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Unterschiedliche Haustiere

Zoff in der tierischen WG? Wann Hund und Katze nicht zusammenpassen

Shiba Inu und Siamkatze leben in tierischer WG nicht gut zusammen
Ein energiegeladener Shiba Inu und eine ruhebedürftige Siamkatze sind nicht die geeignetetsten Mitbewohner in einer tierischen WG (Symbolbild) Foto: Getty Images
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PETBOOK Redaktion

16. November 2025, 8:11 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Wer Hund und Katze gemeinsam halten möchte, steht oft vor einer Herausforderung – denn nicht jeder Vierbeiner bringt die besten Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander mit. Wie es mit der tierischen WG klappen kann, haben wir bereits berichtet. Aber gibt es auch Fälle ist das Zusammenleben schlichtweg keine gute Idee ist?

Jagdinstinkt als Risiko für Katzen

Die Entscheidung, einen Hund und eine Katze zusammenzuführen, sollte wohlüberlegt sein. Denn in einigen Fällen ist das Konfliktpotenzial vorprogrammiert – besonders, wenn der Hund einen ausgeprägten Jagdtrieb zeigt. „Wenn ich einen Hund habe, der allem hinterherjagt, was vier Beine hat, kann ich mir von vornherein ausrechnen, was passieren kann, wenn ich ein kleines Katzenbaby dazunehme“, sagt Patricia Lösche, Vorsitzende des Berufsverbandes für Tierverhaltensberater und Tiertrainer. „Dann wird er es wohl eher als Beute ansehen, statt als Familienmitglied zu akzeptieren.“

Gerade bei bestimmten Rassen sei Vorsicht geboten, betont auch Tierarzt Thomas Rieker: „Prinzipiell ist es so, dass Jagdhunde mit Katzen ganz selten glücklich werden. Wenn der Instinkt mit ihnen durchgeht, ist das nicht ohne. Und das kann man ihnen nicht verübeln.“

Solch ein Verhalten sei keine charakterliche Schwäche, sondern eine genetische Auswahl, weil sie dahin gezüchtet wurden. Rieker berichtet aus seiner langjährigen Praxis in Ravensburg: Von den schlimmen Folgen solcher unüberlegter Vergesellschaftungen habe er „leider schon Etliches“ in über 30 Jahren gesehen.

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Auch Katzen können gefährlich werden

Doch nicht nur der Hund kann zum Problem werden. Auch von Seiten der Katze ist eine Abwehrhaltung nicht ungewöhnlich – mit teils drastischen Folgen. „Wenn ich eine Katze habe, die es gar nicht mag, dass überhaupt irgendetwas in ihrer Nähe ist, ist es keine gute Idee, einen Hund dazuzunehmen“, warnt Patricia Lösche.

Rieker ergänzt: „Wenn ein junger Hund meint, er müsste der Katze erklären, wo es langgeht, wird er den Kürzeren ziehen.“ Vielfach könne das zu Augenverletzungen bis hin zum Verlust des Auges führen.

Thomas Rieker bestätigt: „Wenn ein junger Hund meint, er müsste der Katze erklären, wo es langgeht, wird er den Kürzeren ziehen.“ Vielfach könne das zu Augenverletzungen bis hin zum Verlust des Auges führen.

Tierische Harmonie ist dennoch möglich

Er hat jedoch auch schon öfter ein anderes Extrem erlebt, eine sogenannte Rudel-Anpassung unter den beiden Arten: Nämlich dass eine Hündin scheinträchtig wird, wenn die Katze Nachwuchs bekommt. „Dieses Muttergefühl geht dann so weit, dass sie sogar die Katzenwelpen adoptiert und aufzieht.“

Ob Harmonie oder Revierkampf – das Zusammenspiel von Hund und Katze hängt maßgeblich vom Charakter und der Vorgeschichte der Tiere ab. Eine fundierte Einschätzung vor der Zusammenführung ist daher entscheidend.

Mit Material der dpa

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