiederum zu einem immensen Energieverlust, der sogar im Tod enden kann.

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Was Sie für eine tierfreundliche Beleuchtung tun können

Wie bereits erwähnt, ist es für die Tiere besser, wenn Sie kein kühles, weißes Licht in Ihrem Garten haben. Außerdem sollten die Lichtquellen steuerbar sein – also wirklich nur den Bereich treffen, der beleuchtet werden soll. Zusätzlich sollten Sie auf bodennahe Leuchtmittel verzichten. Gerade für Igel kann das Licht verwirrend wirken.

Dass nicht jeder auf seine Weihnachtsbeleuchtung gänzlich verzichten möchte, weiß auch Bernd Quellmalz, der Pressesprecher des BUND Bremen. Durch die Einhaltung der Tipps kann aber ein wichtiger Beitrag im Tierschutz geleistet werden.

Wer denkt, dass mit der störenden Beleuchtung für Tiere nur das exzessive Schmücken des gesamten Hauses und des Vorgartens mit hunderten Lichterketten und beleuchteten Deko-Elementen gemeint ist, liegt falsch. Auf Nachfrage, ob Insekten und Vögel auch bereits von Lichterketten in Fenstern von Familienhäusern gestört werden, antwortete Bernd Quellmalz PETBOOK, dass die Lichtverschmutzung, die Insekten und andere Tiere beeinträchtigt und stört, unabhängig davon ist, wo sich die Lichtquellen befinden.

Quellen

  1. bund-bremen.net, „Sternenzelt statt Lichtersmog: BUND-Tipps für die Weihnachtsbeleuchtung“ (aufgerufen am 01.11.2025) ↩︎

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