Bei Sommerhitze genießen viele Katzen die warmen Temperaturen. Doch während sie sich entspannt in der Sonne räkeln, kann ihr Fressnapf schnell zur Keimfalle werden. Futterreste verderben bei hohen Temperaturen deutlich schneller, Bakterien und Schimmel breiten sich aus und können die Gesundheit der Tiere gefährden. Der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) erklärt, worauf Katzenhalter an heißen Tagen bei Futter und Wasser achten sollten.
Napf zeitnah säubern
Schon bei Temperaturen ab etwa 20 Grad Celsius steigt die Keimbelastung im Futternapf deutlich. Besonders Nassfutter, rohes Fleisch oder Fisch bieten dann in kurzer Zeit ideale Bedingungen für Bakterien und Schimmelbildung. Deshalb gilt: Spätestens eine halbe Stunde nach der Fütterung sollte der Napf der Katze auf eventuelle Reste überprüft und diese entfernt werden. Anschließend sollte er sorgfältig ausgespült werden – und das nicht nur oberflächlich. Mindestens einmal täglich ist eine gründliche Reinigung mit heißem Wasser und einem Spritzer Spülmittel notwendig.
Kleine Portionen füttern
Wer das Futter in kleineren Mengen über den Tag verteilt anbietet, senkt das Risiko für Keimentwicklung erheblich. Je kürzer das Futter im Napf steht, desto geringer ist die Gefahr, dass sich Krankheitserreger ausbreiten. Ein zusätzlicher Vorteil: Die Verdauung der Katze wird durch diese Fütterungsweise geschont. Warum man seine Katze generell mehrmals am Tag füttern sollte, erfahren Sie in diesem Artikel: Wer seine Katze nur zwei Mal am Tag füttert, riskiert ihre Gesundheit.
Frisches Wasser nicht vergessen
Katzen trinken von Natur aus eher wenig – und das macht frisches Wasser umso wichtiger. Deshalb sollte der Wassernapf am besten zweimal täglich geleert und neu gefüllt werden. Dabei empfiehlt es sich, den Napf jedes Mal auch auszuwischen, um Ablagerungen zu vermeiden. Wenn man ein besonders trinkfaules Tier zuhause hat, können Katzensuppen aus dem Fachhandel oder ein Trinkbrunnen mit fließendem Wasser helfen. Weitere Hilfestellung finden Sie hier: 7 Tipps, damit Katzen mehr Wasser trinken.
Nicht nur Näpfe brauchen Pflege – auch der Platz, an dem gefressen wird, sollte stets sauber gehalten werden. So wird verhindert, dass sich Keime und Insekten dort ansiedeln und auf das Futter übergehen. Besonders, wenn man weiß, dass die Tiere dazu neigen, ihr Futter aus dem Napf zu nehmen und daneben zu essen. Diese Flecken können schnell zum Ablageplatz für Fliegeneier werden.
Futter richtig lagern
Geöffnete Dosen mit Nassfutter gehören direkt in den Kühlschrank. Bevor das Futter serviert wird, sollte es allerdings auf Zimmertemperatur gebracht werden, denn kaltes Futter ist bei Katzen häufig nicht gerade beliebt, da es im kalten Zustand weniger aromatisch riecht. Außerdem kann die Fütterung von zu kaltem Futter zu Magen-Darm-Beschwerden führen.
Trockenfutter bleibt dagegen am besten luftdicht verschlossen, kühl und trocken gelagert. Auch wenn es weniger empfindlich ist, sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. Andernfalls können sich Geschmack und Konsistenz verändern – mit der Folge, dass das Futter verschmäht wird.
Mit Material der dpa
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