8. Oktober 2025, 15:35 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Zum Welthundetag zeigt sich: Die Einnahmen aus der Hundesteuer wuchsen 2024 weiter – parallel dazu wird auch das Futter für Vierbeiner spürbar teurer. Was das für Tierhalter bedeutet.
Steigende Einnahmen durch Hundesteuer – plus 39 Prozent in zehn Jahren
Anlässlich des Welthundetags am 10. Oktober meldet das Statistische Bundesamt einen neuen Höchststand bei den Hundesteuer-Einnahmen im Jahr 2024. Im vergangenen Jahr flossen rund 430 Millionen Euro in die öffentlichen Kassen. Das entspricht einem Zuwachs von 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2023: 421 Millionen Euro). Im langfristigen Vergleich fällt der Anstieg noch deutlicher aus: Gegenüber 2014, als die Einnahmen bei 309 Millionen Euro lagen, ergibt sich ein Plus von 39,3 Prozent.
Die Hundesteuer ist eine kommunale Abgabe, deren Höhe und Gestaltung von den einzelnen Städten und Gemeinden festgelegt wird. Oft beeinflussen Faktoren wie die Anzahl der Hunde pro Haushalt oder auch die jeweilige Hunderasse die Höhe der Abgabe. Daher lässt sich aus den gestiegenen Einnahmen nicht zwangsläufig auf eine Zunahme der Hundezahl schließen.
Einnahmen durch Hundesteuer auf Rekordhoch
In diesen deutschen Städten ist die Hundesteuer am höchsten
Tierfutterpreise steigen deutlich stärker als Verbraucherpreise insgesamt
Auch jenseits der Steuerlast ist das Halten eines Hundes mit wachsenden Ausgaben verbunden. Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilt, sind die Preise für Hunde- und Katzenfutter im Jahr 2024 um durchschnittlich 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen – und damit leicht stärker als die allgemeine Teuerungsrate von 2,2 Prozent.
Noch deutlicher fällt der mittelfristige Vergleich aus: Im Zeitraum von 2020 bis 2024 legten die Preise für Hunde- und Katzenfutter um 35,3 Prozent zu. Die allgemeinen Verbraucherpreise stiegen in diesem Zeitraum lediglich um 19,3 Prozent. Damit hat sich Tierfutter überdurchschnittlich stark verteuert.
Forderung: Hundesteuereinnahmen auch für den Tierschutz nutzen
Trotz steigender Einnahmen durch die Hundesteuer profitieren Tierschutzorganisationen bislang nicht direkt davon. Denn als allgemeine Abgabe fließt die Hundesteuer in die kommunalen Haushalte – und wird dort für verschiedenste Zwecke eingesetzt, etwa für Verwaltungsgebäude, Sportstätten oder Fuhrparks.
Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, forderte daher bereits vor einiger Zeit im PETBOOK-Interview, dass zumindest ein Teil dieser Mittel gezielt für Tierheime verwendet wird. „Für den Tierschutz hätte ich gerne nur einmalig die Hälfte der Jahreseinnahme der Hundesteuer“, so Schröder.
Mit diesen Einnahmen, ergänzt durch Bundesmittel, könnte ein Sonderfonds für Investitionen in Tierheimen geschaffen werden. Damit ließen sich bauliche Mängel beheben, energetische Maßnahmen umsetzen und verschärfte Anforderungen im Tier- und Arbeitsschutz besser bewältigen. Gerade angesichts der zunehmenden Zahl von Tieren, die länger in Heimen untergebracht sind.