Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für alle Tierbesitzer und -liebhaber
Expertin klärt auf

Dürfen Katzen unbedenklich Erdbeeren essen?

Sommerzeit ist Erdbeerzeit – aber dürfen Katzen eigentlich Erdbeeren essen? Expertin Christina Wolf hat PETBOOK eine Einschätzung gegeben
Sommerzeit ist Erdbeerzeit – aber dürfen Katzen eigentlich Erdbeeren essen? Expertin Christina Wolf hat PETBOOK eine Einschätzung gegeben Foto: Getty Images/Ruslana Chub
Artikel teilen

4. Juni 2026, 6:09 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Dürfen Katzen Erdbeeren essen? Gerade im Sommer, wenn die roten Früchte Hochsaison haben, zeigen viele Katzen Interesse an dem beliebten Snack. Doch ist das Naschen für Katzen wirklich unbedenklich? PETBOOK hat bei Expertin Christina Wolf nachgefragt.

Dürfen Katzen Erdbeeren essen? 

Vielleicht kennt der ein oder andere die Situation: Da sitzt man mit einer großen Schale Erdbeeren in der Küche und nascht eine nach der anderen. Und auf einmal ist die Katze da, streicht um die Beine und wirft immer wieder einen neugierigen Blick nach oben. Doch ist es in Ordnung, wenn Katzen Erdbeeren fressen? Und muss man sich Gedanken um die Menge machen? PETBOOK hat bei der Tiermedizinische Fachangestellten und Katzencoach Christina Wolf nachgefragt.    

„Erstmal die gute Nachricht vorweg: Die Erdbeere ist für die Katze per se nicht giftig. Also das heißt, wenn die Katze auch mal naschen möchte, dann darf sie das. Das ist gar kein Problem“, so Christina Wolf. Bei ihren eigenen Katzen habe sie es zwar noch nicht erlebt, jedoch schon öfter gehört, dass Erdbeeren auf Katzen eine größere Anziehungskraft haben können. „Deswegen sollte man da vielleicht auch aufpassen. Denn die Erdbeere hat so ein paar Eigenschaften, die sich für die Katze ungünstig auswirken könnten“, warnt die Expertin. 

Deswegen sollten Katzen nicht zu viele Erdbeeren fressen 

Christina Wolf weiß nämlich: Erdbeeren enthalten viel Fruchtzucker, was bei Katzen zu Übergewicht oder Diabetes führen kann. Und das ist nicht der einzige Bestandteil, weswegen man die Erdbeere nur in Maßen füttern sollte: „Sie enthält natürlich auch sehr viel Säure, das kann die Katze nicht so gut vertragen. Unter Umständen kann das sogar für Magenverstimmung sorgen“, sagt Wolf.

„Und generell muss man natürlich sagen, dass die Katze einfach ein Carnivore ist, also ein Fleischfresser von Natur aus. Das bedeutet ihre Verdauung ist auf ausschließlich pflanzliche Nahrung überhaupt nicht ausgelegt. Frisst sie mal größere Mengen Erdbeeren, dann könnte sie wirklich Schwierigkeiten bekommen, diese überhaupt zu verwerten.“ erklärt Wolf weiter.

Auch interessant: Dürfen Katzen Wassermelone fressen?

Wie viele Erdbeeren dürfen Katzen essen?

 „Ich würde raten, ihr höchstens eine halbe bis maximal eine ganze Erdbeere am Tag zu füttern“, sagt die Expertin. „Und wenn, dann sollte man auch unbedingt darauf achten, dass man die Beere vorher gut wäscht. Denn man weiß natürlich nie, was da so an Pestiziden oder Chemikalien dran ist.“ Oder man achtet gleich darauf, ihr nur Erdbeeren in Bio-Qualität oder aus dem eigenen Garten zu geben. „Da hat natürlich nicht jeder die Möglichkeit, aber es haben ja auch mittlerweile viele ihre Erdbeeren in kleinen Pflanzkästen auf dem Balkon“, so Wolf. 

Mehr zum Thema

Darauf sollte man beim Füttern achten 

Hat man tatsächlich Erdbeeren im eigenen Anbau und die Katze zeigt starkes Interesse daran, sollte man unbedingt ein Auge darauf haben. Und das nicht nur wegen der oben genannten Inhaltsstoffe wie Fruchtzucker und ‑säure. Christina Wolf betont in dem Zusammenhang: „Es ist auch wichtig, dass die Erdbeere reif ist, bevor sie von der Katze verzehrt wird, sonst kann das nämlich auf den Magen schlagen. Und auch die Blätter der Erdbeere und der Strunk enthalten Oxalate, die bei ihr Magendarm-Beschwerden verursachen können.“ Das Grünzeug sollte man also in jedem Fall abmachen.  

Um die Erdbeeren auf dem Balkon oder im Garten zu schützen, eignet sich zum Beispiel ein dünnmaschiges Netz, das vor die Kästen gespannt wird. 

Können Erdbeeren für Katzen auch gesund sein? 

„Erdbeeren enthalten natürlich zum einen viele Mineralien, Ballaststoffe und auch viel Vitamin C, was für uns Menschen positive Eigenschaften der Frucht sind“, erklärt die Expertin. Allerdings könne der Ballaststoff-Anteil auch für Verdauungsbeschwerden sorgen, wenn die Katze nicht daran gewöhnt ist. „Und Vitamin C braucht sie auch überhaupt nicht. Denn im Gegensatz zu uns kann die Katze das selbst genug produzieren und muss es nicht mit der Nahrung zuführen“, erklärt Christina Wolf. Es sei für die Katze zwar nicht bedenklich, aber die Erdbeere biete ihr dahin gehend auch keine Vorteile.  

Das Fazit der Expertin: Auch wenn die Erdbeere auf dem natürlichen Speiseplan eigentlich nicht vorgesehen ist, kann die Katze sie da ab und an gerne fressen, wenn sie Freude daran hat. Sollte sie danach aber erbrechen oder Durchfall bekommen, müsse man in jedem Fall einen Tierarzt aufsuchen.  

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.