8. Oktober 2025, 13:57 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Als Hund Opie in den USA während eines Sturms spurlos verschwand, rechnete seine Besitzerin kaum noch mit einem Wiedersehen. Doch genau das geschah – drei Monate und mehr als 3200 Kilometer später. Die unglaubliche Reise des Vierbeiners endete nicht nur mit einem Happy End, sondern zeigt auch, wie entscheidend ein kleiner Chip im Tier sein kann.
In den USA gab es am 1. Oktober 2025 eine ganz besondere Wiedervereinigung: Die Kalifornierin Ciara Babcock erhielt ihren vermissten Hund Opie nach drei Monaten zurück. Der Vierbeiner war am 1. Juli während eines Sturms in der Gegend um die Gemeinde Punkin Center entlaufen.1
Noch am selben Tag wandte sich Babcock über Facebook an die Öffentlichkeit:
„500,00 $ Belohnung! Hallo zusammen, mein Hund Opie ist während des Sturms am 1. Juli in der Gegend um das Punkin Center verschwunden. Könnt ihr mir bitte Bescheid geben, wenn ihr ihn zufällig seht? Danke“, schrieb sie damals verzweifelt.
Streuner in Illinois identifiziert
Nach drei Monaten wurde Opie schließlich gefunden. Jedoch nicht in der Nähe des Wohnortes Bieber, sondern im über 3200 Kilometer entfernten Itasca im Bundesstaat Illinois. Wie der Tierschutzdienst DuPage County Animal Services (DCAS) am 1. Oktober auf Facebook berichtete, hatte die Polizei von Itasca einen herrenlosen Hund aufgegriffen und zu den Behörden gebracht. Dank eines Mikrochips konnte das Tier eindeutig identifiziert werden – und seine Herkunft überraschte alle Beteiligten.
„Zur Überraschung aller führte die Spur nach Kalifornien“, schrieb der Tierschutzdienst. „Einen Anruf später und schon am nächsten Tag (plus einem Flug) war Opie wieder dort, wo er hingehörte – Zuhause bei seinem Besitzer.“
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Opie konnte dank Mikrochip identifiziert werden
Dass das Tier nun wieder sicher zuhause ist, verdankt seine Halterin Ciara Babcock dem implantierten Mikrochip. „Da er einen Mikrochip hat, hat [Babcock] die Chance auf diesen Anruf nie aufgegeben“, erklärte der Tierschutzdienst. Auch in einem weiteren Facebook-Beitrag betonte die Behörde die Relevanz der Technik: „[Mikrochips] machen solche Wiedervereinigungen möglich, egal wie weit unsere vierbeinigen Freunde reisen.“ Und weiter: „Wir werden nie genau wissen, wie Opie fast das ganze Land durchquert hat, aber eines wissen wir: Mikrochips funktionieren.“
Noch sind Mikrochips bei Hunden in den USA keine Pflicht. Auch in Deutschland hängt dies von den Bestimmungen zur Hundehaltung in den einzelnen Bundesländern ab. Doch nur weil ein Hund gechippt ist, bedeutet es noch nicht, dass er immer seinem Halter zugeordnet werden kann. Entscheidend ist, dass das Tier auch registriert ist. In Deutschland kann man dies kostenfrei in Registern wie Findefix oder Tasso vornehmen.
Reise mit ungewissem Verlauf
Im Gegensatz zu einem GPS-Tracker können Mikrochips keine Auskunft darüber geben, welchen Weg ein Tier genommen hat. Im Fall von Hund Opie aus den USA hätte dies spannende Einblicke geben können, denn bisher ist völlig unklar, wie es dem Corgi-Schäferhund-Mischling gelang, die Strecke zwischen Bieber und Itasca – 3218 Kilometer – zu überwinden.
Hunde können während eines Unwetters oder Sturms schnell in Panik geraten und dabei mehrere Kilometer weit laufen – bis zur Erschöpfung. Meist tauchen sie dann im Nachbarort wieder auf. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass Opie die über 3000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt hat, aber zumindest nicht unmöglich. Laut Google Maps braucht man als Mensch für die Strecke 30 Tage – wenn man konstant durchlaufen würde.
Da Hunde zwischendurch auch schlafen und fressen müssen, könnte der Vierbeiner die Entfernung theoretisch innerhalb von drei Monaten bewältigt haben. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass ihn jemand aufgegriffen und mit dem Auto mitgenommen hat. Was aber genau passiert ist, bleibt wohl für immer Opies Geheimnis.