8. März 2026, 13:07 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Kaum werden die Tage heller und die Sonne gewinnt an Kraft, zeigt sich das auch im Wohnzimmer – in Form von feinen Katzenhaaren auf Sofa, Teppich und Kleidung. Mit dem Frühling startet bei vielen Katzen der große Fellwechsel. Doch was für Halter vor allem mehr Reinigungsarbeit bedeutet, ist für die Katze eine echte körperliche Herausforderung. Warum der Organismus jetzt auf Hochtouren läuft und wie Sie Ihre Katze optimal unterstützen können, erklärt PETBOOK.
Warum haart meine Katze so stark?
Der saisonale Fellwechsel im Frühjahr und im Herbst betrifft vor allem Vierbeiner, die nach draußen dürfen. Sobald die Tage spürbar länger werden, regt die vermehrte UV-Strahlung die Zirbeldrüse im Gehirn dazu an, das hormonelle Startsignal für den Fellwechsel zu geben. Nimmt das Tageslicht ab September dann wieder ab, ist der Zeitpunkt gekommen, das Winterfell auszubilden. Da Wohnungskatzen diesem Wechsel aufgrund der künstlichen Beleuchtung kaum ausgesetzt sind, ist der Fellwechsel bei ihnen deutlich weniger ausgeprägt.
Gut zu wissen: Es gibt einige Rassen, die besonders stark haaren. Dazu zählen etwa die Maine Coon, die Norwegische Waldkatze und die Sibirische Katze. Aber auch die Kastration sowie eine falsche Ernährung können dazu führen, dass die Katze besonders viele Haare verliert. Geht der Haarausfall mit länger anhaltenden Symptomen wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit sowie Schuppenbildung einher, kann auch eine Erkrankung dahinterstecken. Dies sollten Sie tierärztlich abklären lassen. 1
Was tun beim Fellwechsel der Katze?
Vor allem langhaarige Katzenrassen sowie tierische Senioren tun sich mit dem Fellwechsel oft etwas schwer. Aber auch kurzhaarige sowie jüngere Tiere freuen sich über etwas Unterstützung während dieser körperlich anstrengenden Phase. Bürsten Sie Ihre Katze während des Fellwechsels im Frühjahr mehrmals wöchentlich – am besten täglich. Viele Katzen genießen dieses gemeinsame Pflegeritual sehr. Denn es entfernt nicht nur lose Fell aus dem Haarkleid, sondern stärkt auch die Bindung zwischen dem Tier und seinem Besitzer. Gewöhnen Sie Ihre Katze idealerweise schon in jungen Jahren an die sanften Bürstenstriche mit dem Fellhandschuh oder der Katzenbürste.2
Eine gesunde, artgerechte Ernährung trägt entscheidend zu einem glänzenden, dichten Fell Ihrer Katze bei. Achten Sie auf hochwertiges, protein- und vitaminreiches Futter: Die Vitamine A, B und E sowie die Spurenelemente Zink und Kupfer unterstützen die Talgdrüsen und halten Haut und Haar gesund. Einige Katzenbesitzer schwören auf die Gabe von ungesättigten Fettsäuren in Form von Lein- oder Distelöl, um das Fell glänzen zu lassen. Bereitgestelltes Katzengras sowie die Gabe von Malzpaste helfen der Katze dabei, verschluckte Haare schnell wieder loszuwerden. 3
Die wichtigsten To-dos im Überblick:
- Katze regelmäßig (am besten täglich) sanft bürsten
- Hochwertiges Futter mit Nährstoffen
- Eventuell Öl zufüttern
- Katzengras anbieten (besonders bei Wohnungskatzen)
- Lieblingsplätze und Wohnung regelmäßig von Haaren befreien
Bei Fragen zur individuellen Ernährung Ihres Lieblings wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt. Er kennt Ihre Katze am besten und kann Ihnen wertvolle Tipps geben.
Wie man seine Katze beim Fellwechsel im Herbst unterstützen kann
Katze hat Schuppen? Es könnten ernste Krankheiten dahinterstecken!
Wie sieht gesundes Katzenfell aus?
Das Fell von Katzen hat mehr Funktionen, als man vielleicht im ersten Moment denkt. Anhand des Aussehens des Fells können Halter oftmals schon mit einem kurzen Blick erahnen, ob es Ihrer Katze an etwas fehlt. Denn typischerweise haben Katzen ein glänzendes, nahezu seidiges und weiches Fell – je nach Rasse gibt es natürlich Unterschiede. Trotzdem gibt es Indikatoren, die auf mögliche Beschwerden oder Leiden hindeuten können, etwa stumpfes Fell. Oft kommt das im Zuge von Stoffwechselproblemen oder einer unausgewogenen Ernährung.
Außerdem findet man im gesunden Katzenfell wenig Schuppen. Sollten Ihnen also beim Bürsten vermehrt Schuppen im Fell auffallen, ist es ratsam, sich damit an Ihren Tierarzt zu wenden.
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Wann endet der Fellwechsel bei Katzen?
Normalerweise ist der Fellwechsel der Katze für den Sommer nach sechs bis acht Wochen abgeschlossen. Durch das regelmäßige Bürsten wird insbesondere bei langhaarigen Rassen die Bildung von Knötchen und Verfilzungen verhindert, was das Risiko von Bakterien- und Pilzinfektionen senkt. So kommt Ihre Katze gut durch diese anstrengende Zeit.